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Kapitel 162 - Heimkehr

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Mit leerem Blick starrte ich aus dem Fenster, gefangen in meinen eigenen Gedanken bekam ich kaum mit, was um mich herum geschah.

Immer wieder schossen mit Fetzen aus dem Gespräch mit Tom in den Kopf und es war schier unmöglich mich wieder von diesen zu lösen.

Es war als würde ich verschiedene Momente immer und immer wieder durchleben.

Der Kuss, die Ohrfeige, seine Worte dass er mich niemals Lieben würde, alles was ich mir ihm gegenüber eingestanden hatte und schlussendlich auch, der Abschied.

Seit diesem Abend befand sich mein Körper in einem seltsamen Stadium, eigentlich war ich ruhig und gefasst, aber auch gleichzeitig vollkommen zerrissen und verloren.

Mein Herz wog schwer und eines wusste ich genau, selbst wenn wir niemals mehr zueinander finden würden, keinen anderen würde ich jemals auch nur annähernd so intensiv Lieben können wie ihn.

Diese tiefe Zuneigung die ich ihm gegenüber empfand war mehr als ich jemals würde in Worte fassen können, mehr als nur Liebe.

Er wolle sich etwas überlegen hatte er gesagt. Aus seiner Sicht war es nicht zu Ende, das war mir bewusst.

Doch wenn er nicht zu der Überlegung kam, mich einzubeziehen, würde ich das nicht mehr können.

Ich wollte ihn nicht fortstoßen. Doch ich konnte mich nicht unterordnen.

Es war nicht so als hätte ich mit diesem Gedanken nicht schon gespielt, wie ich mir sehr zu meiner Scham eingestehen musste.

Des Öfteren hatte ich mich in letzter Zeit gefragt, ob es denn wirklich schlimm wäre. Es war ja nicht so als ob er versuchen würde mich zu unterdrücken oder etwas in der Art, so etwas zu behaupten wäre ihm gegenüber ungerecht.

Jedoch, wenn alles so bleiben würde wie es war, würde ich damit leben müssen, dass er mich oftmals in dunklen lassen würde, dass er manchmal Entscheidungen treffen würden die mich betrafen und noch nicht einmal etwas mitbekommen würde.

Tom hatte etwas dunkles an an sich. Damit meinte ich nicht die Art von Magie für die er sich Interessierte, das was ich meinte bezog sich auf seine Seele.

Mein Grundsatz war es, dass es weder Schwarz, noch Weiß gab.

Alle Menschen waren Grau, es existierte nur Grau, jedoch in unzählbaren Schattierungen, und Tom's Schattierung war sehr dunkel.

"Ich weiß du bist im Moment mit anderem beschäftigt, doch ich möchte das du weißt, dass ich dich vermissen werde.", hörte ich die leise Stimme meiner besten Freundin.

Mein zuvor ins leere gerichteter Blick wand sich zu der schönen Rothaarigen die mich betrübt anblickte. Ohne sie wäre ich in den letzen Wochen in Abertausende Scherben zersprungen.

Auch wenn mich jede Sekunde zu quälen schien, so linderte sie meine Inneren Schmerzen dennoch. "Ich werde dich auch vermissen Lotte.", erwiderte ich ernst mit vom wenigen Sprechen rauer Stimme und lächelte sie leicht an.

Schon seit gestern war sie betrübt, auch sonst war sie dies in meiner Gegenwart, dass sie mir nicht wirklich helfen konnte lastete schwer auf ihr.

Doch seitdem ich mich richtig von Tom verabschiedet hatte ging es mir besser, ich sah alles viel klarer, natürlich war ich nicht wie zuvor, doch ich wagte zu behaupten, dass es mir auf eine -wenn auch recht seltsame- Art gut ging.

"Geh zu Dimitri.", bat ich, nicht weil ich sie loswerden wollte, sondern weil ich wusste dass es ihr das Herz brach ihn die nächsten zwei Monate nicht wieder sehen zu können.

Seelenspiegel -Tom Riddle-Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt