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Kapitel 32 - Zukunft

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Müde gähne ich, eigentlich hatte ich genug Schlaf bekommen, jedenfalls mehr als es für mich gewöhnlich war, da ich meist doch sehr lange auf blieb oder mich durch meine Visionen einfach ausgelaugt fühlte.

Das Frühstück ist schon in regen gange, doch wirklichen Hunger habe ich nicht. Schon einige Tage halte ich mich wieder von ihm fern, jetzt schon ist mir klar, das Tom mein Untergang sein wird, doch meine Abneigung gegen... schwarze Magie ist zu groß um seine dunkle Zukunft zu ignorieren. Mit ist klar, das ich auf der guten Seite stehen will, und das werde ich nicht können wenn ich meinen Gefühlen für Tom nachgebe.

Charlotte schaut mich besorgt an "so langsam reicht es mir aber, wenn es dir nicht gut geht, geh doch in die Krankenstation, Madam Winston kann dir bestimmt helfen" merkte sie seit gestern bestimmt schon zum zehnten Mal an.

Auch Marie uns Caitlin tauschten Blicke, die mir zeigten das ihnen mein depressiver Zustand nicht gefällt.

Seufzend lehnte ich mich zurück und fuhr mir mit meinen Fingern durch das Gesicht. "Es geht schon" widersprach ich und war einfach zu matt um mich wirklich aufzuregen.

Die Rothaarige schnaubte "natürlich, genau so siehst du ja auch aus" knurrte sie ärgerlich und zupfte sich an einer Strähne.

Ärgerlich funkelte ich die an "wenn ich bemuttert werden will, werde ich Bescheid geben" fuhr ich sie an.

Meine Freunde starren mich an, allesamt und mir wird klar, das ich meine Stimme noch nie habe so scharf klingen lassen.

Die rothaarige öffnet kurz ihren Mund, nur um ihn anschließend wieder zu schließen "wir machen uns doch nur Sorgen um dich" bringt sie schließlich, immer noch irritiert über meine wütenden Worte bevor.

Ich frage mich warum sie es einfach nicht lassen kann "das will ich aber nicht" versuche ich deutlich zu werden, da etwas anderen einfach nicht zu helfen schien.

Auch in ihren Augen blitzt nun Ärger auf "dann mach dich einfach was du willst" zischte sie mit einem mehr als nur säuerlichen Blick zurück.

Schnaubend richte ich mich auf "das mache ich auch" gab ich nun wieder leiser zurück. Realisierte wie meine anderen Freunde mich ansahen.

Schulbewusst senke ich meinen Kopf, manchmal weiß ja selbst nicht was mit mir los ist.

In Geschichte der Zauberei schlafe ich fast ein, der alte Professor ist in den letzen Jahren immer gebrechlicher geworden und sieht mittlerweile so aus, als würde er jeden Moment zusammen brechen.

Wenn Lotte im Moment nicht... wütend auf mich wäre, würde sie wohl seinen Zustand anmerken, da wir sowas wie die unmoralischste Wette des Jahrhunderts laufen haben, und zwar ob Binns in unserer Schulzeit stirbt und wieder aufersteht oder ob er stirbt, tot bleibt oder einfach in Rente geht. Die zwei letzen Möglichkeiten werden von mir vertreten während die rothaarige neben mir felsenfest behauptet das erste würde eintreten.

Um allein zu sein, verkrümele ich mich nach dem Unterricht nach draußen, wo es merklich kälter ist, als das gestern der Fall war.

Mein Weg führte mit am schwarzen See entlang in Richtung des verbotenen Waldes, wenn ich mich verwandeln würde, würde dies niemanden auffallen. Dabei hielt ich meine Hände in den Manteltaschen damit meine Finger nicht allzu schnell
Kalt wurden.

Mit meinem ruhelosen Blick sah ich über die Ländereien, fand mit meinen Augen eine schmale Person, deren lange schwarze Locken von dem kalten Wind herum gewirbelt wurden.

Caitlin stand mit dem Rücken zu mir, zwar war ich mit der Absicht hier her gekommen niemandem zu begegnen, doch etwas an ihr erweckte meine Aufmerksamkeit.

Seelenspiegel -Tom Riddle-Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt