The Right Hand!
Lucius Sicht
Ich saß wie gewohnt in meinem Salon und kraulte Dukes erstaunlich weiches Fell. Ich mochte meine Wolfshunde, sie strahlten so eine tiefe, innere Ruhe aus, und ja, ich genoss es in vollen Zügen, dass Severus sie hasste, wie er alles hasste!
Es war immer herrlich amüsant ihn mit meinen Tieren aufzuziehen. Ich werde nie sein Gesicht vergessen, als ich ihm zeigte, dass die Pfauen zum ersten Mal Babys gelegt hatten und seit jenem Tag hatte ihre Population exorbitant auf meinem Grund und Boden zugenommen.
Er hatte nur geknurrt, dass wenn er nun einen grillen würde, ich wenigsten noch genug hätte, das war sehr, sehr lustig gewesen, für mich, versteht sich, Severus hatte eher ausgesehen als hätte er etwas Ungenießbares gegessen.
Warum ich gerade daran dachte?
Nun, Severus war soeben durch diese Tür mit seinem verschossensten und griesgrämigsten Gesichtsausdruck hinausgeeilt, wie nur er ihn konnte und eben dieser Ausdruck hatte mich an früher erinnert. Er war über die Entwicklung gar nicht glücklich, ich verstand nur nicht warum?
Ich war sehr zufrieden, blickte nun in die lodernden rot, goldgelben Flammen und hörte ihr knistern, als ein Scheit geräuschvoll zusammenbrach und hellrote Funken hervorstoben und sich der holzige Geruch des brennenden Scheits in dem Raum verbreitete. Während mich das Farbenspiel gefangen nahm und ich an die Nacht und den darauffolgenden Tag dachte, konnte ich nicht erkennen, was ihn wieder so verstockt hatte, aber so war Severus schon immer gewesen.
Er war wahrlich kein einfacher Mann, aber er war genial, brillant ein wertvolles Unikat, so wie ich, nur auf andere Art und Weise. An sich ergänzten wir uns glänzend, er war nicht nur mein Verwandter!
Nein, mein Bruder im Geiste, viele wären entsetzt, wüssten sie wie nah wir uns wirklich standen.
Ich hätte viel für Severus getan, wenn nicht gar alles, das erstmals bewiesen hatte ich es, als ich seinen Vater, diesen minderwertigen Abschaum, vom Angesicht der Erde wischte und sagen wir mal so, es war kein sauberer oder leiser Abschied gewesen, der Tobias Snape ereilt hatte. Niemand tat einem Mitglied meiner Familie das an, was sich dieser Muggel angemaßt und erdreistet hatte Eileen oder Severus anzutun.
Ich hatte nur gewartet bis alle tot waren, die mich hätten aufhalten können Rache zu nehmen und ich wusste Severus war dankbar, glücklich und einfach nur froh diesen Mann nie mehr sehen zu müssen. Er hatte auch nie nachgefragt, hatte es nur akzeptiert, dass ich die Angelegenheit zur vollsten Zufriedenheit aller geregelt hatte.
Und das brachte mich wieder zu meinem Ausgangspunkt zurück, denn auch ein Abschnitt meines Lebens hatte gestern ein spontanes Ende gefunden. Ich war frei wie ich es seit meinem 19. Lebensjahr nicht mehr gewesen war!
Narcissa war tot!
Ich war dieses keifende, bösartige Weib ein für alle Mal los! Ich war sehr erfreut, warum hatte ich sie nicht eher beseitigt? Oder beseitigen lassen?
Gute Frage, aber diese mir verhasste oder besser, im Grunde gleichgültige Frau, war Dracos Mutter gewesen. Ich hatte sie respektiert und mit den Jahren war die Ignoranz mit eingezogen, es war ein gute eingespieltes Arrangement, mit dem ich leben konnte, aber dank meinem neuesten Familienmitglied hatte ich eine ungeahnte, in ihrem Ausmaß beängstigende, Freiheit zurückerlangt.
Ja, Hermione Granger, ein Mudblood, hatte mich von meiner angemessenen, reinblütigen Gemahlin befreit und wenn Draco sie nicht so vehement für sich beanspruchen würde, wäre sie schon längst mit Haut und Haaren MEIN!
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When Hermione Fights
FanfictionEs heißt, man hätte immer eine Wahl und ich hatte gewählt. Ich würde kämpfen! Ich war bereit, mich dem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu stellen. Ich ging den Weg eines Kriegers. Nicht populär, aber notwendig, denn ich befand mich seit Jahren...
