Der Schock danach!
Hermiones Sicht
Als ich mich in unser Zimmer zurückzog wusste ich, ich hatte wieder Grenzen ausgelotet und auch überschritten, aber es hatte sich zu meiner eigenen Verwunderung gut angefühlt. Es hatte mir verdammt gut gefallen so dominant zu sein. Ich hatte es gerne getan und Draco so gequält, denn dass ich ihm Schmerz in mehrfacher und vielschichtiger Hinsicht verursacht hatte war nicht zu übersehen gewesen. Körperlich und auch geistig hatte ich gefährlich an seiner Kontrolle gekratzt. Ich gehörte Niemandem, verdammt! Doch ich war mir sicher, es hatte ihm gefallen und der gefährliche Kitzel hatte ihn erregt, sonst hätte ich mich wohl kaum verleiten lassen ihn so sehr zu quälen.
Und wenn ich ehrlich war, wenn ich mich nicht ab und an selbst zurückgenommen hätte, mich mit Bestimmtheit zurückgerufen hätte, hätte ich ihn noch viel mehr quälen können und ich hatte es genossen in allen Zügen. Ich hatte bisher nicht gewusst, dass ich so ein Repertoire an masochistischen und sadistischen Ideen mit mir herumtrug, gab ich gerne mein Erstaunen über mich selbst zu, denn alles was mir einfiel um ihn zu quälen, war mir spontan eingefallen. Aber Draco hatte es verdient, jeden Schmerz und jede Demütigung, die ich ihm vorhin zugefügt hatte. Er hatte sich wissentlich über meine ausdrücklichen Wünsche hinweg gesetzt, was mich maßlos wütend gemacht hatte und wie ich dann festgestellt hatte, dafür gesorgt, dass ich sogar vor ihm mit meinen wütenden Rachegedanken nicht Halt machte. Ich ließ mich halt von niemandem so behandeln. Keiner konnte mit mir so umspringen ohne die Folgen zu tragen, nicht mal mein Freund, vielleicht sogar gerade mein Freund nicht, denn ich war absolut nicht Dracos Trophäe.
Aber ich war ja auch nicht umsonst aus dem Manor geflüchtet! Ich hatte mir vorgenommen die Herrschaft der drei Schlagen über mich zu schmälern und so zog ich nun meinen neuen Standpunkt knallhart und rücksichtslos durch, das musste sein! Es reichte, Draco konnte und durfte mich nicht so missbrauchen und mich wie die zu gewinnende Trophäe zwischen Severus und Lucius hinhalten, das verdienten sie nicht und ich auch nicht! So legte sich meine Wut darüber und über Dracos selbstherrliches Betragen nur langsam. Ich hoffte, er hatte es endlich verinnerlicht, dass ich niemandem gehörte!
Arch, das ich so sein konnte beunruhigte mich etwas, aber wie er da so hilflos vor mir lag,... das war,... das war nur einfach fantastisch gewesen und es hatte mir gefallen ihn zu missbrauchen und meine Lust an ihm zu stillen. Und dann zu sehen wie er kam, so vollkommen hilflos, seiner eigenen Lust und Gier ausgeliefert, hatte mir ein unglaubliches Glücksgefühl beschert. Ich wusste, ich hatte ihn überrumpelt und so leicht würde mir so etwas nicht wieder gelingen, nur wenn er mal nicht aufpasste, aber es war gut ihm zu zeigen, dass ich ihn noch immer überraschen konnte und wenn es mit meiner Grausamkeit war.
Ich hatte das ernst gemeint mit Lucius und Severus. Ich mochte es und mit dem nötigen Abstand gefiel es mir auch zu wissen, dass ich sie in der Hand hatte. An Severus hatte ich heute Abend versucht mit meinem Charme weiter zukommen und ich hätte Dracos Einmischung wahrlich nicht benötigt, Severus war für seine Verhältnisse richtiggehend zahm gewesen. Aber wenn Draco sich so blödsinnig einmengte und Severus so deutlich unter die Nase rieb, dass ich mit ihm zusammen war, wurde Severus aus verständlichen Gründen wütend. Und genau, an wem ließ er dann seine schlechte Laune aus? Wer hatte die Konsequenzen aus Dracos kindischen Gehabe zu tragen, genau ICH! Und darauf hatte ich keine Lust! Das musste Draco lernen, verdammt!
Als ich nun an Harry und Rons Gesicht denken musste, wie ich halbnackt auf sie zuging, ihr abgrundtiefes Entsetzen, nachdem sie gesehen hatten wie Dracos und mein „Liebesspiel" aussah, glaubte ich zu sehen, dass Harry unwiederbringlich seine Hoffnungen und Phantasien, wie ich sein könnte, verloren hatte und sich nun mit der totalen Wahrheit konfrontiert sah, dass ich war wie ich war. Er hatte sehr erschütterte ausgesehen und sehr blass. Na gut, über Ron brauchten wir nicht reden, der schien kurz vor einem Hirnschaden zu stehen, gepaart mit einem Herzinfarkt, so knallrot wie er ausgesehen hatte, als er mich so sah, mit Draco und das, was ich diesem antat.
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When Hermione Fights
FanfictionEs heißt, man hätte immer eine Wahl und ich hatte gewählt. Ich würde kämpfen! Ich war bereit, mich dem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu stellen. Ich ging den Weg eines Kriegers. Nicht populär, aber notwendig, denn ich befand mich seit Jahren...
