Die letzten unbeschwerten Tage
Hermiones Sicht
Der Abend nach Snapes wie immer beeindruckenden und durchschlagenden Abgang war dann doch sehr vergnüglich. Blaise war ein wirklich netter Mensch und so wie er sich jetzt präsentierte war ich überzeugt, ich mochte den Jungen sehr gerne. Auch wenn ich die Sorge hatte, dass er ein bisschen Angst vor mir hatte, so wie er mich manchmal musterte, nach der Erkenntnis, dass ich nicht mehr „unschuldig" war. Aber die Jungs schafften es, ihn abzulenken und so taute er auch auf.
Draco ging auch auf und vergaß den Ärger über Lucius und bekochte uns, was Blaise fast einen Herzinfarkt bescherte, aber irgendwie schien es ihm gut zu tun, dass sein Freund aus Slytherin nun auch hier bei uns war.
Die Jungs feierten noch einen feuchtfröhlichen Abend und versuchten jeder für sich ihren Lieblingsdrink festzulegen, wobei ich ihnen belustigt und gut unterhalten zusah. Ich versuchte aber auch, Pläne auszuarbeiten, da ich mir sicher war, dass es zwar jetzt die beste Taktik war unterzutauchen und zu verschwinden, aber ich war sehr unsicher, wie lange das funktionieren würde und für diesen Fall, der irgendwann eintreten würde und ich mich nicht mehr verstecken konnte, versuchte ich schon jetzt, Pläne zu entwerfen, sollte mir doch keiner vorwerfen, ich wäre nicht vorbereitet für den Fall der Fälle.
Der Auftritt des Professors war mal wieder einzigartig gewesen, er hatte wenig gesagt aber darin lag ja die Würze, nicht?
Wir würden, wenn er wiederkäme, uns über die Möglichkeiten, die es gab, unterhalten müssen, aber ich wollte ihm mein Mal nicht zeigen, das wollte ich mir aufheben, ich würde mit Draco darüber reden müssen.
Um zwei Uhr in der Früh ging ich ins Bett, die Jungs feierten übermütig weiter, was ich ihnen gönnte.
Am nächsten Morgen sah ich alle erst spät wieder. Ich hatte mir Gedanken gemacht, warum das mit den Stäben von Fred und George nichts geworden war, denn das kleine Drama, als sie daheim die neuen Stäbe ausprobierten und nur etwas Biestigere und Fiesere kleine Eichhörnchen aus ihren neuen Zauberstäben brachen, war fulminant gewesen. Und so versuchte ich auf Zauberstabmacher zu machen und setzte mich doch tatsächlich mit der Materie auseinander.
Als dann endlich alle um den Tisch versammelt waren und sich mehr oder weniger aufrecht hielten, nach der kräftezehrenden Nacht, ergriff ich das Wort. Zabini hatte sich schon gut eingefunden und schien mehr auf seinen auf dem Tisch liegenden Armen zu schlafen, als mir zuzuhören.
„Fred, George, ich habe mir Gedanken darum gemacht, warum ihr immer noch Eichhörnchen als Patroni habt und..." Sie unterbrachen mich erregt, denn sofort hatte ich damit ihre Aufmerksamkeit errungen:
„Bitte sag es uns?", „Jaaaa, bitte!", bettelten sie erbärmlich.
„Nun, George hatte Ulmenholz mit der Feder eines Hippogreifs von Ollivander und nun hat er Ulmenholz mit dem Haar eines Thestralschweifs!", blickte ich in die Runde und alle hörten aufmerksam zu.
„Fred hat von Ollivander einen Zauberstab aus Walnussholz mit Hippogreifenfeder und nun Walnussholz mit Thestralschweif! Versteht ihr, was ich zu sagen versuche? Ihr habt nur euer Innenleben ausgetauscht, zwar ist dies der magische Kern, aber auch das Holz spielt da mit rein und anscheinend war das nicht genug, da ja auch das Innenleben ähnlich ist. Ich meine, beides sind magische Huftiere und ich als Laie denke jetzt halt, dass ihr mit den Eichhörnchen werdet leben müssen. Ich zum Beispiel hab halt zwei völlig verschiedene Stäbe, die so was von nichts miteinander zu tun haben", erklärte ich schwer meine komplexen und wirren Gedanken.
Die Twins blickten ziemlich bedröppelt aus der Wäsche, Zabini verstand augenscheinlich nur Bahnhof und Draco nickte überlegend mit dem Kopf.
„Mhm, ich denke, du hast recht! Mal schauen, meine Stäbe, der Weißdornzauberstab hat, wie Hermiones, Drachenherzfaser und auch mein Schulzauberstab hat denselben Kern, ist aber aus Kastanienholz. Ich habe aber bisher nur mit dem Weißen den Patronus beschworen! Ich habe somit nicht die Kerne sondern nur die Hölzer getauscht, während ihr bei den Hölzern gleich seid aber das Innenleben ausgetauscht habt", und so zielte er mit dem braunen Stab und es erschien nach seinem Expecto Patronum wieder eine Schlange, zwar nicht so beeindruckend groß und schön wie seine Viper, aber dem schon sehr ähnlich und unter dem Fidelus konnte er dies bedenkenlos mit dem Schulzauberstab tun.
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When Hermione Fights
FanfictionEs heißt, man hätte immer eine Wahl und ich hatte gewählt. Ich würde kämpfen! Ich war bereit, mich dem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu stellen. Ich ging den Weg eines Kriegers. Nicht populär, aber notwendig, denn ich befand mich seit Jahren...
