Am morgen war ich überraschend gut aus dem Bett gekommen und das obwohl ich noch lange gelesen hatte. Also nutze ich die Zeit und machte mich gemütlich fertig, bis ich Maries Wecker sah, den sie am Abend noch aus ihrem Koffer gekramt hatte. Kurz dachte ich an das Kapitel "Töne und Laute" aus dem Buch Trickzauber für Anfänger. Es war Eines der ersten Kapitel, die ich über Nacht gewälzt hatte.
Überlegend nahm ich den Wecker in meine Finger, drehte ihn hin und her. Ich hatte nur noch wenige Minuten Zeit. Ein fieses Grinsen schlich sich auf mein Gesicht.
Bevor ich meine Lippen dabei bewegte, übte ich die Bewegung ein paar mal aus, um den Zauber zu testen. Es waren mehrere Wörter und ich bezweifelte, dass es funktionierte, ob es jetzt für Anfänger war oder nicht. Danach stellte ich den Muggelgegenstand wieder hin, als wäre nichts gewesen, fast hätte ich noch unschuldig vor mich hin gepfiffen.
Ordentlich band ich meine Blau, Bronze Farbende Krawatte, als es auch schon los ging. Es war Ohrenbetäubend, nicht der Klang, sondern die Lautstärke. Es war ein unglaublicher Krach, sodass wahrscheinlich noch die Nachbarzimmer wach wurden, vielleicht auch der ganze Rawenclav Turm. Nacheinander setzten sich alle in ihren Betten auf, zuerst Marie, die aus dem Bett viel und zum Schluss Corinna, die wohl einen ziemlich festen Schlaf hatte.
Nora sah aus, als wollte sie mich umbringen, so bitterböse blickte sie mich aus ihren dunkelbraunen Augen an. Charlotte hingegen fand es, nachdem sie den ersten Schock überwunden hatte, ebenfalls ziemlich lustig.
Marie war jedoch ein wenig mürrisch, als wir uns auf den Weg zur großen Halle machten "Ich geb dir nicht mehr freiwillig ein Buch in die Hand.", grummelte sie und spielte darauf an, dass sie mir das Buch ausgesucht hatte, weil ich mich nicht hatte entscheiden können.
Meine gute Laune war auf jeden Fall für heute gesichert. Da konnten auch die Slytherins in der ersten Doppelstunde nichts ändern. Vor allem, weil es die erste Stunde Verteidigung gegen die Dunklen Künste bei Professor Merryghouth war.
Beim Frühstück viel mir ein, dass ich einen Brief an meine Eltern verfassen musste, sie würden sicherlich erbost sein, wenn ich es nicht tat. Nachdenklich kaute ich auf einem Stück Brot herum.
Mike tippte mir in die Seite. "Was ist los, du fast Hutklemmer.", fragte er und grinste verschmitzt.
Böse sah ich ihn an "Der Spitzname ist bescheuert.", ließ ich ihn wissen und zupfte mir genervt an einer Haarsträhnen herum.
Er seufzte theatralisch "Wie war noch mal dein Name.", fragte er und klimperte unschuldig mit den Wimpern.
Ungläubig sah ich ihn an, na gut, ich konnte nur ja auch nicht alle Namen merken "Katharina.", gab ich Naserümpfend zurück.
Er setzte eine überlegende Mine auf "Hmm.", schien er zu überlegen und legte eine künstlerische Pause an "Catherine.", murmelte er und zog konzentriert seine Augenbrauen zusammen.
Ich verdrehte die Augen, er tat ja fast so, als wäre mein Name ein unüblich und schwer auszusprechen. "Ka-tha-ri-na.", sprach ich deutlich "Tu nicht so, als wäre dir der Name nicht geläufig.", schimpfte ich, musste aber lächeln, auch wenn ich verkrampft versuchte, es mir zu verkneifen.
Mike runzelte die Stirn "Okay.", meinte er gedehnt "Da muss ein Spitzname her.", erklärte er "Sonst kann ich dich nicht in unseren Kreis aufnehmen.", erklärte er mit vor der Brust verschränkten Armen und sah dabei vollkommen ernst aus.
Ich begann, laut zu lachen und beugte mich vor, um nicht rücklings von der Bank zu fallen "Welchen Kreis denn bitte.", kicherte ich und bekam Tränen in die Augen. Als ich mich ein wenig beruhigt hatte, fügte ich noch hinzu "Meine Eltern nennen mich Katja.", während ich das sagte, ignorierte ich seinen beleidigten Gesichtsausdruck.
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Seelenspiegel -Tom Riddle-
FanfictionHarry Potter FF| Spielt in Tom Riddles Schulzeit | Hogwarts, dort ist Katharina glücklich. Zusammen mit ihren Freunden führt sie ein nahezu perfektes Leben, ein Alltag, der von Hausaufgaben, Streichen, verbotenen Ausflügen sowie gelegentlichen Rei...
