Eine Sensationsnachricht verfolgte die nächste. Es sollte Rubeus Hagrid gewesen sein, ein zu groß gewachsener Drittklässler. Zuerst hatte ich dem nicht glauben wollen, auch wenn Tom es gewesen war der ihn entlarvt haben soll.
Trotzdem blieb ich Misstrauisch, wartete ab, doch auch jetzt, nach zwei Wochen hatte es weder eine weitere Versteinerung, noch einen Todesfall gegeben. Es war irgendwie unwirklich.
Momentan war ich wieder im Krankenflügel, starrte den Leblosen Körper von Marie an, ich hatte ihr einiges zu berichten, sobald sie wieder wach war.
Jemand schob einen Hocker neben mich, es war Risa. Sie Blickte ausdruckslos zu Marie „ich hatte niemals gedacht dass ich es so sehr hassen würde, recht zu haben" flüsterte sie. In den letzten Wochen war sie nicht freiwillig aus dem Hufflepuff Gemeinschaftsraum und ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht für sie da sein konnte. Es beruhigte mich etwas, das sie sich endlich nicht mehr verkroch, doch es beunruhigte mich auch, das ihr erste Weg sie zu Marie in den Krankenflügel führte.
Für sie war alles besonders schlimm, auf eine seltsame, abstrakte Weise hatte sie es gewusst, gespürt, obwohl sie nie danach gefragt hatte. Doch sie hatte diese Gabe und schien niemandem damit helfen zu können, es gab keine Tröstendes Worte die ich daraufhin hätte verwenden können, also nickte ich nur, versuchte sie stumm zu trösten „ich hab in der Nacht als es geschehen ist von ihr geträumt" tatsächlich hatte ich es geschafft zu schlafen, nicht mal eine Stunde. Ich fragte mich selbst wie ich es geschafft hatte auch nur irgendwie zur Ruhe zu kommen, obwohl Ruhe wohl das falsche Wort war.
Sie wusste von wem ich sprach, dass ich nicht Charlotte oder Marie meinte, sondern das Mädchen, dem keiner mehr hatte helfen können, dass angeblich von einer Spinne getötet worden war „Malfoy hatte sie gefoltert, seltsamer Traum, oder" humorlos lachte ich auf.
Der Traum hatte mir Angst gemacht, genau hatte ich gespürt wie ich jemandem in meiner Fuchsgestalt gefolgt war, ich war es gewesen die mich dem Blonden entgegen gestellt hatte, wie er Ohnmächtig gegen die Mauer geflogen war. Doch ich wusste nicht mehr wem meine Hauptsächliche Wut gegolten hatte. Jedes Mal wenn ich mich im Traum auf diesen Punkt hatte konzentrieren wollen, war es wie ein schwarzer Fleck gewesen.
Kurz sahen Risa und ich uns an, lächelten leicht. Bevor wir einfach nur eine Weile zusammen waren. Auf der ganzen Schule schien ein Schleier zu liegen, den niemand so wirklich durchbrechen konnte. Hier, in diesen Mauern die wir als unser zu Hause bezeichneten, war tatsächlich jemand gestorben.
Vor allem waren jene besonders Schweigsam, zu denen Opfer Kreis Mythe gezählt hatte, da die arme ja nicht wirklich beliebt gewesen war. Es ging wirklich allen nahe, was ich niemanden verübeln konnte.
Doch noch etwas gab mir zu denken, auch Myrte war eine Muggelgeborene gewesen. Dieser Rubeus ein Halbblut und er hatte keinesfalls rassistisch gewirkt, vor allem ein Gryffindor. Das alles passte einfach nicht zusammen, egal wie sehr ich darüber nachdachte.
Mir fehlte ein Puzzleteil, irgendein wichtiger Teil der mich auf den richtigen Weg führen würde. Es fühlte sich so an als würde mir dieses Detail auf der Nasenspitze liegen, nah und doch fern, denn egal wie sehr ich mich auch anstrengte, ich kam nicht darauf.
Zusammen mit Risa ging ich schließlich zum Mittagessen wobei mir Tom auffiel, er ging genau in die entgegengesetzte Richtung. Was mir aber noch viel mehr auffiel war seine blonde, hochgewachsene Begleitung die sich sichtlich damit abmühte seinen langen Schritten stand zu halten.
Ich konnte nichts dagegen tun, das sich mein Kopf in die Richtung der beiden drehte als sie an uns vorbei gingen. Es war Lea, eine Slytherin und sie hatte richtig aufgedreht gewirkt als sie mit mehr als nötig schwingenden Hüften neben ihm herlief - oder auch halb hinter ihm, da Tom nicht sonderlich darauf achtete, das sie auch mit kam-. Als wäre sie in freudiger Erwartung auf ein kommendes Ereignis.
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Seelenspiegel -Tom Riddle-
FanfictionHarry Potter FF| Spielt in Tom Riddles Schulzeit | Hogwarts, dort ist Katharina glücklich. Zusammen mit ihren Freunden führt sie ein nahezu perfektes Leben, ein Alltag, der von Hausaufgaben, Streichen, verbotenen Ausflügen sowie gelegentlichen Rei...
