Als ich am Abend auf den Weg zum Gemeinschaftsraum war, ließ ich das heutige Gespräch mit Lydia noch einmal Revue passieren.
Ohne zu zögern hatte ich gesagt, dass Tom auf meiner Gefühls Skala die volle Punkte bekam, das verunsicherte mich.
Konnte man dieses Ergebnis überhaupt zählen lassen? Schließlich hatte ich gar nicht darüber nachgedacht, einfach aus dem Bauch hinaus entschieden.
Aber war es nicht genau das, was Gefühle ausmachte, dass man über die nicht nachdenken oder sie suchen musste, sondern das man sie im Herzen einfach wusste?
Pah, nun würde ich schon ganz Philosophisch. Lotte wäre stolz auf mich wenn sie von meinen mehr als nur absurden Gedankengängen Bescheid wissen würde.
Gerade war ich bei Marie gewesen, Madam Winston hatte darauf verzichtet mir zu sagen, dass ich sie nicht besuchen musste, schließlich bekam sie das sowieso nicht mit, momentan war es als würde die schlafen, so tief und fest, dass sie von ihrer Umwelt nichts mitbekam.
Schon wieder zog sich mein Magen unwohl zusammen, ich könnte nicht sagen woher mein schlechtes Gewissen kam, es war einfach da und suchte mich heim.
So gerne hätte ich ihr geholfen, irgendwie, der Gedanke, was geschehen wäre, hätte ich sie an dem Abend dich bloß Begleitet, ließ mich einfach nicht in Ruhe.
Ohne dem Adlerkopf wirklich zuzuhören, nannte ich ihm die Antwort, die ich noch vom Mittag wusste.
Der Anblick des vertrauten Gemeinschaftsraums spendete mir trotz, an keinem Ort im Schloss, außer der Bibliothek, fühlte ich mich so wohl wie hier.
Die in Blau und Bronze gehaltenen Wände spendeten mir einfach Trost, genauso wie die Höhe, Kuppel-Förmige Decke mit den Sternen.
Ich Beschloss mich noch für eine Weile in einen Sessel zu setzen und zu lesen. Momentan war nicht so viel los, also nutze ich meine Chance, bevor der Platz vor dem leise knisternden Kamin besetzt werden würde. Ich liebte diesen Platz einfach, vor mir das warme Feuer und wenn ich mich entspannen wollte konnte ich meinen Kopf in den Nacken legen und die Sterne betrachten.
Mike hatte unrecht gehabt als er in meinem ersten Jahr gesagt hatte, Astronomie wäre Sinnlos. Denn Sterne waren wunderbar, weshalb ich auch die nächtlichen Stunden liebte, die wir auf dem hohen Turm verbrachten.
Überrascht zog ich meine Augenbrauen zusammen, dieser Gedanke war neu, sofort lächelte ich leicht. Es waren schöne Momente, in denen mir einfach Dinge einfielen die ich so selbstverständlich dachte.
Kopfschüttelnd betrachtete ich wieder das Buch in meinem Schoß, es war interessant, es handelte von Magie. Magische Rituale, die nur mit Liebe funktionierten. Die Liebe einer Mutter, die ihre Lieben retten konnte oder die Liebe von Gefährten. Es gab so vieles, das nur funktionierte wenn man es mit dem Herzen tat.
Ein zittern durchlief meinen Körper als ich mich ausgiebig strecke, mein Kopf war einfach zu voll für einen Tag.
Immer rasten meine Gedanken hin und her, zwiegespalten zwischen dem Schulstoff, den ich mir mehr als alles andere ansah, um nicht allzu viel denken zu müssen, dann zu Tom, den ich einfach nicht verdrängen konnte und schließlich immer wieder zu Marie, die in einem steinernen Koma im Krankenflügel lag.
Es war zum verrückt werden. Stur heftete ich meinen Blick zurück auf das Buch, um mich wenigstens jetzt noch ein bisschen ablenken zu können, spätestens dann, wenn ich versuchte zu schlafen, würden all die unerwünschten Gedanken und Horror Szenarien sowieso in mir ausbrechen.
Irgendwann bemerkte ich, dass etwas anders war, müde schaute ich auf. Lotte saß auf dem Sofa neben meinem Sessel und betrachtete mich "du siehst unglaublich fertig aus" berichtete sie mir ohne auch nur eine Miene zu verziehen.
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Seelenspiegel -Tom Riddle-
Hayran KurguHarry Potter FF| Spielt in Tom Riddles Schulzeit | Hogwarts, dort ist Katharina glücklich. Zusammen mit ihren Freunden führt sie ein nahezu perfektes Leben, ein Alltag, der von Hausaufgaben, Streichen, verbotenen Ausflügen sowie gelegentlichen Rei...
