Am Morgen wachte ich schon mit einer gewissen Vorfreude auf.
Unser Plan würde sofort nachdem Frühstück beginnen. Ich hoffte nur, dass die Slytheringruppe es wie immer machte und geschlossen zum Unterricht ging.
Strahlend machte ich mich fertig und kicherte, als ich sah, dass Lotte Probleme damit hatte, sich ihre Krawatte ordentlich zu binden. Sie war einfach immer so schusselig.
Nervös trippelte sie vor dem Spiegel im Badezimmer "Hoffentlich klappt alles", murmelte sie recht unsicher.
Marie kam ebenfalls ins Badezimmer und war schon komplett fertig angezogen.
"Ja, wenn nicht bekommen wir ganz schöne Probleme. Es könnte wirklich böse ausgehen. Vorallem, wenn sie vorzeitig bemerken, dass wir etwas planen.", missmutig zog sie eine Grimasse und ging zum Waschbecken, um sich noch einmal eine Hand voll Wasser in Gesicht zu werfen, dann blickte sie zu mir "Und DU könntest endlich deine Finger von meinem Wecker lassen.", teilte sie mir dann spitz und mit mürrischem Gesichtsausdruck mit.
Unschuldig blinzelnd erwiderte ich ihren Blick. "Ich weiß nicht, was du meinst.", zwitscherte ich und huschte aus dem Bad.
Nora und Corinna waren schon weg und ich befürchtete, dass sie mir meinen lauten Weckalarm ebenfalls böse nahmen.
Wenn wir irgendwie in die Slytherinschlafräume kämen, hätte ich das auch als einen guten Streich befunden, doch leider fehlen uns da die Möglichkeiten.
Jedenfalls gefiel mir das Bild vor meinem inneren Auge, indem sie urplötzlich in unmenschlicher Frühe von einem grässlich lauten Geheul geweckt wurden, dass sie nicht aus bekommen würden, äußerst gut sogar.
Ich seufzte... vielleicht ja irgendwann mal.
Als wir schließlich durch die große Halle zu unserem Haustisch gingen, war ich überraschend entspannt.
Meine Sitzposition war extra so ausgelegt, dass ich bequem zum Tisch der Schlangen schauen konnte, ohne mich irgendwie zu verrenken.
Charlotte und ich tauschten erneut einen Blick und auf ihren Lippen lag ein so teuflisches Lächeln, dass ich froh war, dass sie mit dem Rücken zu unseren Opfern saß.
Marie rutsche währenddessen unruhig auf ihrem Platz herum. "Wenn das rauskommt.", murmelte sie nervös und warf mir einen hilflosen Blick zu.
"Als wir uns im Zug kennengelernt hatten, dachte ich WIRKLICH, du wärst vernünftig!", irgendwie klang sie beleidigt.
Entschuldigend lächelte ich sie an, als sich auch schon die Rothaarige einschaltete. "Also ich hab gleich gesehen, dass sie eine Unruhestifterin ist!", stellte sie mich böser da, als ich eigentlich war.
Mein Blick rückte von den beiden weg, als Riddle sich erhob und Malfoy, Nott sowie Rosier es ihm gleichtaten.
Interessant, dass der Dunkelhaarige seine Freunde so gut unter Kontrolle hatte. Dabei hatte er weder mehr Muskeln als seine Kumpanen, noch war er größer. Eigentlich war er sogar recht zierlich, lediglich einen gerissenen Gesichtsausdruck hatte er.
Schnell sah ich zum Gryffindortisch -prima- Tony sah es auch. Er zeigte mir unauffällig Daumen hoch und stieß Amanda an. Die beiden hatten gestern zusammen etwas mit Charles, Lottes Bruder, und dessen besten Freund ausgemacht, Percy Potter.
Jetzt war erst einmal mein Auftritt dran, und schon jetzt kam ich mir blöd dabei vor. Er würde mir das niemals glauben. Wieso bekam eigentlich ich diese mehr als nur bescheuerte Rolle ab?!
Noch ein letztes Mal tauschte ich einen Blick mit Marie und Charlotte, die aufmunternd lächelten. Obwohl die Dunkelhaarige immer noch so wirkte, als wüsste sie nicht wirklich, was sie von all dem halten sollte.
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Seelenspiegel -Tom Riddle-
FanficHarry Potter FF| Spielt in Tom Riddles Schulzeit | Hogwarts, dort ist Katharina glücklich. Zusammen mit ihren Freunden führt sie ein nahezu perfektes Leben, ein Alltag, der von Hausaufgaben, Streichen, verbotenen Ausflügen sowie gelegentlichen Rei...
