Vollkommen aufgelöst stolperte ich mehr in den Gemeinschaftsraum, als das ich ging.
Zu meinem Glück schienen die Treppen gemerkt zu haben, das ich heute Abend keine Nerven mehr dafür hatten, im falschen Teil den Schlosses hin geladen zu werden.
Gestresst sah ich mich um, entdeckte Caitlin auf einem der gemütlichen, dunkel blauen Sofas, die bei dem großen breiten Bücherregal gehörten, das unseren Gemeinschaftsraum schmückte.
Kurz überlegte ich, einfach die letzen Treppenstufen hinauf in den Schlafsaal zu gehen und mich in mein gemütliches Bett zu werfen, entschied mich schlussendlich dann aber dagegen und trottete auf meine schwarzhaarige Freundin zu, die vollkommen vertieft in ihre Lektüre war.
Das faszinierendste war jedoch, das als ich mich Charlotte vorsichtig neben sie sinken lies, sie erschrocken zusammen zuckte und hastig das Buch zuklappte.
Mit einer hochgezogenen Augenbraue betrachtete ich sie und lehnte mich in das kuschlige Polster zurück.
Als die registrierte, das ich es war die hier saß, seufzte sie erleichtert auf.
Du bist es nur, erschreck mich doch nicht so.
Meinte sie fast schon mit einem vorwurfsvollem Ton, soweit eine Gedankenstimme überhaupt vorwurfsvoll sein könnte.
Leicht lächelte ich die an "was liest du" will ich wissen und Schlinge die Arme um meinen Brustkorb, Tom hatte mich aufgewühlt. Wieso war ich bloß so töricht gewesen. Ich sollte doch eigentlich am besten wissen, das man ihn nicht reizen sollte.
Meine Sitznachbarin biss sich auf die Lippe und... auch wenn das jetzt seltsam klang, sie erinnerte mich in diesem Moment irgendwie an mich selbe, wie sie leicht ihren Kopf schief legte, in einem inneren Konflikt und dabei ihre Unterlippe zwischen die Zähne zog.
Ein Buch über Zeitschluckauf... es gibt einen Trank, der die Chance, das wenn ich meine Medikamente abstelle, wieder in der Zeit lande, wie ich weggegangen bin. Plus Minus ein paar Wochen.
Erklärte sie unsicher und starrte auf das Buch, das sie auf ihrem Schoß liegen hatte.
Erschrocken sah ich sie an. Sie wollte in ihre Zeit zurück? Okay, blöde Frage, aber... Ich hatte mich schon so sehr an sie gewöhnt, das ich mir Hogwarts kaum ohne sie vorstellen konnte.
Unsicher sah ich sie an "ich verstehe..." Murmelte ich und fuhr mir durch mein wirres Haar. Dann straffte ich meine Schultern "kann ich dir irgendwie helfen?" Will ich dann wissen und lächele das stumme Mädchen an.
Ehrlich strahlte sie zurück Ich weiß noch nicht, aber wenn, gebe ich dir sofort Bescheid.
Sie grinste mich breit an, was ich zaghaft erwiderte. Noch eine weile saßen wir zusammen so da, ich starrte Löcher in die Luft und überlegte was ich nun tun sollte, während Caitlin weiterhin ihrem Buch las.
Irgendwann verabschiedete ich mich und ging in mein Zimmer, mir war wieder eingefallen, das ich ja einen Brief von Dimitri bekommen hatte und ich war wirklich mehr als nur gespannt darauf, was er nach über fünf Jahren von mir wollen könnte.
Seufzend quälte ich mich die letzen Treppenstufen hinauf, die in den Mädchenschlafsaal führte. Ich freute mich schon, im nächsten Jahr würde ich nur mit Marie und Charlotte in ein Zimmer kommen. Nicht das ich die anderen beiden gar nicht mochte, aber mir war es anders trotzdem lieber.
In meinem Zimmer angekommen holte ich mir erst einmal meinen Umgang aus dem kramte ich den schon leicht knittrigen Briefumschlag
Katja,
Ich melde mich aus einem äußerst seltsamen Grund bei dir. Ich habe dich schon sehr lange nicht mehr gesehen, trotzdem traue ich mir noch zu, dich recht gut zu kennen. Deine Mutter sendete mir eine Schreiben zu, das dich sehr interessieren dürfte. Es handelte um eine Hochzeit, von der du sicherlich noch nicht in Kenntnis gesetzt wurdest. Nicht das ich etwas dagegen haben würde dich zu Ehelichen, im Gegenteil, ich und meine Familie würden uns geehrt fühlen, dich bei uns aufnehmen zu dürfen, jedoch bin ich der Meinung, das du ebenfalls etwas dazu hinzufügen solltest.
In Ehren,
dein Dimitri.
Fassungslos starrte ich auf das Pergament, das durfte doch wohl nicht wahr sein. Wut sammelte sich in mir. Bei Merlin, diese Frau brachte mich noch um den Verstand, wieso verstand sie nicht, das ich nicht heiraten wollte.
Okay, so ganz stimmte es nicht, wie jedes andere Mädchen wünschte auch ich mir einen Mann der mich liebte sowie ein kleines Kind, um das ich mich kümmern konnte.
Doch im Gegensatz zu meiner Mutter, und ganz zu ihrem Unmut, war ich fest davon überzeugt, dass das einfach nicht schon alles in meinem Leben sein konnte. Es musste einfach noch mehr geben, ob ich nun eine Frau war oder nicht.
Und ihr Zwang, den sie mir aufdringen wollte, entfernte mich immer weiter von ihrem absurden Vorstellungen.
Mit der unglaublichen Wut in meinem Bauch, erhob ich mich wieder von meinem Bett und eilte zu dem
Fach in dem ich meine Freizeit Tasche, aufbewahrte, die, die ich außerhalb Unterrichts benutze, dort hatte ich auch noch einige Pergament Bögen die ich jetzt gut gebrauchen konnte.
Hastig tastete ich nach dem was ich suchte, das alles wühlte mich einfach nur auf und ich wollte Dimitri wie auch meiner Mutter schnellstmöglich eine Nachricht zukommen lassen.
Verblüfft stellte ich fest, das ich in dem Stress der letzen Tage, ganz vergessen hatte, den Ritual Zauber aus der Tasche zu nehmen, nun wieder etwas ruhiger lies ich meine Augen über die etwas verschmierte Schrift schweifen.
Es wäre so einfach, ich müsste ihm nur am nächsten Donnerstag ausführen und alles wäre vorbei. Einfach so, ohne das ich mir weiterhin Gedanken über das alles machen müsste.
Kopfschüttelnd legte ich den Bogen Pergament in meinen Nachtischrank und sperrte diesen Magisch ab.
Danach zog ich noch ein was anderes meiner Tasche raus. Das Buch über Okklumentik. Wenn ich das Ritual durchführen würde, würde ich das sich diese Lektüre vergessen?
Kopfschüttelnd legte ich den Wälzer zur Seite, ich ließ mich einfach viel zu leicht ablenken, ich musste endlich meiner Mutter erneut mitteilen, das die es mit ihrer Fürsorge übertrieb.
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Seelenspiegel -Tom Riddle-
FanfictionHarry Potter FF| Spielt in Tom Riddles Schulzeit | Hogwarts, dort ist Katharina glücklich. Zusammen mit ihren Freunden führt sie ein nahezu perfektes Leben, ein Alltag, der von Hausaufgaben, Streichen, verbotenen Ausflügen sowie gelegentlichen Rei...
