Unruhig zog ich die Decke ein wenig höher, mein Atem ging unregelmäßig und meine Augen huschten andauernd durch die Dunkelheit.
Der Mittwoch war noch nicht lange abgebrochen und trotzdem hörte mein Magen nicht auf vor ekelhafter, schmerzhafter Nervosität zu kribbeln.
In den letzen Tagen hatte ich mich voll und ganz darauf konzentriert zusammen mit Caitlin, nach einer genauen Möglichkeit zu suchen ihren Zeitsprung einzugrenzen und seit gestern half ich ihr bei den Trankvorbereitungen, sonst hatte ich entweder gelernt oder mit Lotte nach dem perfekten Streich gesucht.
Müde drehte ich mich auf die Seite, es war noch zu früh um aufzustehen, doch an Schlaf war nicht mehr zu denken.
Dafür schwirrte mir der kommende Neumond die ganze Zeit im Kopf herum.
Mit Tom hatte ich nicht mehr geredet, gekonnt war ich ihm aus dem Weg gegangen, doch er hatte sich keine Anstalten gemacht auch nur in irgendeiner Weise auf mich zu zukommen. Es machte mich fertig, der Gedanke alles einfach zu vergessen.
Es hatte etwas unglaublich beunruhigendes an sich, aber auf der anderen Seite war es auch... Ach ich wusste es ja auch nicht. Ein Teil von mir wollte es irgendwie. Und dann fühlte ich mich auch noch so ausgelaugt wenn ich ihm aus dem Weg ging.
Seufzten drehte ich mich nun auf den Bauch, dachte weiterhin an Tom's dunkle Augen.
Langsam verschwamm die Dunkelheit vor meinen Augen, gespannt hielt ich die Luft an.
Ein kleiner Junge stand barfuß auf Kies, immer wieder wurden Wellen heran gespült und berührte seine Hosenbeine, die sich schon mit der Flüssigkeit vollgesogen hatten.
Dem Jungen war kalt, doch er gab keine Regung von sich, er wirkte auf eine seltsame Weise furchtbar verloren und doch schien er ein festes Ziel vor Augen zu haben.
Einen Moment dachte er, das Misses Cole fuchsteufelswild wäre, wenn sie ihn jetzt sehen könnte. Er hatte sich unerlaubt aus dem Waisenhaus geschlichen und lief jetzt noch barfuß in dieser Kälte am Wasser herum.
Doch ihm war es egal, mit der Zeit wurde es dem kleinen Tom immer gleichgültiger, wenn man ihn bestrafte, selbst wenn man ihn schlug.
Er hatte es aufgegeben, immer und immer wieder zu wiederholen, das er doch gar nichts getan hatte, das er niemanden weh tun wollte, oder das jemandem etwas schlimmes geschah.
Jeder hasste ihn und von Tag zu Tag, spiegelten sich die gleichen Gefühle in ihm wieder, so weniger man ihm glaubte, desto mehr genoss er es nun wenn er mit dieser Kraft die nur er zu haben schien jemanden weh tat.
Er lief weiter, die Felsen wurden immer höher und standen in unregelmäßigen Abständen vor ihm, doch seine schmale Gestalt passte problemlos hindurch, er ging immer weiter, bis er auf den kleinen Höhleneingang traf, den er gesucht hatte.
Etwas ähnliches wie Freude machte sich in dem Jungen breit, er war wieder hier. Kaum zu glauben das so ein toller Ort, in der Nähe dieses verachtenswerten Waisenhauses stand.
Irritiert öffnete ich wieder meine Augen, es schmerzte mich immer wieder wenn ich die Erinnerungen dieses Kindes sah, sie waren jedesmal stark von dieser Gleichgültigkeit und Trauer geprägt.
Aber was hatte mich hinaus gerissen? Leise setze ich mich auf, doch es war lediglich das gleichmäßige Atmen meiner Zimmernachbarn zu hören.
Nein, da war es wieder, ein... Heftig zuckte ich zusammen als etwas auf meinen Schoß sprang und mich leicht mit dem Krallen berührte.
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Seelenspiegel -Tom Riddle-
FanfictionHarry Potter FF| Spielt in Tom Riddles Schulzeit | Hogwarts, dort ist Katharina glücklich. Zusammen mit ihren Freunden führt sie ein nahezu perfektes Leben, ein Alltag, der von Hausaufgaben, Streichen, verbotenen Ausflügen sowie gelegentlichen Rei...
