Der Morgen begann definitiv zu Früh. Im Gegensatz zu Charlotte kam ich eigentlich Recht gut mit wenig Schlaf aus, da ich ja des öfteren meine Nächte anstatt mit schlafen, damit verbrachte den verbotenen Wald als Fuchs heimzusuchen. Doch als mein Wecker dann um 10 Uhr klingelte hätte ich ihn am liebsten gegen die nächste Wand gehext.
Stöhnend setzte ich mich auf, das durfte doch wohl nicht wahr sein. Immer noch lieber schlafend als wach schaute ich mich um.
Charlotte ließ sich von dem Wecker nicht störend, friedlich schlummerte sie einfach so weiter und ich beneidete sie um dieses Talent. Für einen Moment spielte ich mit dem Gedanken sie einfach weiter schlafen zu lassen, schließlich war gestern nicht nur für mich, sondern auch für sie ein ereignisreicher Tag gewesen, nachdem sie viel zu verarbeiten hatte.
Aber sie würde mich wohl verhexen wenn ich sie nicht aufweckte, sie liebte die Hogsmeade Wochenenden wirklich sehr und würde freiwillig keinen ausfallen lassen. Also griff ich nach dem Zauberstab der unter meinem Kissen lag und richtete ihn auf meinen Wecker „decem vicibus maiore" murmelte ich und tippte auf den Wecker.
Gerne hätte ich mir die Ohren zugehalten, gespannt sah ich zur Charlotte die sich schreiend aufsetzte und ihre Hände auf die Ohren presste „Mach das aus!", kreischte sie laut und versuchte den Lärm zu übertönen den mein, beziehungsweise Maries Wecker gerade von sich gab.
Mir der Tatsache bewusst, dass sie nun wach war tippte ich den Wecker erneut an. Stille. Nur Charlottes lauter Atem hallte durch den Raum „Ich bin wach", grummelte sie und ließ sich wieder nach hinten fallen, um sich ihr Kissen über den Kopf zu ziehen „Ich will schlafen", rief sie dann, doch die Laute wurden durch den Stoff vor ihrem Mund gedämpft.
Ich hatte kein schlechtes Gewissen, schließlich wäre das Theater, wenn ich sie in Ruhe gelassen noch viel schlimmer gewesen. Also seufzte sie nur „Ich auch, glaub mir. Doch wenn du heute noch in das Dorf magst, solltest du dich so langsam fertig machen", erklärte ich ihr und streckte mich ausgiebig, heute würde ich Kaffee benötigen, viel Kaffee.
Sorgen darüber das wir kein Frühstück bekommen würden, weil es schon so spät war machte ich mir keine. An Hogsmeade Wochenenden gab es bis 12 Uhr Frühstück, und dann für die, die im Schloss blieben um 14:00 wieder Mittagessen.
Da ich eher bereit war aufzustehen schleppte ich mich als erste ins Bad um zu duschen, meine Zahnbürste nahm ich gleich mit, damit ich mich beeilen konnte.
Danach trat ich nur mit einem Handtuch um mich gewickelt zurück in mein Zimmer. Tatsächlich lag die rothaarige immer noch in ihrem Bett, das Kissen wieder unter ihren Kopf und das Gesicht zu Seite gedreht.
Da ich keine Lust hatte noch zehn Stunden zu warten trat ich neben sie und wrang meine Haare aus. Sie quietsche erschrocken „Oh Merlin, bei spuckenden Wasserspeier KATE!", schimpfte sie und sprang aus ihrem Bett um von dem nassen Laken fort zu kommen.
Leise schmunzelte ich in mich hinein und mit einem Schwung meines Zauberstabes kam das Wasser wieder aus ihrem Bett und verpuffte in der Luft. Lotte verdrehte ihre Augen „Du bist eine gruselige Angeberin, das solltest du gar nicht können", schmollte sie und fuhr sich durch ihr rotes Haar.
Keck grinste ich sie an „Los, mach dich endlich fertig", scheuchte ich sie lachend und war kurz davor sie ins Badezimmer zu zerren.
Doch sie tat mir den Gefallen und trat Freiwillig ein „Ist ja schon gut", meinte sie nur und machte eine beschwichtigende Handbewegung, die mich wohl ruhiger stimmen sollte.
Während sie sich auszog suchte ich mir aus meinem Schrank geeignete Kleidung, da es mittlerweile wieder etwas wärmer war, entschied ich mir für eine dünne weiße Strumpfhose, sowie einen hell braunen Faltenrock, der den Schulröcken nicht unähnlich war, sowie eine schwarze Bluse.
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Seelenspiegel -Tom Riddle-
FanfictionHarry Potter FF| Spielt in Tom Riddles Schulzeit | Hogwarts, dort ist Katharina glücklich. Zusammen mit ihren Freunden führt sie ein nahezu perfektes Leben, ein Alltag, der von Hausaufgaben, Streichen, verbotenen Ausflügen sowie gelegentlichen Rei...
