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Es war Freitag. Christian lag auf dem Sofa und sah Fernsehen und Jakob quengelte rum. "Wollen wir auf den Spielplatz gehen?", frage ich Jakob. "Ja. Ja.", ruft er begeistert. "Willst du mit?", frage ich Christian. "Nein, ich möchte heute gar nichts mehr machen.", sagt er. "Geht es dir nicht gut?", frage ich. "Doch, doch. Alles gut.", sagt er. "Na gut.", sage ich und küsse ihn auf die Stirn.

Ich ziehe Jakob eine dünne Jacke an vor der kleine seine Schuhe selbst anzieht und wir zusammen zum Spielplatz laufen. "Ich setz mich hier auf die Bank, okay?", sage ich und Jakob nickt. Er spielt eine ganze Weile mit anderen Kindern. Sie spielen im Sandkasten und rutschen. "Melina, kannst du mich auf der Schaukel anschubsen?", fragt er mich. "Natürlich.", sage ich und gehe mit ihm zu den Schaukeln. Wir schaukeln eine ganze Weile als er mich bittet mit ihm zusammen zu schaukeln. "Schau mal Tante Lena.", sagt er und deutet in ihre Richtung. "Tante Lena.", ruft er und sie kommt zu uns. "Na ihr zwei.", begrüßt sie und freundlich. Wir unterhalten uns eine ganze Weile und Jakob ist schon wieder im Sandkasten verschwunden. "Kannst du vielleicht kurz auf ihn aufpassen? Ich muss echt mal auf Toilette.", sage ich. "Na klar.", sagt sie. "Jakob ich bin gleich wieder da.", sage ich und er nickt. Auf der anderen Straßenseite ist ein kleines Café in diesem ich auf Toilette gehe.

Als ich gerade durch den Laden gehe Richtung Ausgang sehe ich Jakob auf der anderen Straßenseite stehen. Er weint. Als er mich sieht passiert etwas was ich niemals in meinem Leben vergessen werde. "Melina.", ruft er weinend und rennt einfach auf die Straße. Das Auto versucht noch zu bremsen erwischt ihn aber. "JAKOB!", schreie ich panisch und renne zu ihm. Er ist bewusstlos. "Schnell einen Krankenwagen!", schreie ich und der Unfallfahrer holt sein Handy. "Jakob.. Was machst du nur.. Es tut mir so leid..", sage ich und nehme ihn in den Arm.

Wenig später trifft der Rettungswagen ein und legt den kleinen auf eine Liege vor sie ihn im Wagen erstmal behandeln. "Sind Sie seine Mutter?", fragt die Rettungssanitäterin. "N-Nein.", sage ich. "Können Sie die Eltern verständigen?", fragt sie und ich nicke. Ich darf trotzdem mit Jakob ins Krankenhaus fahren und halte die ganze Fahrt über seine Hand. Da ich nicht mit Jakob verwand bin dürfen sie mir keine Auskünfte geben und ich darf nicht mit zu seinen Untersuchungen. "Können Sie mich bitte dazu holen wenn er wach wird? Er ist doch erst 4..", sage ich und die Ärztin ist einverstanden. Nun ist wohl die Stunde der Wahrheit gekommen und ich muss Christian anrufen.

"Hey Melina. Was gibts? Seid ihr noch lange auf dem Spielplatz? Ich wollte essen mache.", sagt Christian so fröhlich. In letzter Zeit war alles so perfekt gewesen. Seit ich bei den beiden wohnte war unser aller Leben irgendwie erfüllter geworden und nun das..

"Chris.. Du-Du musst ins Krankenhaus kommen. Jakob..", sage ich und breche wieder in Tränen aus.

"W-Was?", fragt er.

"Komm bitte ins Krankenhaus. Jakob.. Sie untersuchen ihn gerade..", sage ich.

"Ist es schlimm oder nur ein Kratzer?", fragt er.

"Er.. Also..", stottere ich.

"Ich bin auf dem Weg.", sagt er und legt auf.

Two broken hearts - Kann daraus Liebe werden?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt