Prüfungen. Mein ganzer Alltag würde von ihnen bestimmt.
Ich träumte sogar schon von den verschiedenen Fächern, und wenn ich nicht gerade für sie lernte, dann schrieb ich welche, oder aß etwas. So wie ich es gerade tat, obwohl, lernen tat ich trotzdem.
Kauend war ich über eine Ausgabe von 'Verwandlung und ihre Tücken' gebeugt und versuchte mir die verschiedenen Risiken einer Animagie Formveränderung einzuprägen.
Eigentlich kein Thema das mir Schwierigkeiten bereitete, wie auch, schließlich beherrschte ich diese Verwandlung schon eine ganze Zeit lang, jedoch war die Theorie ganz schön kompliziert.
Neben mir grummelte meine Rothaarige beste Freundin und schlug laut das Buch zu, dass sie bis gerade eben noch gelesen hatte, um sich ausgiebig ihrem Frühstück zu widmen "Ehrlich, essen und lernen funktioniert einfach nicht!", beschwerte sie sich und warf mir einen finsteren Seitenblick zu.
Wenn man bedachte, dass sie sich nicht zum ersten Mal darüber beklagte, waren ihre Worte nicht ernst zu nehmen. Ihr fehlte lediglich die Lust, sich überhaupt noch mit dem Schulstoff zu beschäftigen und so suchte sie jede Ausrede, die ihr half sich wenigstens wenige Momente mit etwas anderem auseinanderzusetzen.
Müde lehnte sich ich mich zurück und massierte mir die Schläfen, schon zu so früher Stunde glaubte ich es nicht mehr aushalten zu können.
Es war aber auch zu bitter, dass wir jeden Tag eine Prüfung schrieben, vorausgesetzt man hatte das entsprechende Fach gewählt. Ich hatte einige Fächer gewählt.
"Nicht mehr lange" beschwor ich, wohl um mich selbst wie auch Charlotte zu beruhigen.
Marie hatte ihren Urlaub verlängert, und würde erst im nächsten Jahr wieder kommen. Ihre Eltern nahmen es der Schule immer noch sehr übel, dass sie ihre kranke Tochter nicht hatten sehen konnten und ich wusste aus unserem regen Briefwechsel, dass sie viel mit ihrem Vater diskutierte, da dieser am liebsten hätte das die Brünette gar nicht mehr nach Hogwarts zurück kehrte, etwas, dass für Marie natürlich keineswegs in Frage kam.
Mehr Angst als das Jahr wiederholen zu müssen, fürchtete sie, überhaupt nicht mehr zurückkehren zu können.
Gleich würde die Prüfung Verwandlung dran sein, es machte mich mehr als nervös. Bisher hatte ich immer ahnen können, was in den Prüfungen auf mich zukommen würde. Doch da es dieses Jahr keine einfachen Prüfungen, sondern ZAG's sein würden, war ich ziemlich verunsichert.
Das die Prüfungen das einzige waren, was mich verunsicherte versuchte ich mir jedenfalls einzureden. Schon des öfteren hatte Charlotte mich darauf hingewiesen, dass ich mit Tom reden sollte, bevor das Jahr endete und wir in die Sommerferien verschwinden würden.
Ich jedoch befand dies für eine ganz schlechte Idee. Das Verhältnis zwischen Tom und mir hatte sich nicht wirklich geändert. Nur eines, anstatt mich mehr oder weniger zu ignorieren, hatte Tom damit angefangen, mich manchmal mit einem ziemlich finsteren Blick zu betrachten.
Dieser Blick vermittelte mir den Eindruck, dass ich ihm nachts besser nicht alleine irgendwo begegnen sollte.
Eigentlich versuchte ich noch immer, mich so wenig wie möglich mit Tom zu beschäftigen. An ihn zu denken tat mir nicht gut, ganz und gar nicht, dennoch war da manchmal -ziemlich oft- diese Sehnsucht in mir, die mich dazu zwang in seine Richtung zu schauen, einfach, weil ich ihn so unbeschreiblich vermisste.
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Seelenspiegel -Tom Riddle-
FanfictionHarry Potter FF| Spielt in Tom Riddles Schulzeit | Hogwarts, dort ist Katharina glücklich. Zusammen mit ihren Freunden führt sie ein nahezu perfektes Leben, ein Alltag, der von Hausaufgaben, Streichen, verbotenen Ausflügen sowie gelegentlichen Rei...
