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Kapitel 77 - Geschenke

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Tatsächlich war ich ein wenig nervös als ich an unserem Treffpunkt ankam. Auch jetzt trug ich ein Kleid, wieder blau, diese Farbe war vorherrschend in meinem Kleiderschrank.

Lange musste ich auf Tom nicht warten, es war keine Regung in seinem Gesicht zu erkennen, höflich nickte er mir zu. Schon jetzt war mir klar, das ich ihn heute unbedingt wieder lächeln sehen wollte. Und wenn ich ihn dafür kitzeln würde müssen.

Ich war Glücklich, jetzt in diesem Moment wollte ich nirgendwo lieber sein als hier.

Tom steuerte wieder auf das gleiche Café zu, in dem wir auch schon das letzte Mal gewesen waren.

In Gedanken versuchte ich mir auszumalen, was er wohl von meinem Geschenk halten würde, doch egal wie viel Fantasie ich dafür einsetzte, ich musste mir eingestehen, das es einfach unmöglich war, eine Reaktion von Tom vorauszusehen. Er war einfach ein Rätsel.

Nachdenklich beobachtete ich ihn als wir uns gegenüber saßen "wie hast du mich gestern Nacht gefunden" will ich wissen.

Er schaute nicht überrascht über meine plötzliche Frage aus "ich habe die Gedanken von Petrov gelesen" okay... sollte mich das jetzt beunruhigen? Wahrscheinlich schon.

Langsam nickte ich "machst du das öfters, einfach die Gedanken von anderen lesen" harkte ich zaghaft nach und blickte ihn mit schräg gelegten Kopf an.

Einen Moment schien er zu übergehen, vielleicht wägte er ab ob es sich lohnte mir die Wahrheit zu sagen "gelegentlich" erwiderte er ohne mit der Wimper zu zucken.

Das brachte mich dazu die Stirn zu runzeln "nicht besonders nett" es war wirklich nicht so, als ob Tom wirkte, als  wäre er auch nur im entferntesten nett.

Seine Mundwinkel zuckten "Nein, ist es wohl nicht" mich beschlich das Gefühl, als wollte Tom irgendein Spiel spielen, doch ich wurde nicht schlau daraus.

Die Kellnerin unterbrach uns mit einem freundlichen Lächeln und der Frage nach unserer Bestellung.

Tatsächlich hatte noch keiner von uns wirklich Hunger, also blieben wir bei Getränken.

Dann wand ich mich wieder nachdenklich meinem Gegenüber zu und spitze die Lippen "kannst du auch Okklumentik" will ich wissen und beuge mich ich gespannt nach vorne.

Er nickt nur knapp mehr scheint er dazu nicht sagen zu wollen.

Das treibt meine Neugierde nur noch voran "hast du es dir selbst beigebracht? Wie hast du das geschafft" will ich hartnäckig wissen.

Wieder scheint er zu überlegen "sagen wir es so, meine Abneigung dagegen, das irgend jemand in meine Gedanken eindringt ist sehr groß" erklärte er ausweichend. Spätestens jetzt wurde mir klar, das Tom wohl einige Geheimnisse hatte.

Tief holte ich Luft, "ist ja jetzt auch egal, wollen wir... hm... Ich würde dir gerne mein Geschenk geben" was sollte ich nur tun wenn es ihm nicht gefallen würde.

Er nickte nur und hielt mir etwas hin.

Gerührt nahm ich das kleine Päckchen entgegen "du hättest mir nichts schenken müssen Tom, ich weiß doch wie sehr du Weinachten hasst" murmelte ich immer noch etwas neben mir.

Kurz schmunzelte er, das war wie Musik in meinen Ohren "nun, hätte ich es nicht gewollt, hätte ich es dir nicht gegeben. Du bist schlichtweg einfach der erste Mensch Rina, dem ich etwas schenken möchte" erklärte er langsam, als wäre es das natürlichste auf der Welt.

Ich presste meine Lippen aufeinander, zu gerne hätte ich ihn danach gefragt, wieso er so ist wie er ist, wie er bloß so geworden?

Auch ich gab ihm nun mein kleines Päckchen.

Dann wand ich mich meinem zu. Mein Herz schlug  schneller, er hatte mir wirklich etwas Geschenk.  Vorsichtig öffnete ich es, was ich sah, verschlug mir fast den Atem. Eine lange silberne Kette mit einem kleinem Amulett daran, der Anhänger war oval und in der Mitte funkelte ein roter... Stein? Spachte strich ich darüber. Alles war in Silber gehalten nur um den Stein herum, waren noch Verzierungen in der Fassung. Staunend betrachtete ich es.

"Gefällt er dir?" Schreckte Tom's stimme mich aus meinen Gedanken.

Blinzelnd schaute ich zu ihm auf "das ist wunderschön" murmelte ich verlegen, jetzt fühlte ich mich noch dümmer mit der kleinen anstecken Skulptur.  "Aber die war doch sicherlich sehr teuer" ich spürte wie meine Wangen ganz warm wurden. Ich wollte nicht das Tom so viel Geld für mich ausgab.

Unsicher schaute ich meinem Gegenüber in die Augen, er schüttelte den Kopf "mach dir darüber keine Gedanken, ich habe sie zum großen Teil selbst gemacht" erklärte er.

Wieder schaute ich staunend ich die Schatulle, es war wunderschön, gleichzeitig irgendwie schlicht aber gleichzeitig auch auffällig wegen dem kleinen roten Stein. Wieder berührte ich ihn. Das war kein Stein, es fühlte sich eher wie ein ...Kristall an. Ich runzelte meine Stirn "was ist das für ein Kristall" will ich also wissen und schaue ihn fragend an.

Er scheint zu überlegen "das kann ich dir nicht sagen" meinte er nur und es schien nicht so, als wolle er noch etwas hinzu fügen.

Verwirrt blinzelte ich ihm entgegen und lege meinen Kopf leicht schief "und warum nicht" harkte ich also nach.

Er schien zu überlegen "du erinnerst dich an das Gespräch das wir hatten. Das du mich gehasst hast, bevor deine Erinnerungen verloren gegangen sind. Dieser Kristall hat etwas damit zu tun" erklärte er ruhig.

Ein wenig perplex starrte ich ihn an "okaaay" erwiderte ich angezogen "belassen wir es einfach dabei. Ich liebe dieses Amulett auf jeden Fall" strahlte ich ihn an. 

Seine Mundwinkel zucken und ich sehe das auch er sein Geschenk in den Händen hält und es auch nun wieder anblickt "ich weiß, nichts besonderes, ich dachte nur..." Begann ich, doch Tom unterbrach mich.

Überrascht schaute ich zu ihm "es ist perfekt" ist das einzige was er sagt und ich spüre das mir ganz warm wird.

Seelenspiegel -Tom Riddle-Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt