Kapitel 17 - Projektende

8.5K 460 20
                                        

Erst am Morgen betrat ich wieder das Schloss, schnell wollte ich mich in den Schlafsaal aufmachen, bevor jemand bemerken konnte, dass etwas mit mir nicht stimmte. Davor fürchtete ich mich wirklich, leicht paranoid schaute ich mich nach jedem Schritt um und konnte dabei kaum mein breites Grinsen verbergen.

Charlotte kam mir entgegen, empört stemmte die ihre Hände in die Hüften als sie mich erblickte "Katharina" zischte sie und ich zuckte zusammen, es hatte wirklich nie etwas Gutes zu bedeuten, wenn sie mich bei meinem ganzen Namen nannte, mir wollte noch nicht einmal einfallen wann sie dies zum letzten Mal getan hatte, seit ich meinen Spitznamen hatte, rief sie mich wirklich immer so.

Ihre Wut war ja irgendwie nachzuvollziehen, wahrscheinlich wäre ich auch sauer auf mich, mehr als nur sauer, doch dazu war ich doch ein wenig zu gut gelaunt.

Entschuldigend sah ich ihr entgegen und zog meinem Kopf ein "Hi Lotte" grüßte ich sie mit einem Zuckersüßen Lächeln und versuchte diese unangenehme Situation irgendwie zu verbessern, ohne dass ich allzu viel Schaden dabei zog, sie konnte nämlich wirklich ziemlich gut ausrasten.

Die rothaarige seufzte laut und theatralisch auf "du bist wirklich eine wandelnde Katastrophe" lässt die Rothaarige mich ungerührt Wissen und kommt ohne zu zögern wieder mit mir zurück in den Ravenclaw Turm. Es erstaunt mich dass sie es einfach so abtat und ich vermutete sofort eine Harken dahinter.

Aus dem Augenwinkel betrachte ich sie "ich weiß, ich bin reichlich spät" gebe ich unsicher zu und hoffe, dass sie mich gleich nicht verflucht oder so, zutrauen würde ich es ihr, sie hatte viel Talent in Verwandlung, auch wenn wir dort momentan noch nur an Gegenständen probten, traute ich ihr das irgendwie zu.

Jetzt schnaubt sie uns verschränkt ihr Arme vor der Brust "spät" echot meine Freundin empört "ich hab mir schon Gedanken gemacht als du heute Morgen nicht im Schlafsaal warst. Dann bin ich extra hoch in den Turm der grauen Dame -jetzt hasst sie mich- und dann warst du noch nicht einmal dort! Du kannst dir nicht vorstellen was ich mir für Sorgen gemacht habe" schimpfte sie wild drauf los und machte ihren Roten Haaren alle Ehre.

Kurz schweige ich, weil ich nicht weiß was ich darauf erwidern soll, als wir schließlich einen völlig leeren Gang erreichen greife ich nach ihrem Arm und beuge mich zu ihr "ich habe mich über Nacht in einen Animagus verwandelt" erkläre ich ihr flüsternd und schaue ihr bedeutungsvoll in die hellen günen Augen.

Erschrocken erwidert sie meinen Blick und schüttelt ungläubig ihren Kopf "Nein" haucht sie leise mit geweiteten Augen, er Schock ist ihr deutlich in das schöne Gesicht geschrieben. Ich liebe es Dinge zu können die andere mir nicht zutrauen.

Breit grinse ich meine Zimmernachbarin an "doch, und es ist alles gut gelaufen" fuhr ich fort und hätte in die Luft springen können, es war einfach so ein gutes Gefühl.

Eine ganze Weile sagt sie nichts, betrachtete mich einfach nur und ist offensichtlich Sprachlos, ihr starren verunsichert mich ein wenig, sollte ich eventuell beleidigt sein, das sie mir dies so wenig zugetraut hätte? Dann teilten sich ihre Lippen doch noch "ich dachte wir hätten uns damals darauf geeinigt dass das illegal und gefährlich ist" harkt sie argwöhnisch nach.

Seit wann war sie so ein Moral Apostel, bei Merlin und Morgana, ich hätte es sicherlich nicht versucht wenn ich mir auch nur ein wenig unsicher gewesen wäre, als eine beste Freundin sollte sie dies eigentlich auch wissen „das war deine Meinung" erwiderte ich scharf „aber alles war gut, es war mehr als gut... fantastisch" immer noch ungläubig über das erlebte hob ich meine Hände und versuchte ihr etwas begreiflich zu machen, das ich selbst ja kaum verstand.

Trotzdem wirkte sie nicht wirklich überzeugt "bist du dir sicher. Hast du nicht noch einen Rattenschwanz oder Katzen Ohren" will sie dann wissen und greift mit ihren Fingerspitzen in mein Haar, schieb sachte und so vorsichtig meine Locken beiseite als würde sie tatsächlich erwarten das dort noch etwas von meiner Verwandlung zurück geblieben wäre, dabei ziert ein verschmitztes Lächeln ihre Lippen.

Seelenspiegel -Tom Riddle-Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt