Kapitel 32

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"Marco was machst du denn hier?", fragte ich jetzt auch und mein Freund ließ mich herunter. "Können wir bitte mal reden?", fragte Marco und klang wirklich verzweifelt. "Was willst du denn noch bereden?", fragte Mario und stellte sich mit verschränkten Armen vor ihn. "Ich hab großen Mist gebaut und das weiß ich", begann er, "aber Anni habt ihr auch Beide verziehen". Irgendwie tat mir Marco ja leid und am liebsten hätte ich ihm einfach gesagt, dass wir die ganze Sache einfach vergessen würden. Er lief einen Schritt auf Mario zu, doch der wich ihm aus. "Denkst du, dass alles wieder gut wird, wenn du hier einfach auftauchst und dich entschuldigst?", fragte er und setzte sich auf die Treppenstufen. "Mario", schaltete ich mich ein, "weißt du wie unfair es wäre Anni zu verzeihen und Marco nicht?" Mario vergrub sein Gesicht in seinen Händen: "Jenna du verstehst das nicht", säuftzte er. Langsam merkte ich, dass ich eigentlich mehr auf der Seite von Marco als auf der Seite von Mario stand. "Ich weiß, dass du es nicht verstehen wirst aber Alkohol ist einfach so ein Mist und ich fasse es nicht, dass sowas unsere Freundschaft zerstört", säufzte er und lief einige Treppenstufen nach unten.

Mario PoV:

"Doch ich versteh dich", meinte ich kurz und hob meinen Kopf um ihn anzuschauen. Mir kam wieder die Situation mit Angi in den Kopf und mir wurde klar, dass ich damals kein Bisschen besser gewesen war als er. Meine Freundin setzte sich neben mich und legte ihren Arm um meine Schulter: "Schatz stell dir mal vor ich hätte dir damals nicht verziehen", meinte sie und Marco schaute uns verwirrt an. "Das wäre wirklich.." -"Kathastrophe, ich weiß. Aber Marco geht es doch genauso", unterbrach sie mich und ich stand einfach auf und lief langsam auf Marco zu. "Ich verzeih dir, aber bau nie wieder so einen Mist okay?", flüsterte ich und fiel ihm dann um den Hals. "Danke Man", flüsterte mein bester Freund zurück und wischte sich dann irgendwas aus dem Gesicht. "Alter heulst du?", fragte ich und musste grinsen. "Ich hätte dich gerade fast verloren man", meinte Marco und ließ mich dann wieder los. "Schwamm drüber?", fragte Jenna, die jetzt hinter mir aufgetaucht war. "Schwamm drüber", wiederholte ich und legte auch den Arm um sie. "Übrigens Glückwunsch zum Tor Bro", beglückwünschte mich Marco und zog dann seine Jacke wieder an. "Gehst du jetzt schon wieder?", fragte ich überrascht. "Schon wieder?!", lachte Marco, "ich sitz hier schon seit vier Stunden rum und warte". "Du spinnst", rief meine Freundin. "Ja ich habs irgendwie verbockt, dass du ja heute spielen musstest", entgegnete Marco, "naja ich muss wieder los, weil morgen muss ich ja ran". Da hatte er natürlich Recht. Auch wenn ich es nicht für sehr produktiv hielt um zehn Uhr abends noch eine sechsstündige Autofahrt anzusetzen, wenn man am nächsten ein Spiel hätte, doch etwas anderes blieb ihm warscheinlich nicht übrig. "Gut.. dann machs gut Alter", meinte Marco und nahm mich nochmal in den Arm. Als er gegangen war drehte ich mich zu meiner Freundin um und schüttelte dann lächelnd den Kopf: "Der Typ weiß einfach immer, wie er mich rumbekommt". "Ja das war jetzt wirklich komisch", meinte Jenna verwirrt und sperrte unsere Wohnungstür auf. Es war warm und ich liebte den Geruch im Inneren. "Home sweet home", rief Jenna und schmiss sich auf die Couch. "Oh Gott ist das ungemütlich", stöhnte sie und zog ihr Oberteil nach oben um ihren Bauch freizumachen. "Du darfst nicht immer so enge Hosen anziehen!", schimpfte ich und beugte mich über die Lehne und legte meinen Kopf auf Ihren. "Schlaghosen oder was?", lachte sie. "Würden dir bestimmt auch stehen", antwortete ich. "Ich will dich sehen, wenn ich mich mit einer Schlaghose neben Sarah setze", meinte Jenna und klatschte mir im nächsten Moment ein Kissen ins Gesicht. "Eey ich glaub es hakt!", rief ich und schmiss mich mit auf die Couch. Im nächsten Moment bekam sie das Kissen in voller Fahrt zurück ins Gesicht. "Ich bleib bei den Hosen", beendete sie dann den Disput und ich nahm mein Ipad in die Hand und schaute auf meinen Internetseiten herum. "Schau mal Schatz", rief Jenna und drückte mir ihr Handy vors Gesicht. Sie laß gerade in irgendeiner Onlinezeitung. In der Mitte sah ich ein großes Foto mit ihr und Milan. "Supermario und seine Peach", zitierte ich die Überschrift und musste grinsen. "Muss ich den Text unbedingt lesen?", fragte ich gequält, weil ich derartige Beiträge über mein Leben hasste. "Nein hab ich schon für dich gemacht", antwortete sie kichernd. "Und was schreiben sie so aufregendes?", entgegnete ich genervt. "Das ich neben Milan wie eine Mutter ausgeschaut hab und das ich eine gute Figur abgegeben hab und sowas", meinte Jenna. "Dafür muss ich keinen Bericht lesen, das weiß ich", entgegnete ich gelassen, "du bist doch eine Supermama". Nach dieser Aussage beugte sich meine Freundin über mich und drückte mir einen Kuss auf den Mund. "Leider sind wir aber immernoch Supereltern mit namenlosen Kindern", lachte meine Freundin. "Schlag mir einfach ein paar Namen vor und ich sag dir dann, ob ich sie gut oder schlecht finde", schlug ich gelangweit vor, weil es in meinen Augen im Moment noch wichtigere Dinge gab als die Namen der Kinder. "Gut, wenn dir das so scheiß egal ist such ich mit Anni welche raus", meinte Jenna und konzentrierte sich wieder auf ihr Handy. "Anni?", fragte ich vorwurfsvoll und schaute zu ihr hoch, "nein dann mach ich mir Sorgen, ich helf dir". "Wusste ich doch, dass ich dich so rumbekomm", kicherte Jenna und küsste mich dann wieder. "Ich liebe dich Supermario", flüsterte sie und dann legte sie sich zu mir nach unten und schlief in meinen Armen ein.

Love never runs out (Mario Götze FF - ON HOLD)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt