Nach meinem Gespräch mit Julie war mir für Lust auf Nachtisch irgendwie vergangen. Trotzdem beschloss ich, mich jetzt nicht einfach verkriechen zu können und schlich zurück zum Speisesaal. Ohne mein Zutun, wanderte mein Blick zum Tisch der Schlangen, als ich die große Halle wieder betrat.
Alles war wie an jedem anderen Haustisch auch. Sie aßen, redeten, lachten.
Nur bei Tom nicht, um ihn herum wurde nur leise gesprochen, außerdem war rechts und links von ihm, jeweils noch so viel Platz, dass auf beiden Seiten noch ein Schüler hingepasst hätte.
Siehst du es jetzt endlich ein? Siehst du ein das etwas nicht mit ihm stimmt, dass er gefährlich ist?
Die Stimme klang Ernst, weder gehässig noch streng. Tom hob seinen Blick, von hier aus wirkten seine Augen fast schwarz, so dunkel waren sie.
Er hob eine Augenbraue, als wolle er mich fragen was los sei. Und ich, ich war schlichtweg überfordert, also zuckte ich mit den Schultern und wand ruckartig meinen Blick ab, um wieder zu Charlotte zu gehen.
Der Hauptgang war wohl schon längst von allen Tischen verschwunden und der Nachtisch war ebenfalls schon gut vergriffen.
Triumphierend hielt Lotte mir ein Glas mit einer rosanen Substanz und mehreren Himbeeren darin und darauf entgegen "ich hab es mit meinem Leben verteidigt" verkündigte sie mir stolz, dann wurde sie schlagartig Ernst "was ist passiert, du siehst aus als wärst du einem Tollwütigen Drachen begegnet" besorgt musterte sie mich.
Was sollte ich darauf schon erwidern "nichts eigentlich" grübelnd fuhr ich mir durch meine Locken "es ist nur so, dass ich irgendwie in letzet Zeit immer mehr den Eindruck habe, als würde ich den Überblick verlieren" erklärte ich ehrlich und schob das Dessert vor mich.
Wieder stellte ich mir die Frage, was war bloß vor drei Tagen geschehen? Wieso erinnerte ich mich nicht?
Mir war schon der Gedanke gekommen, dass ich vielleicht mit einem Oblivate belegt worden war. Doch ich war ja nur mit Tom zusammen gewesen und... das würde er mir ja wohl nicht antun... oder?
Alles andere als überzeugt musterte Charlotte mich "bald kommt der Trank für die Versteinerten" wechselte sie dann ganz plötzlich das Thema.
Sofort lächelte ich leicht "ja ich weiß" bei dem Gedanken daran, wurde mir das Herz etwas leichter. Noch immer träumte ich ab und zu von dem grauenvollen Abend, als ich sie gefunden hatte. Erstarrt, eiskalt, völlig leblos.
Mit einem seufzten erschauderte ich. Ich sollte mich heute nicht so hinunter ziehen lassen. Alles war gut, Marie würde bald aufwachen und was Tom betraf... Nun gut, dass war ein Thema für sich.
Apropos, als ich wegen eines seltsamen prickelnd auf meiner Haut aufschaute, begegnete ich Tom's starren Blick. Er schien meine, zugegeben heute Abend etwas seltsame Verhaltensweise sofort bemerkt zu haben.
Einige Momente starrte ich ihn an. Wieso brachten mich Julies Worte so zum grübelnd?
Weil du es tief in dir weißt. Du weißt alles, willst es aber nicht wahr habe .
Was sollte ich wissen? Schmerzhaft begannen meine Schläfen zu pochen. Leicht verzog ich mein Gesicht und wand meinen Blick von Tom ab. Ich war mir sicher, er würde mich recht bald auf mein ungewöhnliches Benehmen ansprechen. Und was sollte ich dann sagen? Ich war nachdenklich, eine Freundin von mir hat deine Freunde belauscht wie sie von dir gesagt haben, das du gern andere Leute folterst? Wohl eher nicht, ich hatte die Vermutung, dass dies nicht ganz so gut ankommen würde.
Aus dem Augenwinkel sah ich wie Lotte ihren Teller, auf dem zuvor ein Berg voller Obst gewesen war von sich schob "fertig" fragte ich. Innerlich hoffte ich auf eine Zustimmung, denn ich baut darauf mit ihr verschwinden zu können, die rothaarige hatte ein Talent darin, wenn es darum ging mich abzulenken.
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Seelenspiegel -Tom Riddle-
Fiksi PenggemarHarry Potter FF| Spielt in Tom Riddles Schulzeit | Hogwarts, dort ist Katharina glücklich. Zusammen mit ihren Freunden führt sie ein nahezu perfektes Leben, ein Alltag, der von Hausaufgaben, Streichen, verbotenen Ausflügen sowie gelegentlichen Rei...
