Kapitel 37 - unter Strom

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Die nächsten Wochen war ich mehr als nur angespannt, der Neumond rückte immer näher und ich sollte endlich ... endlich eine Entscheidung treffen. 

Sollte ich das Ritual nun durchführen oder oder nicht, es machte mich fast wahnsinnig und ich wünschte mir teilweise, mir würde jemand diese Entscheidung abnehmen.

Ich hatte Charlotte am Morgen nach meinem Ausflug in die Verbotene Abteilung nicht von all dem erzählt, was geschehen war, sondern einfach nur, das ich nichts gefunden hatte. Sie hatte wahrscheinlich auch gedacht, das ich deshalb so niedergeschlagen gewesen war.

Um mich nicht immer nur mit der Frage Ritual ja oder Ritual nein beschäftigen zu müssen, schmiss ich mich voll und ganz in meine Schulaufgaben, das brachte mir sogar ein O in Kräuterkunde ein.

Jetzt war ich gerade in der Bibliothek, seufzend schlug ich mein Buch zu, als ich plötzlich bemerkte wie sich jemand neben mich stellte. Ich wusste einfach wer es es, ich spürte es auf seltsame Art und weise. "Was willst du Tom" frage ich schlecht gelaunt nach und sehe nicht auf, weil ich die Tischplatte im Moment einfach viel interessanter finde.

Wieso war er so grausam und kam zu mir, es viel mir sowieso schon unglaublich schwer mich von ihm
fernzuhalten.

Fast schon missbilligend schnalzte er mit der Zunge "keine sehr freundliche Begrüßung, findest du nicht auch" provozierte er mich.

Ärgerlich schaute ich hoch "verdammt schön dich zu sehen, kann ich dir irgendwie behilflich sein" fauchte ich und ballet meine Hände zu Fäusten.

Charlotte, die mir gegenüber saß, bedachte mich mit einer Hochgezogenen Augenbraue.

Belustigt schnaubte er "wenn du schon so nett fragt, tatsächlich, wärst du so freundlich und würdest mir einen Moment folgen" lächelt er charmant und lässt sich von meinem wütenden killerblick gar nicht aus der Ruhe bringen.

Ungläubig sah ich ihn an "tut mir leid, ich bin gerade beschäftigt, und danach bin ich noch mit Charlotte für nach Hogsmade verabredet" erklärte ich schnippischer, als ich es zuvor vorgehabt hätte.

Eine seiner Augenbrauen zog sich in die Höhe "oh, dies ist bedauerlich, da mein Anliegen von größter Wichtigkeit ist" dann wand er sich zu meiner Rothaarigen Freundin "nun, es tut mir leid wenn ich eure Pläne so über den Haufen werde, aber würde es dir etwas ausmachen wenn ich deine Begleitung nach Hogsmade entführen würde?" Charmant lächelte er meine Rothaarige Freundin an.

Zuerst glaubte ich mich verhört zu haben und starrte ihr für einen Moment einfach nur ungläubig an.

In mir brodelte es, das kann wohl jetzt nicht sein... "Ja klar, gar kein Problem, bring sie mir nur in einem Stück wieder" verriet meine beste Freundin mich da gerade? Fassungslos sah ich zu den beiden. Lotte schien sich keiner Schuld bewusst und wand sich dann wieder ihren Schulaufgaben zu.

Bit einem Bitterbösen Blick begegnete dem von Tom, in seinen Augen war so viel Arroganz zu lesen, das mir schlecht wurde "wir treffen uns um 14 Uhr beiden Kutschen, sei pünktlich" merkte er noch an und verschwand.

Kurz blieb ich noch ruhig, sah mich um, Madam Prince war nicht zu sehen. Heftig schlug ich auf den Tisch, nicht nur Lotte richtete sich erschrocken auf, doch sie war im Moment die einzige die mich interessierte. "WAS SOLLTE DAS" bringe ich hinter zusammen gepressten Lippen hervor.

Die rothaarige verdrehte ihre Grünen Augen "ach komm schon Kate, du magst ihn doch und jetzt hat er dich zu einem Date eingeladen, das ist doch super" strahlte sie mich an und den Schabernack konnte man schon auf ihrer Nasenspitze ablesen.

Stöhnend legte ich meinen Kopf in den Nacken und wünschte mir, Lotte einfach sagen zu können was ich in seiner Zukunft gesehen hatte. Sie würde mich wahrscheinlich schon allein deshalb für verrückt erklären, weil ich immer noch etwas für ihn empfand. Weil ich ihn immer noch bei mir haben wollte, ihn immer noch küssen wollte.

Ich war ja sowieso schon dauernd aggressiv, weil ich mich versuchte von ihm fern zu halten.

Anstatt ihr endlich die Wahrheit zu sagen schnaubte ich "das ist ganz bestimmt kein Date Lotte, glaub mir das, dieser Eisklotz hat irgendetwas vor und ich will ehrlich gesagt gar nicht wissen was" knurrte ich und rieb mir über die Augen.

Charlotte konnte ja gar nicht ahnen, wie böse Tom wirklich war.

Mein Gegenüber schnaubte "das wirst du dann ja später sehen, Versuch dich jetzt erst mal ein bisschen zu entspannen und mach deine Hausarbeit. Du weißt wie böse Professor Merrythought wird wenn man das aufgaben nicht richtig löst. Julie hatte damals echt recht als sie uns warnte... Wie hat sie noch gesagt?" Überlegte meine Freundin.

Auch ich musste jetzt grinsen "sie hat gesagt man müsse bei ihr schuften wie die Hauselfen" erzählte ich und zupfte an einer Haarsträhne herum.

Lottes Augen glänzen wie immer sobald sie von unserem ersten Jahr sprach "ich bin froh das wir und Marie ums noch so gut verstehen, und auch Tony und Amanda zähle ich immer noch zu meinem besten Freunden" grinst sie und ich erkenne sofort, das die rothaarige in ihren Erinnerungen versinkt.

Das bringt mich zum kichern, kopfschüttelnd wende ich mich wieder meinem Aufsatz zu, der bis morgen fertig sein musste.

Seelenspiegel -Tom Riddle-Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt