Kein Haus brauchte vier Etagen, schon gar nicht wenn jede einzelne so abnormal Groß war. Nein, nun wirklich nicht.
Seufzend stieg ich die letzte marmorne Treppe hinauf, und dachte mit einem Lächeln auf den Lippen an die vielen Male die Deme und ich in Kindertagen damit verbracht hatten, einen Wettlauf die vielen Stufen hinauf und hinunter zu veranstalten.
Tante Alex hätte uns am liebsten jedes Mal nachdem sie uns erwischt hatte übers Knie gelegt.
Mein Lächeln nahm bei dem Gedanke an meine Tante leicht melancholische Züge an, was mich leicht den Kopf schütteln ließ.
Hinter jeder Ecke in diesem Anwesen würden Dinge lauern, die mich an Alexandra erinnern würden, wenn ich jedes Mal traurig werden würde, wenn diese Dinge mir begegneten, würde ich die nächsten Wochen nicht mehr froh werden.
Das obere Stockwerk war leer, niemand wohnte hier oben. Warum auch, das Haus war geradezu obszön Groß, die unsteteste Etage würde völlig würde uns drei und noch dreißig weitere Personen reichen.
Und wenn man die oberen Geschosse auch noch mit dazu nahm, würde man halb Hogwarts einladen können.
Aber so viele Menschen lebten hier nicht, nur Okel Alexander, Dimitri und ich. Achja, und die drei Hauselfen Lory, Kiri und Ama.
Recht überschaubar also. Letztere der Elfen ging auch gerade vor mir her. Ein ungewohnt selbstbewusstes Ding. Noch nie hatte ich eine so selbstbewusste Hauselfe gesehen, und genauso wenig eine, die einen so geraden Gang hatte.
Irgendwann hielt sie inne und schnipste, augenblicklich tat sich über uns eine Öffnung aus und eine zierliche Holztreppe wuchs aus der Decke "Wenn Miss Katharina sich wirklich sicher ist, meine Hilfe nicht zu benötigen?", abwartend schaute sie mich an.
Noch etwas, das seltsam an ihr war, sie redete von sich selbst nicht in der dritten Person. Die drei Elfen der Petrov's waren schon seit mindestens drei Generationen im Familienbesitz, doch in meiner Kindheit war mir gar nicht aufgefallen das Ama sich so anders verhielt.
Verneinend schüttelte ich meinen Kopf "Nein danke, ich weiß ja noch gar nicht was ich überhaupt unten haben möchte.", wiederholte ich, was ich ihr zuvor unten schon gesagt hatte.
Sie nickte "Wie Sie wünschen, sobald die Miss sich entschieden hat, müssen Sie nur schnipsten oder klatschen und meinen Namen nennen.", ohne auf einen Kommentar meinerseits zu warten, verschwand sie, indem sie sich in Luft auflöste.
Schon als Onkel Alexander und ich, am morgen eingetroffen waren, hatte er mich vor der, wie er sie nannte 'launischen Hausherrin' gewarnt, was mir auch jetzt wieder ein Grinsen ins Gesicht trieb, als ich die schmalen Stufen den Dachboden hinauf schritt.
Mehrmals blinzelte ich, als ich mich in dem Raum umsah. Fackeln an allen Wänden entzündeten sich selbst, als würden sie meine Anwesenheit spüren.
Hier herrschte aber wirklich ein mächtiges Chaos.
Überall standen Regale herum und obwohl die Gegenstände darin geordnet aussahen, wirkte die Masse an Krimskrams hier oben einfach erschlagend.
Jedoch schien es tatsächlich ein System zu geben, denn ich konnte an der Wand tatsächlich meinen Namen lesen.
Katharina Olga Minkov
Grinsend schüttelte ich meinen Kopf und trat darauf zu. Mein Cousin hatte sein eigenes Regal direkt neben meinem.
Als ich in den unteren Etagen Spielzeug von uns entdeckte, wurde mein Grinsen von einem sanften Lächeln ersetzt und mit einem nostalgischen Gefühl in der Brust kniete ich mich hinunter auf den staubigen Boden.
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Seelenspiegel -Tom Riddle-
FanfictionHarry Potter FF| Spielt in Tom Riddles Schulzeit | Hogwarts, dort ist Katharina glücklich. Zusammen mit ihren Freunden führt sie ein nahezu perfektes Leben, ein Alltag, der von Hausaufgaben, Streichen, verbotenen Ausflügen sowie gelegentlichen Rei...
