Kapitel 151 - Ausgequetscht

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Ich war erschöpft. Es gab nichts was meinen Zustand hätte besser beschreiben können.

Noch nicht einmal wütend war ich mehr, weder auf Tom noch... auf mich selbst. Verflucht hörte sich das seltsam an. In mir herrschte eine eigenartige leere, die mich taub fühlen lies.

Wie in Merlins Namen hatte das alles geschehen können?

Zusammengefasst, ich hatte meine Erinnerungen durch ein tief schwarzmagisches Ritual verloren, zu dem Tom mich angestiftet hatten und bei diesem Zauber hatte sich ein Stück meiner Persönlichkeit abgespaltete.

Obwohl abgespaltet irgendwie auch nicht richtig klang, schließlich fühlten wir ja zum Teil die selben Dinge, sollten wir eigentlich gar nicht erst zu den selben Gefühlen in der Lage sein?

Hatten wir Bücher über Psychologie in der Bibliothek?

Ich wollte allein sein, einfach niemanden wollte ich sehen, weshalb ich sofort zurück schreckte als ich die Tür zu meinem Zimmer öffnete und Lotte darin sah.

Sie lag auf ihrem Bett und las ein Buch, soweit ich wusste war es das über Sharementik, seit wir darüber geredeter hatten, was ein recht kurzes Gespräch gewesen war, hatte sie sich vorgenommen sich generell etwas über Sharementik, Okklumentik und auch Legilimentik zu informieren, jedoch bisher keine Motivation dafür aufbringen können.

Kurz spielte ich mit dem Gedanken einfach wieder zu verschwinden, jedoch blickte meine beste Freundin schon im nächsten Moment auf und hob bei meinem Anblick skeptisch ihre Augenbrauen "guten Morgen und guten Mittag" grüßte sie mich und klappte das alte Werk geräuschvoll zu.

Gerade noch konnte ich es verkneifen ihr zu sagen, dass sie mit solch wertvollen Büchern vorsichtig umgehen sollte "hi" murmelte ich und zwang mich zu einem Lächeln.

Zuerst würde ich duschen gehen, seufzend schritt ich zu meinem Schrank, da ich nicht vorhatte mein Zimmer heute noch einmal zu verlassen, kramte ich ein langes Nachthemd hervor "okay - was ist los" hallte Charlottes Stimme scharf durch den Raum hallen.

Ohne mich um zu drehen zuckte ich unschlüssig mit den Schultern "schwer zu sagen" murrte ich, dass meinte ich auch genau so. Meine Verwirrung war jede Sekunde präsent und ließ mich keine Ruhe finden.

Mit einem dumpfen Geräusch warf sie das Buch auf ihren Nachttisch "du hast mit Tom geschlafen" stellte sie fest und klang dabei so selbstsicher, als wäre es nicht nur geraten.

Stirnrunzelnd drehte ich neigen Kopf zu ihr und machte meinen Schrank zu, dabei kam ich nicht umhin zu bemerken, dass mir die vergangene Nacht unglaublich lange her vorkam "wie kommst du darauf" harkte ich unwillig nach, mit ihr jetzt darüber zu reden behagte mir ganz und gar nicht.

Dramatisch warf sie ihre Hände in die Luft "ich bitte dich. Du bist über Nacht nicht hier gewesen und läufst als hättest du einen Zauberstab im Allerwertesten" erwiderte sie trocken.

Prompt wurde ich rot. War das ihr Ernst? "uhm..." mehr brachte ich nicht heraus, also blinzelte ich sie unschlüssig an.

Woraufhin sie nur ihre günben Augen verdrehte "schau mich nicht so an" beschwere sie sich "andere Sache, weshalb siehst du so niedergeschlagen aus. Bereust du es" harkte sie, nun mit einem fürsorglichen Tonfall nach.

Unwillig rümpfte ich für Nase "nein, das ist es nicht, wir haben heute morgen... gestritten" hilflos zuckte ich mit den Schultern. War das ein Streit gewesen? Wirklich sauer war ich ja nicht mehr. Nur maßlos überfordert.

Nachdenklich schaute sie mich an, dann klopfte sie neben sich auf die Matratze "was für ein Streit? Ein, ich will dich nie mehr wiedersehen Streit" prüfend musterte sie mich während ich langsam auf sie zuschritt.

Seelenspiegel -Tom Riddle-Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt