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Kapitel 91 - Eine Zehn

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Es hörte nicht auf, seit ich den Krankenflügel verlassen hatte, war das Getuschel meiner Mitschüler mein ständiger Begleiter. Als würden sie befürchten, oder darauf warten, dass ich jeden Moment wieder zusammenbrach, wie ich es getan hatte, nachdem ich Marie gefunden hatte.

Es machte mich nervös, und ich verstand nicht, weshalb sie es nicht lassen konnten. In mir herrschte sowieso ein einziges Chaos, seit ich eine meiner besten Freundinnen versteinert in einen Korridor gefunden hatte. 

Sie taten, als gäbe es einen wirklichen Grund dafür, ihre Blicke nicht mehr von mir abzuwenden. Eine Tatsache nicht nicht gerade dazu beihalf, mich nicht wie ein Nervenbündel zu fühlen.

Es belastete sowieso schon genug, für Marie rein gar nichts tun zu können um ihr zu helfen. Ich konnte nur warten, warten bis man ihr einen Trank verabreichen würde, den man erst einmal würde brauen müssen.

Als sich eine Hand auf meine Schultern legte, zuckte ich zusammen. Ich war so sehr darauf konzentriert gewesen, alles um mich herum auszublenden, dass ich nicht bemerkt hatte, wie Lydia sich mir näherte "Hey.", sie lächelte mich leicht an "Magst du mit mir Arithmantik zu lernen, oder hast du keine Zeit?", erkundigte sie sich.

Für einen Moment senkte ich meinen Blick zu dem Buch, welches aufgeschlagen vor mir lag. Bevor ich seufzend zu der Slytherin schaute "Das einzige das ich tue, ist gedankenverloren die Seiten anzustarren.", verkündete ich niedergeschlagen.

Frech grinste die Blonde mich an „Na dann. Da kann ich dich ja ruhig stören, nicht das es mir sonst etwas ausgemacht hätte.", stichelte sie und blickte mich aufmunternd an, bevor sie sich auf den Stuhl mir gegenüber fallen ließ, bevor sie begann Unterlagen aus ihrer Tasche zu kramen.

In der Zeit suchte ich mein Zeug ebenfalls zusammen, um ihr etwas Platz zu machen „Wieso wählst du Arithmatik eigentlich nicht ab, wenn du es nicht magst?", erkundigte ich mich und stopfe alles mehr oder weniger sanft in meine Tasche.

Die Blondine seufzte und legte einen belehrenden Ton auf „Es geht bei Schulfächern nicht darum sie zu mögen, sondern darum, dass man überhaupt genügend Fächer zusammen bekommt. Außerdem sollen die Lehrer wenn möglich, nicht allzu anstrengend sein.", erklärte sie trocken und ließ ihre Tasche, nachdem sie alles hervorgeholt hatte elegant auf den Boden plumpsen.

Mit ihren Worten schaffte sie es tatsächlich mich aufzumuntern, kichernd schüttelte ich meinen Kopf „Schon gut. Sollen wir bei den Hausaufgaben anfangen?", fragte ich und verschränke meine Arme auf dem Tisch, um mich besser auf sie konzentrieren zu können.

Theatralisch legte sie ihren Kopf in den Nacken und stöhnte leidend  „Oh bitte.", jammerte sie übertrieben gequält, und obwohl ich mit dem Rücken zu der Bibliothekarin saß, konnte ich mir bildlich vorstellen wie sie uns einen mehr als mahnenden Blick zu warf.

Es war ziemlich anstrengend der Slytherin die Tabelle näher zu bringen die wir für die Aufgaben benötigten, da sie sie dauernd mit einer anderen verwechselte, die so ähnlich aufgebaut war, aber eben nur so ähnlich, also wunderte sie sich die ganze Zeit warum ihre Ergebnisse falsch waren.

Irgendwann hatten wir es aber doch geschafft, also... mehr oder weniger. Als sie mit der letzten Aufgabe fast fertig war schaute sie zu mir auf „wie geht es dir eigentlich?", erkundigte sie sich, fast schon beiläufig.

Kurz ließ ich mir ihre Frage durch den Kopf gehen. „Ich weiß nicht, so oder so kann ich an der Situation nichts ändern, aber es ist trotzdem schwer.", versuche ich irgendwie in Worte zu fassen was ich dachte, scheiterte allerdings kläglich, weshalb ich seufzend nach ihrem Pergament griff.

Seelenspiegel -Tom Riddle-Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt