Three Broomsticks
Ich spürte, wie ich halb erdrückt wurde und schlug flott meine Augen auf. Draco hatte es geschafft, mich im Schlaf unter sich zu begraben und so lag ich sehr gequetscht, tief in der Matratze versunken. Ich musste fast lachen, dass er mich so wenig gehen lassen wollte, sonst hätte er mich nie so nah über Nacht bei sich haben wollen.
Ich begann, ihn vorsichtig zu stupsen bis er sich mit einem Grummeln von mir rollte und ich wieder richtig Luft bekam. Was... so spät? Fast sieben Uhr, da konnte ich meinen Lauf heute vergessen!
Da fiel mir mein Plan wieder ein, ich musste jetzt wie immer schnell sein und so sprang ich auf und rief Orange mit demselben Spruch, den Draco damals im „Rose Cottage" für seine Eule verwendet hatte.
Bis sie über die magisch verschlungenen Wege in die Kerker kam, hüpfte ich ins Bad und wusch mich, putzte mir die Zähne, meine Schuluniform reinigte ich und verwandelte sie in Jeans und in einen warmen Pulli. Ich würde gleich zum Frühstücken gehen, damit niemandem in Gryffindor auffiel, dass ich die Nacht nicht in meinem Haus verbracht hatte.
In dieser Zeit trat mir mein gestriges, unentschuldbares Tun wieder deutlich vor Augen und da wurde mir doch fast schlecht, als mir Parkinsons krampfender und zuckender Leib wieder in den Sinn kam und ich stützte mich kurz kraftlos an der Wand ab. Bitte, Hermione, jetzt reiß dich am Riemen, du hast schon ein Leben genommen, da tut so ein wenig Folter nicht weh und nein, davon konnte ich mich nicht so recht überzeugen, so oft ich es mir auch vorsagte, es war nicht in Ordnung zu foltern, zu strafen, ja, aber nicht so!
Ich wusste nun, ich konnte es, so wie ich alles konnte, was ich mir vornahm zu können, aber ich wusste auch, ich würde es nicht mehr tun, ... halt, eine Einschränkung, wäre es jemals gerechtfertigt, dann würde ich es eventuell wieder tun, aber nur dann! Ich schüttelte benommen meinen Kopf, um die grausamen Bilder zu verdrängen, das nahm mich mehr mit als das mit Bole.
Aber was sollte ich tun? Mein antrainierter Pragmatismus setzte wieder ein, geschehen war geschehen und so verließ ich das Bad.
Danach setzte ich mich an Dracos Arbeitstisch, nahm Pergament und Feder und schrieb eifrig einen kurzen Befehl. Ich verlangte ein Treffen, für heute um 16 Uhr in den Drei Besen in Hogsmeade, als ich den Brief versiegelte kam auch schon Orange.
„Hallo, meine Süße, schön, dich zu sehen. Hier, bring das dem Käfer und nur Rita Skeeter, verstanden?", sie schuhute leise in mein Ohr, sah mich treuherzig mit ihren riesig großen, orangefarbenen Augen an und ich band ihr den Brief ans Bein, entließ sie.
Als ich aufblickte konnte sehen, wie mich Draco mit einem müden Lächeln im Gesicht betrachtete.
„Ich wollte dich nicht wecken, entschuldige!", ging ich auf ihn zu und strich ihm, als ich beim Bett stand, seine Strähnen aus dem Gesicht, er fing meine Hand ein und küsste sie.
„Ich muss eh raus, gut siehst du aus! Selbst dein Gesicht, auch hier hat die Salbe ganze Arbeit geleistet", grinste er erfreut nach seiner Musterung und zog mich an der Hand bestimmt ins Bett, so dass ich auf ihn fiel, was ihn verspielt kichern ließ.
„Du hast dem Käfer geschrieben?", vergrub er den Kopf in meinem Haar.
„Sie will ich heute in Hogsmeade treffen."
„Ah, verstehe, meine kleine Intrigantin, hab ich dir gesagt, dass ich süchtig nach dir bin?", grinste er und strich verlangend über meine Seiten und nun kicherte ich.
„Draco, wirklich, dafür haben wir keine Zeit, sorry", versuchte ich mich von ihm zu lösen, aber das ließ er nicht zu und umfasste mich sofort fester und zog mich an seine Brust.
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When Hermione Fights
FanfictionEs heißt, man hätte immer eine Wahl und ich hatte gewählt. Ich würde kämpfen! Ich war bereit, mich dem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu stellen. Ich ging den Weg eines Kriegers. Nicht populär, aber notwendig, denn ich befand mich seit Jahren...
