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Kapitel 94 - Wahnsinn

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Tom's Sicht

Seit Katharina ihm sagte, er solle sie in Ruhe lassen, herrschte ein seltsamer Zustand in ihm, den er kaum beschreiben konnte, etwas nicht zu wissen verabscheute er fast so sehr wie Muggel.

Er wollte es ignorieren, ihr seinen Willen aufzwingen und ihr begreiflich machen das sie ihm gehörte und sich niemals von ihm abwenden können würden. Jedoch war ihm etwas bewusst geworden, er wollte das sie ihn mochte, bei ihm sein wollte. Etwas, das wohl so nicht geschehen würde wenn er sie zu etwas zwang.

Gewisser maßen widerte er sich selbst an, Katharina sollte ihm egal sein, nichts sollte ihm wichtiger sein als in die Ehrenvollen Fußstapfen Slytherin's zu treten und seine Pläne vorzusetzen.

Ein unterfangen was sich als äußerst schwierig erwies, solange er diese widerwärtig sanften Empfindungen seiner Rina gegenüber hatte. Sie war so anders als er, voller Wärme und Zuneigung. Jeden anderen mit diesen Eigenschaften hätte Tom abwertend als schwach bezeichnet. Sie jedoch schien es in seinen Augen stärker werden zu lassen.

Dennoch störte es ihn wenn Katharina ihrem Umfeld diese schier Grenzenlose Freundlichkeit entgegen brachte, zu seinem Ärger musste er sich eingestehen das er wohl Eifersüchtig war, auf jeden den sie nur ansah. Er wollte sie für sich allein haben, niemand anderes hatte es auch nur ansatzweise verdient in ihre einnehmenden blauen Augen zu sehen.

Ihm war jedoch klar dass sie für ihn in seinen Plänen und Zukunftsvisionen hinderlich sein würde, weshalb er ihrem Wunsch nachließ, selbst wenn es ihn tatsächlich Beherrschung kostete. Er musste zugeben, das gerade wo er sich von ihr fernhielt, ihm erst wirklich bewusste wurde wie sehr er sie begehrte.

Sie, ihren Körper, ihren Verstand. Er nahm sich Lea, doch sie genügte seinen Ansprüchen bei weitem nicht, alles an ihr wirkte im Gegensatz zu seiner Rina falsch, ihre Reize die sie gekonnt einsetzte, konnte ihm nicht das ersetzen, was er eigentlich begehrte. Etwas, das ihn gereizt machte. Ein Zustand dem vor allem seine Gefolgsleute zu spüren bekamen, es genügten schon kleine Fehler die ihn Unzufrieden machten um sie härter zu bestrafen als er es wohl sonst getan hätte.

So ließ er nun auch Abraxas leiden, wie er es gewagt hatte über sie zu denken hatte ihm schon den Geduldsfaden reißen lassen. Für gewöhnlich bestrafte Tom seine treuen Freunde nicht für ihre Gedankengänge, solange sie keine Pläne ausheckten die sich konkret gegen ihn richteten, sondern erst dann, wenn sie eine Handlung ausführten die ihm Missfiel.

Doch er hatte den blonden Malfoy schon viel zu lange damit davon kommen lassen so über Katharina zu denken. Das die erste Attacke seines Basilisken  fehl gelaufen war, hob seine Laune ebenfalls keineswegs.

Als er den Fluch aufhob ließ er seinen Blick abschätzend über seine Vertrauten schweifen, drehte langsam seinen Zauberstab in seinen Fingern, er brauchte sie, egal wie sehr er diese Tatsache verabscheute, doch momentan war er noch auf sie angewiesen. Schließlich ließ er seinen Blick wieder zu dem noch am Boden liegenden, schwer atmenden Abraxas schweifen „mein Freund" begann er geschmeidig „ich glaube dir ist der Ernst dieser Situation entgangen" fast schon bedauernd seufzte er „du solltest an wichtige Dinge denken, Dinge die uns in unserem Bestreben weiterbringen und keinen kindischen und unwürdigen Grübeleien nachhängen, vor allem nicht über Personen, über die es dir nicht zusteht zu urteilen. Verstehst du" seine Stimme klang samtig weich, leicht tadelnd, als würde er einem Kind erklären was es falsch gemacht hatte.

Er atmete etwas heftiger ein, versuchte wohl wieder etwas an Fassung zu gelangen „N-natürlich mein L-Lord" krächzte er mit vor Anstrengung bebender Stimme. Tom hatte einen neuen Zauber erprobt den er vor wenigen Tagen in der verbotenen Abteilung gesehen hatte, er ließ den Verfluchten denken er würde mit brennender Lava übergossen werden.

Ein zufriedenes Lächeln legte sich auf Tom's Züge, dennoch tobte in ihm weiterhin das scheinbar unstillbare verlangen jemandem Schmerzen zuzufügen. Doch er musste sich zusammen reißen, noch.

Heute war die perfekte Nacht um die Schule von einem wertlosen Schlammblut zu befreien, er spürte es. Mit wenigen Worten entließ er den Kreis seine Anhänger und richtete seinen Mantel, es war schon spät, nur noch ein wenig würde er warten müssen, die verbleibende Zeit würde er sich in der Kammer vertreiben.

Das Tagebuch trug er in seiner Manteltasche, er trug es meist bei sich. Es würde ihm als Gefäß dienen, ein Stück seiner Seele würde er hinein tun und ein weiteres Mal sicherstellen, dass er nicht sterben würde.

Immer noch innerlich unruhig machte er sich auf den Weg zur Kammer des Schreckens. Er wusste den weg blind, spürte es, je näher er diesem wundervollem Ort kam. Salazar Slytherin war wahrlich genial gewesen, diesen Ort voller dominanter Magie zu erschaffen, so seinen zukünftigen Generationen ein unglaubliches Spektrum an Wissen weiter zu geben.

Der junge dunkle Lord war so in seine eigenen Gedanken versunken, dass er ihre Präsenz erst ungewöhnlich spät bemerkte. Sie wirkte verloren, wie sie so allein in dem Korridor stand. Er wollte sie packen, gegen sie Mauer hinter ihr drücken und sie küssen, mit so viel Druck und Leidenschaft wie er sie gegenüber Lea niemals aufwenden konnte, einfach eil sie es nicht wert war, vollkommen Minderwertig im Gegensatz zu Rina.

Tom musste seine Glieder anspannen um nicht genau das zu tun was er wollte, dabei sah er sehr wohl wie sich ihre vollen Lippen teilten und sie ihm etwas sagen wollte. Doch er ignorierte es, ignorierte sie als wäre sie nicht da. Dabei sah er noch als er die Mädchentoilette betrat ihre großen Augen in denen sich die Verletzung darüber spiegelte dass er sie nicht beachtet hatte. Er fühlte noch das verlangen in sich, ihr auf ihre Sinnliche Unterlippe zu beißen, einfach weil er es wollte, weil sie ihn zurück gewiesen hatte.

Selbst auf Parsel klang seine Stimme ungehalten, doch es war ihm egal, er war alleine hier, niemand konnte sehen dass sich Gefühle auf seinem Gesicht spiegelten. Außer ihr gegenüber hatte noch nie jemand auf seinem Gesicht etwas ablesen können, von dem er nicht auch gewollt hatte dass man es sah und genau so sollte es auch bleiben.

Sobald er den großen Saal betreten hatte, in dem auch das Abbild Slytherin's in Stein gemeißelt war rief er nach dem Basilisken, seinem bisher treusten ergebenen >es ist Zeit zu töten< zischte er der riesigen Schlange entgegen ohne ihrem Blick zu begegnen >jetzt<.


Sobald er den großen Saal betreten hatte, in dem auch das Abbild Slytherin's in Stein gemeißelt war rief er nach dem Basilisken, seinem bisher treusten ergebenen >es ist Zeit zu töten< zischte er der riesigen Schlange entgegen ohne ihrem Blick zu ...

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Okay, ich wollte euch seit längeren Mal wieder einen Einblick in Tom's, -zugegeben sehr kranke - Gedanken geben, ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich hatte schon Entzugserscheinungen :D

Ziemlich gekränkt der Gute, auch wenn er sich das wohl niemals eingestehen wird. Was denkt ihr passiert wenn die beiden sich aussprechen? Würde mich schon interessieren, habe schon ein ziemlich genaues Bild wie das ablaufen wird, ich frage mich nur wie ihr das so seht.

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