Kapitel 33 - Lösung?

6.9K 382 46
                                        

Langsam schreite ich durch die Bibliothek, Marie saß an unserem Tisch und lernte für Zaubertränke, ich hingegen suchte ein passendes Buch für alte Runen.

Mit Charlotte verstand ich mich zum Glück wieder, wir hatten lange miteinander gesprochen und ich hatte ihr gebeichtet, das es mir die letzte Zeit schwer viel ein normales Gespräch zu führen ohne jemanden den Kopf abreißen zu wollen. Aber ich erklärte nu hat, das es deprimierender weise daran lag, das ich mich daran versuchte von Tom fernzuhalten.

Tatsächlich fand ich ein passendes Buch und machte mich wieder auf den Weg zu dem Tisch den ich mir mit der Dunkelhaarigen teilte. Dabei viel mir ein für mich unbekanntes Buch auf, das auf meinem Platz lag, verwirrt nahm ich es in die Hand und begutachtete es etwas genauer.

Kräuterkunde

Seltsam. Marie schien mein etwas Planloser Blick aufgefallen zu sein "Tom Riddle hat dir das hier hin gelegt, aber er hat nichts dazu gesagt" erklärte sie locker und wendet sich wieder ihrem Aufsatz zu.

Tom also, was hatte das bloß zu bedeuten? Seufzend schob ich mir meinen Stuhl zurecht und setzte mich hin, dabei sah ich mich nach dem Übeltäter um, doch er war nicht mehr zu sehen.

Seltsam das ich ihn gar nicht gespürt hatte, aber eigentlich hatte ich ja auch alles dafür getan. Es viel mir zwar sehr schwer mich von ihm fern zu halten, doch es hatte wenigstens den gewünschten Effekt.

Mit einem Schweren Seufzer schlug ich das Buch auf, blätterte darin herum und fragte mich was Tom damit bezwecken wollte, mir war klar das er absolut nichts tat, das keinen Grund hatte, was ihn nicht weiter brachte. Doch es interessierte mich sehr welche Ziele er bei Merlins Willen damit verfolgte mir ein einfaches Kräuterbuch auf den Platz zu legten, was auch noch dazu unter meinem Niveau war.

Genervt schlug ich den Wälzer wieder zu, ich würde mich nicht von dem Dunkel Haarigen zum Narren halten lassen. So war ich nicht!

Um mich auf andere Gedanken zu bringen arbeitete ich konzentriert an meinem Aufsatz weiter, achtete einfach auf alles und lies mir selbst gar keine Zeit auch nur an etwas anderes zu denken.

Zum Schluss hatte ich drei Seiten perfekt formuliertes Pergament was ich ohne irgendwelche Bedenken als Hausarbeit abgeben konnte.

Doch leider hieß es jetzt auch, das ich für heute fertig war und ich wusste einfach genau, dass mich jetzt nichts mehr davon abhalten konnte darüber nachzudenken was Tom vorhatte.

Ein kleiner Teil von mir war versucht mich auf ihn zu konzentrieren und zu versuchen von mir aus diesen furchtbaren Fluch zu aktivieren. Aber nein, ich wollte nichts mit all dem zu tun haben, da wäre es ja kontraproduktiv auch noch zu versuchen den Fluch von mir aus zu aktivieren.

Von mir selbst und meinen mehr als nur quälenden Gedanken genervt stand ich auf, in der Stille schabte mein Stuhl unangenehm laut über den Boden. Überrascht sah Marie auf "wo willst du denn hin" fragt sie und legt ihren Kopf leicht schief, was sie irgendwie jünger aussehen lässt, fast schon niedlich.

Kopfschüttelnd sammle ich meine Pergamente zusammen "in unseren Turm, ich will noch meine Sachen hoch bringen, bevor wir zum essen müssen" erklärte ich und unterdrückte ein Gähnen. Nichts tun war manchmal anstrengender als irgendetwas zu arbeiten, das merkte man nach ein paar Stunden in der Bibliothek immer am deutlichsten.

Während ich mich gemütlich streckte  um meine eingeschlafenen Glieder wieder ein wenig leistungsfähiger zu machen nickt mein Gegenüber verständnisvoll "alles klar, ich mach das hier noch grade fertig und dann komme ich nach" erklärte sie und lässt ihren Blick wieder zu ihren Unterlagen wandern die vor ihr verstreut waren und nur darauf zu warten schien von ihr weiterbearbeitet zu werden.

Lächelnd wand ich mich ab und machte mich daran aus der Bibliothek zu kommen. Marie war eine gute Freundin, eine der besten die es gab und ich war wirklich mehr als nur froh, nicht den Überzeugungen meiner Eltern nachzueifern.

Gedankenverloren lief ich den Gang entlang, es war ruhig und beruhigend, ich mochte es, wenn die Korridore nicht voll gestopft mit quasselnden Schülern waren.

Gerade als ich die Stufen der letzen Treppe erklang die ich aufsteigen musste, bemerkte ich genervt wie sie zu knirschen und sich zu bewegen begann "das darf doch wohl nicht wahr sein" regte ich mich auf und schlug gegen das Geländer. Das war doch wie verhext, wortwörtlich.

Wieso passierte das immer mir? Kurz schloss ich meine Augen und versuchte mich zu beruhigen. In dem Moment erklang ein dumpfes Geräusch, das mir ankündigte das die Treppe nun an einem neuen Platz eingerastet war.

Missmutig blickte ich wieder nach oben "na toll" grummelte ich nicht wirklich erfreut. Das war genau das andere Ende von meinem eigentlichen Ziel, kurz spielte ich mit dem Gedanken einfach wieder umzukehren, doch irgendwie hatte ich das Gefühl, das sich das andere Ende auch noch bewegen würde, bevor ich das untere Ende auch nur ansatzweise erreicht hatte.

Also gab ich mich mit oben
Schnauben geschlagen und trat ganz nach oben, es war der 7 Stock, irgendwo hier befand sich das leere Klassenzimmer, in dem Tom und seine Freunde immer ihre geheimen Treffen abhielten, ich erschauderte bei den Gedanken und bemerkte wie sich meine Nackenhaare aufstellten.

Hier in der Nähe war glaube ich ein Geheimgang, aber ich war mir nicht mehr ganz sicher wo genau er hin führte. Entweder in Richtung Küche oder den Verwandlungsklassenraum, ich war viel zu selten hier um das jetzt noch genau sagen zu können.

Nachdenklich lehnte ich mich gegen die Wand und sah dem Treppenabsatz dabei zu, wie er dabei war aus meinem Blickfeld zu verschwinden.

Gedankenverloren zog ich meine Tasche die über meiner Schulter baumelte in eine bequemere Position. Mir viel das Buch wieder ein und ich verfluchte mich selbst dafür, das ich nach dem tatsächlich erfolgreichen Verdrängungsversuch -an dem die Treppen nicht ganz unschuldig waren- jetzt wieder daran, und somit auch an Tom gedacht zu haben.

Über mich selbst die Augen verdrehend zog ich es aus meiner Tasche. Beschäftigte mich wieder mit der Frage was das alles zu bedeuten hatte und schlug es wieder auf. Blätterte Einwendung darin herum.

Jetzt wo ich stand segelte ein Zettel daraus und landete direkt vor meine Füßen.

Einige Momente war ich zu nichts anderem fähig als das fast schon winzig kleine Stück Pergament anzustarren.

Unsicher bückte ich mich ein Stück und griff danach, ob das wohl ebenfalls von Tom war? Vielleicht hatte er mir diesen ja auch durch das Kräuterkunde Buch zukommen lassen. Aber wieso in aller Merlins Namen hatte er ihn mir dann nicht einfach selbst geben können?

Der Grund wurde mir recht schnell bewusst als ich den Zettel in den Fingern hielt und meinen Blick einmal darüber schweigen ließ. Dabei viel mir jedoch noch etwas auf, eine Kleinigkeit, im Moment fast schon unbedeutend. Die Handschrift von Tom, war fast die selbe wie die von Caitlin.

Katharina, wenn du dies hier ließt, lässt du höchst wahrscheinlich nicht all zu viel Zeit verstreichen um das zu finden was du suchst. Ich weiß selbst nicht wieso ich dir diesen Gefallen tue, trotsdessen. In der verbotenen Abteilung in der Bibliothek, findest du wenn du wenn du eintrittst und dich zuerst rechts hältst, das vier Regale lang und dann dort einbiegst ganz hinten bei "Seelenzaubern" ein Buch Namens (Seelenkunde), ich hoffe du besitzt genügend Kenntnisse über diese Runen.  Es gibt noch etwas das zu wissen solltest, dieses Buch ist mit einem Clamor Zauber belegt, gib also acht, du kannst das Buch nicht mit hinaus aus der Bibliothek nehmen. Falls du damit nichts anfangen kannst, der Clamor Zauber wird auch in abgewandelter Form bei Heulern verwendet. Du bist mir etwas schuldig.
TR

Seelenspiegel -Tom Riddle-Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt