Kapitel 120 - Furien

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Nachdem ich gestern in den Schlafsaal gekommen war, war es eigentlich gar nicht so schlimm gewesen, Charlotte hatte überraschender Weise einfach akzeptiert das ich nicht hatte reden wollen. Etwas, dass mich ungemein erleichtert hatte, also hatte ich auch gleich bei ihr im Bett geschlafen, denn alleine hätte ich wohl die ganze Nacht kein Auge zugetan.

Immerzu hatte ich mich fragen müssen, konnte ich mir vorstellen mit jemanden mein Leben zu verbringen, jemanden den ich Liebte, in dem Wissen, dass er mich niemals Lieben würde?

Ich war eine Romantikerin, wenn meine Eltern früher von Ehen gesprochen hatten, hatten sie immer durchscheinen lassen, dass das Wichtigste bei der Partnerwahl wären unter anderem der Blutsstatus, das Häusliche Vermögen und und und. Ich hatte dann immer gesagt, das ich nur aus Liebe heiraten würde.

Daraufhin hatte meine Mutter abfällig geschnaubt. Mein Vater jedoch, er hatte gelacht und mich auf seinen Schoß gezogen, er hatte mir zugestanden das dies bestimmt möglich wäre, wenn ein paar von den anderen Punkten trotzdem passen würden.

Ich hatte mich daraufhin riesig gefreut. Im nächsten Moment hatte meine Mutter schon zu schimpfen begonnen, dass mein Vater mich viel zu sehr verwöhnen würde.

Bei diesen Gedanken hatte ich es wirklich geschafft, eng an Charlotte gekuschelt einzuschlafen.

Was jedoch nicht gleich hieß, das ich am Morgen erholt aufgewacht war. Alpträume hatte mich geplagt. Von Tom's Mutter wie sie das Arme Kind ins Waisenhaus brachte und skrupellos seinen Vater verführte. Dann wechselte die Szene und ich sah Tom als Kind, wie er seine Neigung zur Folter entdeckte.

An dem Punkt war ich aufgewacht, Merlin sei dank. Jetzt waren Lotte und ich auf dem Weg in die große Halle zum Frühstück. Meine beste Freundin gähnte neben mir "ich hasse Sonntage" jammerte sie.

Belustigt sah ich sie an "den Sonntag" harkte ich skeptisch nach.

Zuerst zuckte sie nur mit den Schulter, und murmelte dann schlecht gelaunt "der Sonntag ist nur dazu da, auf dass der Montag kommt, man muss früh ins Bett und am nächsten Tag noch früh wieder auf" grummelte die verschnupft.

Grinsend verdrehte ich die Augen "das haben Tage so an sich, das auf den einen der andere folgt" necke ich sie, was sie dazu bringt mir die Zunge heraus zu strecken.

Ein Mädchen kommt auf uns zu, was mich verwirrt, war es nicht noch ein bisschen früh um das Frühstück schon wieder zu verlassen?

Doch anscheinend hatte sie auf uns gewartet, mit erhobenen Haupt trat Lea de Vanden auf uns zu, wobei sie mich nicht aus den Augen lies "wir müssen reden" verlangte sie schnippisch und warf ihr langes, blondes Haar zurück.

Neben mir schnaubte Lotte auf, bevor ich überhaupt dir Chance hatte auf den Befehl der blonden zu reagieren "ach muss sie das" erwiderte sie spottend "vielleicht solltest du mal wieder schauen dass du das weite suchst, sonst machst du nämlich Bekanntschaft mit meinen Zauberstab" fügte sie frostig hinzu, Charlotte hasste Lea wirklich, die beiden waren in den letzen Jahren immer mal wieder aneinander geraten.

Gerade wollte die Slytherin wieder das Wort ergreifen, doch diesmal war ich schneller "natürlich können wir reden wenn du möchtest" warf ich ein und schaute Charlotte warnend an "gehst du schon mal vor" bat ich sie dann  und versuchte mich an einem Dackelblick.

Belustigt sah die Rothaarige mich dabei an, dabei konnte ich förmlich lesen, das ich es nicht wirklich perfektionierte hatte "ist schon gut, aber beeil dich" forderte sie und warf Lea noch einen ziemlich genervte Blick zu, bevor sie weiter Richtung große Halle ging.

Fragend wand ich mich zu Lea "was gibt es" will ich betont höflich wissen, schließlich mag auch ich sie nicht sonderlich, bin sogar ziemlich eifersüchtig auf sie.

Seelenspiegel -Tom Riddle-Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt