Am Mittag zeigten Charlotte, Marie und ich Caitlin den schwarzen See. Die recht kühlen Temperaturen schienen ihr wenig auszumachen und so setzten wir uns später allesamt ins Gras, auch wenn Marie dies ein wenig skeptisch werden lies. "Wir werden uns noch alle erkälten", teilte die Brünette uns unvermittelt mit, was mich zum Lachen brachte.
Der Tag war so schön, fast nur gute Gedanken huschten durch meinen Kopf, etwas, das mich ungemein erleichterte.
Dann wand sich die Brünette an die Neue: "Sag mal, kennst du die Handzeichen unter Muggel... Gebärdensprache?", fragte sie und legte Naserümpfend ihren Kopf schief, was bei ihr einfach nur unfassbar niedlich aussah.
Einen Moment blickte die Neue unseren Streber überrascht an bevor sie ihre Hände seltsam formte. Dies war dann wohl eine Zustimmung auf Maries, für meine Ohren Recht seltsame Frage.
Marie strahlte. "Perfekt!", stieß sie erfreut aus. Dann erklärte sie auch den Unwissenden unter uns was genau das war und ich stellte fest, dass es ziemlich praktisch zu sein schien. Denn ab da begannen die beiden sich zu „unterhalten".
Der Rest dieses Tags verging schnell, aber ich hatte auch nicht wirklich viel zu tun. Noch zwei Aufsätze hatte ich schreiben müssen und das in der Bibliothek, da musste ich erst einmal darauf aufpassen keinen Slytherins zu begegnen. Okay, eigentlich wollte ich vor allem Tom und Malfoy aus dem Weg gehen. Nichts wollte ich weniger als mit denen auch nur ein Wort zu wechseln, viel zu schockiert und auch... zugegebenermaßen verängstigt war ich davon.
Mir wollte einfach nicht in den Kopf was Tom sich dabei gedacht hatte, dies zuzulassen. Wir waren doch Freunde, mir war nie aufgefallen, dass er solche Neigungen hatte, in denen es darum ging arme, hilflose Schüler zu foltern. Natürlich hatte ich bemerkt, dass er ausgesprochen herrisch und dominant sein konnte, doch ich für meinen Teil verdrehte dann einfach meine Augen bevor es zu einer Diskussion darüber kommen konnte, dass ich nicht immer das tun würde was er sagte. Dies wiederum brachte ihn dann lediglich zu einem abfälligen Schnauben.
Verflucht, wieso lenkte er mich bloß immer so ab, dabei befand er sich momentan noch nicht einmal in der Nähe! Es musste einen Zauber geben, der dafür sorgte, dass ich wenigstens für eine bestimmte Zeit keinen Gedanken mehr an den persönlichkeitsgespaltenen Slytherin verschwenden konnte.
Angestrengt konzentrierte ich mich nun auf meinen Aufsatz in Zaubertränke. Ich liebte dieses Fach, weshalb mir es auch nicht sehr schwer fiel, drei Rollen Pergament über die Beschaffung der Zutaten des Schrumpftrankes zu verfassen.
Irgendwann war auch das geschafft und ich saß mit meinen Freunden beim Abendessen. Marie "redete" besonders viel mit Caitlin und ich hatte das Gefühl, dass die beiden in den nächsten Tagen noch ganz schön zusammenwachsen würden. Das freute mich, besonders weil Caitlin sich hier anscheinend recht gut zurechtfand. Sie war ein so angenehm nettes Mädchen, dass mich alles andere traurig gestimmt hätte.
Plötzlich begann Charlotte, die mir gegenüber saß, zu huste. Sie sah auf irgendeinen Punkt hinter mir. Als ich meinen Kopf nach hinten drehte sah ich nichts auffälliges, außer dass ein Mädchen am Tisch der Slytherins stand, anstatt saß, direkt neben Riddle. Und soweit ich sah, war sie kurz davor zu weinen. "Ich wusste gar nicht, dass Riddle eine Freundin hat.", hörte ich Julie sagen.
Verwirrt sah ich zu der blonden Gryffindor, schaute dann aber wieder zu Charlotte die sich wieder von ihrem Hustenanfall erholt hatte. "Habt ihr das gesehen? Das nenn' ich mal einen Kuss!", grinste sie gehässig und schüttelte ungläubig ihren Kopf.
Jetzt verstand ich gar nichts mehr. "Naja, er scheint das in der Öffentlichkeit nicht sonderlich zu mögen...", meinte Julie nachdenklich und beobachtete immer noch die Situation am Slytherintisch, die schon begann sich aufzulösen.
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Seelenspiegel -Tom Riddle-
FanfictionHarry Potter FF| Spielt in Tom Riddles Schulzeit | Hogwarts, dort ist Katharina glücklich. Zusammen mit ihren Freunden führt sie ein nahezu perfektes Leben, ein Alltag, der von Hausaufgaben, Streichen, verbotenen Ausflügen sowie gelegentlichen Rei...
