Nachdenklich saß ich in der Bibliothek und blickte fasziniert aus dem Fenster.
Wie von selbst war ich nach meinem Eintreten von einem bestimmten Platz angezogen worden.
Seltsamer Weise kam er mir vertraut vor, ähnlich wie mein Zauberstab, was eigentlich vollkommen absurd war.
Charlotte so wie auch Marie waren die Ferien über Hause gefahren, auch wenn ich den Rotschopf dazu fast hätte zwingen müssen, mehrmals hatte sie mich gefragt, ob dies auch wirklich in Ordnung für mich wäre.
Immer noch starrte ich vertieft nach draußen auf den zugefrorenen See, ob er mein Gewicht wohl tragen würde?
Ein scharrendes Geräusch erklang, als jemand den zweiten Stuhl der an meinem Tisch stand nach hinten rückte, um sich Wortlos darauf nieder zu lassen.
Nur mäßig überrascht schaute ich auf, es war der Junge den ich auch schon in der Nach meiner Rückkehr begebet war. Auf seinem grünen Roben prangte das Zeichen der Vertrauensschüler.
Mit leicht schief gelegten Kopf betrachtete ich ihn, er tat es mir gleich. Wie dunkel seine Augen doch waren.
Leicht musste ich Lächeln, nun wand er seinen Blick ab und zog einen Stapel Pergament aus seiner Tasche, den er mir hinüber reichte "Das ist alles was wir während deiner Abwesenheit im Unterricht durchgenommen hatten", erklärte er mit nüchternstem Tonfall.
Erstaunt blickte ich ihn an "Danke", murmelte ich leicht überrumpelt und blätterte die Papiere grob durch.
Seine Schrift war geschwungen und gut leserlich "Wenn du möchtest", begann er, irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es ihm widerstrebte seine nächsten Worte auszusprechen "Gehe ich alles mit dir durch", bot er mir höflich an, danach lächelte er charmant.
Noch ein wenig mehr überrascht als zuvor schaute ich wieder zu ihm auf "Das musst du nicht tun" versuchte ich zu erklären.
Ohne das ich etwas in seiner Mine lesen konnte sah er mich an "Das ist mir bewusst", stellte er fest.
Noch einmal sah ich zu dem Berg an Unterlagen, irgendwie widerstrebte es mir seine Hilfe anzunehmen, dennoch nickte ich unsicher "Das ist sehr freundlich von dir" bedankte ich mich.
Er nickte nur. Dann fiel mir noch etwas ein "Wie ist eigentlich dein Name", wollte ich neugierig in Erfahrung bringen.
Seine Mundwinkel zucken und ich glaubte, das er mit einem Lächeln im Gesicht sicherlich noch viel schöner wäre, als er es jetzt schon war "Tom Riddle" erklärte er, nun wieder mit vollkommen ausdrucksloser Mine.
Immer noch interessiert musterte ich ihn "Tom das Rätsel" murmelte ich, ohne es verhindern zu können, waren mir die Worte entwicht, sofort spürte ich eine unangenehme Wärme in meinen Wangen.
Für einen kleinen Moment sah er recht ratlos aus, als hätte er meine Reaktion nicht erwarten können. Das brachte mich zum kichern.
Wieso verhielt ich mich plötzlich so anders, als ich ich es bisher getan hatte, seit ich mich erinnern konnte, wollte ich immer vor allem zurückschrecken. Jetzt hingegen, hatte ich nicht das geringste Bedürfnis dazu "Fangen wir an?", frage ich vergnügt nach.
Irgendwie schien er nun ein wenig entspannter zu sein, als noch vor wenigen Momenten, ich kann nicht ganz sagen weshalb ich diesen Eindruck habe, doch etwas sagt mir das mein Gefühl sich nicht täuscht.
Nickend beugt er sich leicht nach vorne und wir begannen. Es schienen Stunden zu vergehen in denen er Blatt für Blatt alles mit mir durch ging.
Wie ich schon zuvor festgestellt hatte, viel mir Zaubertränke recht leicht, tatsächlich schien ich vieles was Tom auf den Pergament Bögen notiert hatte, schon vor dem Unterricht gelernt zu haben.
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Seelenspiegel -Tom Riddle-
FanfikceHarry Potter FF| Spielt in Tom Riddles Schulzeit | Hogwarts, dort ist Katharina glücklich. Zusammen mit ihren Freunden führt sie ein nahezu perfektes Leben, ein Alltag, der von Hausaufgaben, Streichen, verbotenen Ausflügen sowie gelegentlichen Rei...
