Seufzend ballte ich meine verkrampften Finger zuerst zusammen, bevor ich sie wieder voneinander löste.
Unbequem lehne ich mich immer an der Mauer mit angezogen Knien auf dem Boden und frage mich, wann hier das letze mal geputzt wurde.
Die Tränen hatten schon vor einer ganzen Weile aufgehört mir über die Wangen zu rinnen, dennoch fühlte meine Haut sich ganz angespannt an und so, als würden noch reichlich rote Flecken auf meinen Wangen ruhen, außerdem lief meine Nase und meine Wimpern waren völlig verklebt.
Es war mir unmöglich gewesen, meinen Tränenfluss einfach zu stoppen.
Ich war hier quasi einfach zusammen gebrochen, nur weil Tom sich mir gegenüber so schroff verhalten hatte.
Was war bloß nicht richtig mit mir?
Die ganze Zeit zuvor, hatte ich es geschafft mich wenigsten halbwegs normal zu verhalten. Doch jetzt, jetzt saß ich hier wie ein geprügelter Hund.
Noch nicht einmal meine Pflicht hatte ich erfüllen können, die es gewesen wäre meinen Rundgang zu machen.
Wie lange saß ich hier überhaupt schon?
Zittrig führte ich einen Tempus aus und erstarrte, es war schon nach ein Uhr.
Im nächsten Moment begann mein Herz nervös zu flattern und ich rieb mir undamenhaft mit dem Ärmel meines dünnen Mantels über die Nase während ich aufsprang und dem Drang widerstand mein schmerzendes Hinterteil zu reiben.
Verflucht nochmal, nachdem ich allein schon von seiner abwehrenden Haltung mir gegenüber völlig durchdrehte, wollte ich nicht mich, dass er mir zeigte wie ungehalten er war.
Vor wenigen Tagen hatte ich Tom vor der Bibliothek gesehen, zeitgleich mit mir kam Malfoy angeeilt und hatte sich fast schon hastig dafür entschuldigt, dass er zu spät war.
Darauf hatte der Vertrauensschüler alles andere als ausgeglichen reagiert. Natürlich war er nicht laut oder ausfallend geworden, trotzdem, ich hatte seine Tonfall vernommen. So eisig und unnachgiebig als hätte er den blonden am lieben einen schmerzhaften Fluch aufgehalst.
Da Tom mir gegenüber sowieso schon alles andere als freundlich gestimmt war, wollte ich eigentlich gar nicht heraus finden, wie er mich anfahren würde.
Es war lächerlich, es sollte mir gleichgültig sein was dieser viel zu selbstüberzeugte, feine Herr von mir hielt. Wenn er glaubte unbegründet wütend sein zu müssen...
Ein taubes Gefühl legte sich über meine Glieder als ich vernahm was ich dachte.
Das Tom sauer auf mich war, war das letze was ich wollte. Alles was ich mir wünschte war, dass alles wieder werden würde wie es zuvor.
Vielleicht hatte ich ja Glück und Tom war so genervt von mir, dass er darauf verzichtete an unserem vereinbarten Treffpunkt zu warten, nur um mich zu schelten.
Sicherlich hatte er sich schon längst in seinen Schlafsaal zurück gezogen und ich würde gleich einfach auf einen leeren Gang treffen.
Dennoch verlangsamte ich meinen Schritt nicht, auch wenn ich darauf hoffte, dass er nicht auf mich warten würde, so wollte ich dennoch so schnell wie möglich dort sein, für denn Fall das ich mich doch irrte, kannte ich Toms Sturkopf doch nur allzu gut.
DU LIEST GERADE
Seelenspiegel -Tom Riddle-
Fan-FictionHarry Potter FF| Spielt in Tom Riddles Schulzeit | Hogwarts, dort ist Katharina glücklich. Zusammen mit ihren Freunden führt sie ein nahezu perfektes Leben, ein Alltag, der von Hausaufgaben, Streichen, verbotenen Ausflügen sowie gelegentlichen Rei...
