Wahrheiten
„Hermione, wohin so schnell?", keuchte Harry atemlos hinter mir.
„Schsch..., Harry, bitte nicht jetzt!", bat ich nur brüsk und spurtete gehetzt in den dritten Stock, dank unseres täglichen Lauftrainings kamen Harry und ich gut voran, ohne zu sehr außer Puste zu kommen, unsere Kondition war wirklich erstaunlich gut, auch wenn mich mein Kleid etwas behinderte, aber ich zog es mir mit der Hand über die Oberschenkel, ohne falsche Scheu und hastete weiter. Harry war heut wirklich erstaunlich, er fragte nicht warum, wieso, weshalb, er lief brav mit.
Das Positive an Umbridges Ableben war auch, dass sich Professor Flitwick hatte aufraffen können, den bisher unüberwindbaren Sumpf der Twins im Handumdrehen verschwinden zu lassen, nachdem Professor Dumbledore zurückgekehrt war und so war das Passieren und Überqueren der Flure und Gänge wieder ohne weiteres möglich.
Als wir in den Flur einbogen, in dem das Verteidigungsklassenzimmer war und ich ihm mit dem Finger auf dem geschlossenen Mund bedeutete, nun ganz leise zu sein, huschten wir mit Bedacht in das Klassenzimmer und die Wendeltreppe hinauf, die paar Schutzzauber, die noch auf dem Büro lagen, löste ich gekonnt.
All dies geschah unter den aufmerksamen Augen von Harry und als ich über meine Schulter blickte und mich diesem bedachtsamen Blick ausgesetzt sah, konnte ich ein raues Auflachen nicht unterdrücken, da wir schon wieder zusammen einbrachen und auch auf seinem, seit dem Gespräch... äh... Verhör mit den Auroren etwas verstimmt wirkenden Gesicht, breitete sich nun ein spitzbübisches Grinsen aus.
Er zwinkerte mir belustigt zu und ich wandte mich wieder um, damit wir endlich in das Büro kamen, als die Tür auch schon aufschwang und wir rasch eintraten. Es sah immer noch genauso aus wie damals, die Kätzchen maunzten in einer Tour, ich hätte ihnen gerne ihre Mäuler gestopft, das war ja nicht auszuhalten.
Harry blieb noch etwas verloren an der geschlossenen Tür stehen und mein Blick zurück sagte mir, dass er an sein Kamingespräch mit Kreacher dachte, aber ich wandte mich nun dem ordentlichen Schreibtisch zu und musste Harry in seinen traurigen Gedanken sich selbst überlassen.
Ich bückte mich jetzt zu der rechten Schublade, um sie auf Zauber und Flüche zu untersuchen, lieber ein bisschen vorsichtiger sein als einmal zu wenig. Ich wurde richtig pedantisch und konnte Snape da plötzlich richtig gut verstehen.
Als ich merkte, dass da nichts darauf lag, keine Flüche und Banne mehr, lächelte ich leicht und zog die Lade auf, um sie im nächsten Moment laut fluchend wieder mit einem geräuschvollen Schlag zuzustoßen.
So ein Mist aber auch, diese blöde Kröte ärgerte mich selbst noch im Tode, das war ja nicht zum Aushalten! Blöde, hässliche Kröte, hätte ich doch wenigstens noch ihrer Kehle ein paar Schmerzenslaute entlockt, dann würde ich dies nun leichter ertragen könne, diese... ahhh... hatte kein so sanftes Ende verdient.
Harry trat aufmerksam zu mir.
„Was ist, was regt dich so auf?", kam es ruhig, aber auch sehr interessiert von ihm.
„Ahhhhhrrrr... diese widerwärtige Kröte!", stieß ich aufgebracht heraus. „Sie hat einen schwarzen Zauber auf ihre Unterlagen gelegt, sodass die sich zerstören, wenn sie aus dem Leben scheidet, scheiße!", zischte ich aufgebracht und trat den Schreibtisch mit meinem Fuß, autsch!
„Was soll mich jetzt mehr erstaunen, dass du auf eine arme, tote Frau, die gewaltsam aus dem Leben geschieden ist, so schimpfst, oder dass du genau weißt, wo du zu suchen hast?", entgegnete Harry erschreckend kalt, aber auch überlegt, dabei schob er mit seinem Zeigefinger den Bügel seiner Brille wieder auf sein Nasenbein, was sehr überlegen wirkte.
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When Hermione Fights
FanfictionEs heißt, man hätte immer eine Wahl und ich hatte gewählt. Ich würde kämpfen! Ich war bereit, mich dem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu stellen. Ich ging den Weg eines Kriegers. Nicht populär, aber notwendig, denn ich befand mich seit Jahren...
