Das Trio und Dracos Rache
Am nächsten Morgen stand ich grummelig auf, denn wenn ich an gestern dachte, kam die Wut sofort wieder, dass Snape mich so weit gebracht hatte, die Haltung zu verlieren... aber ich hoffte sehr, dass es Harry heute besser ging und so wartete ich sorgenvoll auf sein Erscheinen. Ich ließ sogar meinen täglichen Lauf ausfallen.
Als dann er und Ron endlich kamen, aber erstaunlich früh für ihre Verhältnisse, umarmte ich Harry fest. Der Gemeinschaftsraum lag verlassen und bisher waren nur zwei Löwen nach draußen geschlichen, die, nachdem sie meiner ansichtig wurden, Fersengeld gaben.
Ron sah mich auch sonderbar an und auch Harry hatte einen fragenden Blick, die zwei schienen bevor sie hinab kamen miteinander geredet zu haben und nun wollten sie Antworten.
Ich errichtete mit meinem Stab einen Muffliato und einen Silencio, denn ich wollte nicht, dass uns jemand belauschte.
„Also Harry, geht es dir besser?", saß ich neben ihm. Wir drei hatten uns dieses Mal auf die Couch gequetscht, als würden wir Nähe brauchen.
„Ja, dank dir, die Tränke waren toll, wo hattest du die her?", fragte er schüchtern und sah mich scheu an. „Ich bin immer noch etwas neben der Spur, das alles war gestern ein bisschen viel für mein Hirn!" umfasste Harry seinen Kopf und hielt ihn fest, als hätte er noch immer Schmerzen.
„Viele Fragen, oder? Nun ich hab ein paar Tränke in den Ferien auf Verdacht, dass wir sie mal gebrauchen könnten, gebraut und siehe da, wir haben...", erklärte ich reichlich nüchtern. Er nickte und gab sich mit meiner Erklärung zufrieden, die sogar stimmte.
„Ok, bevor ich von mir erzähle, würde mich interessieren, was das gestern im Gemeinschaftsraum war und Ron hat mir erzählt, als ich schon schlief ging es weiter?", entgegnete er nun rau, während Ron dasaß und leicht überfordert wirkte.
„Ja, Hermione, das war heftig, du kamst wie ein Racheengel rüber, so aggressiv! So kenn ich dich gar nicht und wie... krass, voll befehlend, du mit Fred und George gesprochen hast... aber das Krasseste war, die haben getan was du gesagt hast?", redete er zum Schluss hin immer aufgeregter, dabei schaute er mich nun mit offenem Mund an. „Das schafft nicht mal Mum!", meinte er da noch schrill.
„Ron, ich weiß, dass du das vielleicht nicht verstehst, was für Ängste ich hatte und was für Sorgen ich mir um Harry gemacht habe, aber ich habe alle gelesen was es zu dem Thema gibt und ich weiß auch um die Gefahren. Normalerweise schützt man seinen Geist vor fremdem Eindringen, aber bei Harry besteht diese Verbindung permanent... verstehst auch du Harry den Unterschied? So was gibt es normalerweise nicht!", versuchte ich ihnen klar zu machen, wie ungewöhnlich, aber auch brisant die Situation war. „Das ist, wie alles bei dir, außergewöhnlich! Und nachdem du gestern Abend rein kamst oder eher gestolpert bist wusste ich, dass du gerade sehr angreifbar bist, was sich ja leider bewahrheitet hat, wie mir George von deinem Lachanfall im Bett erzählt hat!", versuchte ich sie mit großen, eindringlichen Augen anzusehen.
„Du meinst, das war Absicht von Snape?", hauchte Harry misstrauisch und blickte wachsam, beschuldigte er sofort wieder Snape, dass er ein treues Mitglied des Lords war.
„Nein, Harry, keine Absicht! Ignoranz, seine Borniertheit dir gegenüber, all das aber keine Absicht, aber trotzdem warst du sehr anfällig, ohne die Tränke wäre es noch schlimmer gewesen, da deine mentale Verteidigung noch nicht steht", seufzte ich tief und unglücklich.
„Aber wenn du das jetzt zu seinen Gunsten sagst, warum bist du dann gestern so ausgetickt?", fragte Ron total perplex.
„Weil ich von einem erwachsenen Mann, Professor und Lehrer erwarten kann, sich dessen bewusst zu sein und sich selbst beherrschen zu können. Sein Verhalten war inakzeptabel und wenn er mal darüber nachdenkt, wird ihm das hoffe ich doch mal selbst kommen!", grollte ich dunkel und meinte das sehr harsch, da wurde ich doch glatt schon wieder sauer.
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When Hermione Fights
FanficEs heißt, man hätte immer eine Wahl und ich hatte gewählt. Ich würde kämpfen! Ich war bereit, mich dem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu stellen. Ich ging den Weg eines Kriegers. Nicht populär, aber notwendig, denn ich befand mich seit Jahren...
