Kapitel 105 (part 1) - In Gedanken

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Dieses Gefühl in mir war schwer zu beschreiben. Doch ich war mir der Tatsache bewusst, dass ich der Verzweiflung nicht nachgeben durfte. Fest presste ich den kleinen Jungen an mich.

Toms Finger die um meine Oberarme geschlungen waren gaben mir halt, fast als würden sie mir anbieten mir die Last von den Schultern zu nehmen. Doch das konnte ich nicht annehmen, dafür steckte ich viel zu tief drinnen.

Also nickte ich in Julies Richtung. Die Ungewissheit ob sie noch lebte fraß sich schmerzhaft durch meine Gedanken „Ich muss...", meine Stimme klang so fremd in meinen Ohren das ich inne halten musste „...Sie... Ich will wissen ob sie noch lebt" sprach ich leise.

Sein Griff wurde fester, aber zog mich vorsichtig, ganz langsam mit sich hoch und schlang mir dann sofort einen Arm um die Hüfte. Langsam gingen wir in ihre Richtung, dabei hob er seinen Zauberstab nach oben, sodass die Spitze gegen den Himmel zeigte, bevor er etwas murmelte und ein silberner Strahl zuckte dort hin.

Was auch immer das gewesen war, ich wollte es nicht wissen. Neben Julie ließ ich mich wieder vorsichtig auf den Boden sinken, Tom ging mit mir in die Hocke, sagte nichts, es schien als wäre seine Mine vollkommen erstarrt, er schien ernst und... wütend.

Erneut musste ich weinen, ihr Puls pochte deutlich unter meinen Fingern, doch er wirkte so schwach dass ich wusste, dass mir nicht mehr viel Zeit blieb „Sie bracht Hilfe" krächzte ich. Der Junge war plötzlich still, sachte schaute ich auf ihn hinab, er schien zu schlafen... oder war Ohnmächtig.

Tom nahm mir das Kind aus den Armen, ich wollte protestieren als er ihn einfach neben Julie ablegte, doch da hatte er sich wieder aufgerichtet und zog mich nach oben. Sofort öffnete ich meine Lippen um etwas zu sagen, doch sein Blick brachte mich dazu still zu sein.

Dieses lodern in seinen Augen, es bereitete mir Unbehagen. Mein Herz stockte als mir alles bewusst wurde. Julie, der Werwolf, das Kind. Er hatte uns... mich gerettet.

Hilfesuchend warf ich mich in seine Arme, vergrub mein Gesicht an seiner Schulter und begann haltlos zu schluchzen.

Langsam legten seine Arme sich um meinen Körper und sein Geruch begann mich fast schon schützend zu umnebeln.

Noch immer war mir unklar wie ich noch leben konnte, es war so knapp gewesen... ich hatte solche Angst gehabt.

Wer wusste schon wie lange wir so hier standen. Irgendwann rissen mich Geräusche aus meiner wohl behüteten Kuppel. Erschrocken fuhr ich mit gezückten Zauberstab herum.

Mehrere Menschen traten zu uns und jeder einzelne von ihnen hatte ebenfalls den Zauberstab gezogen, dabei sahen sie sich Prüfend um. Tom griff nach mir und zog mich gegen seine Brust, dabei legte einen Arm um meinen bis zur Gänze Angespannten Körper „Das Mädchen dort sowie das Kind müssen sofort ins St. Mungos", erklärte Tom mit einer ernsten, kalten Stimme.

Die Anwesenden erbleichten bei dem Anblick der beiden verletzten. Der Mann in der Mitte machte eine Handbewegung und sofort machte sich ein jüngerer Mann daran zu den beiden am Boden liegenden zu gehen.

Mein Blick blieb auf jenem heften der den Befehl gegeben hatte „Ich nehme an sie beide haben uns gerufen, mein Name ist Rupert Griffen, ich bis der leitende Auror im Fall des Hogsmeade Werwolfs. - Miss, würden sie bitte den Zauberstab herunter nehmen", bei seinem letzten Satz sah er mich eindringlich an.

Vollkommen überspannt starrte ich in das Ernste Gesicht des Mannes, doch seine Worte schienen einfach keinen Sinn zu ergeben. Tom griff nach meinem Handgelenk und zog es ganz sanft zu sich.

Ohne mich zu wehren ließ ich zu das er mir meinen Zauberstab aus meinen Fingern nahm und diese dann mit den seinen verschränkte, augenblicklich beruhigte ich mich etwas.

Seelenspiegel -Tom Riddle-Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt