Etwas Unverzeihliches
Scheiße!
Schade, dass er nur einen Reparo anwenden musste, in der Muggelwelt hätte er sich neue Gläser kaufen müssen und das würde ihm recht geschehen! Warum warf er immer mit seinen Gläsern nach mir?
In einer unbewussten Geste griff ich an mein lädiertes Ohr, autsch, das tat echt weh, nicht so wie Lucius' barbarischer Biss. Aber dass auch Snape jetzt mit so etwas anfing? Wenigstens blutete es nicht.
Ich, gefangen zwischen drei Schlangen, alles war so zum Haare raufen aber halt auch nicht zu ändern. Und so zog ich mir die Kapuze tief ins Gesicht, wie gut, dass alle Professoren und auch Filch die Kerker mieden und die Aufsicht darüber komplett Snape überließen, somit hatte ich mehr oder minder Narrenfreiheit.
So brauchte ich mir keine Sorgen machen, bis ich den Gemeinschaftsraum erreichte.
Ich kontrollierte, dass die Kapuze saß und trat ein, rauschte regelrecht hinein. Ich war gespannt, wie es ablief, so oft kam ich auch nicht her, dass ich vollkommen unbesorgt sein konnte.
Ich fegte, eines Snape würdig, in den Raum und da es erst halb elf war, hatte ich mal wieder einen fulminanten Auftritt, ich sag's ja, Draco färbte ab. Dramaqueen, hatte Ginny heute nicht etwas in der Art gesagt?
Ich konnte beobachten, dass viele perplex wirkten ob meiner Erscheinung und sie wichen furchtsam zurück und ich überblickte kurz den Raum, konnte aber kein Weißblond erkennen, dafür sah ich einen dunkelhäutigen Schönling, der sich rasch von seinem Platz beim Kamin erhob und mit weitgeöffneten Armen auf mich zutrat.
Ich konnte sehen und hören, wie einige bei Blaises Begrüßung aufmuckten und sich fragten, was das nun war. Das Tuscheln setzte umgehend ein.
„Kennt der die jetzt auch?", „Wer ist das nur? Ich sterbe noch vor Neugier!", „Wie die hier Auftritt!", „Schrecklich, als würde ihr das Haus gehören!", „Wann Draco wohl genug hat?" und so fort, wehte es gehässig durch den gutbesetzten Raum.
„Abraxina! Ich liebe es, dich zu sehen! Ich habe dich vermisst!", meinte dieser riesige Charmeur schmeichelnd, denn Blaise war charmant, wenn er wollte, konnte er jede um den Finger wickeln.
„Blaise, du Schleimer!", entgegnete ich ihm abwiegelnd und ließ mich sanft in den Arm nehmen, zuckte aber leicht zurück, als er mich zu fest umarmte. Alles unter den aufmerksamen Blicken der Schlangen, die es nicht fassen konnten, dass nun auch Blaise mich kannte und mir nah zu sein schien. Es war echt spaßig, sie so abgrundtief zu schocken und so lächelte ich breit, gut verborgen von dem schwarzen Stoff.
„Was ist, Schönste? Hast du Schmerzen?", verdüsterte sich sein besorgter Blick. „Draco hat es mir erzählt, von gestern und... wo du... wo du bis jetzt warst! War er das, hat er... hat er dich verletzt?" Ich winkte ab und so nahm er sehr vorsichtig meine Hand und zog mich zur Couch. „Pansy, mach Platz", jagte er sie genauso nett weg wie Draco letztens.
„Bitte setz dich", was ich auch sehr vorsichtig tat, nun da das Training vorbei war und das Adrenalin abflaute, begann mein Körper zu rebellieren, ich war nicht wirklich verletzt aber einen Muskelkater und Prellungen hatte ich trotzdem überall. „Möchtest du einen Whiskey?" fragte er aufmerksam und ich nickte bejahend.
„Blaise, da du gestern ansprichst, wie wusste Draco, dass er kommen sollte?", fragte ich leise, aber wirklich interessiert.
„Ein kleines, wirklich putziges, silbernes Eichhörnchen kam hierher und hat Draco was zugeflüstert und dann ist er rasant abgehauen!", und so brach ich in ehrliches Lachen aus, als ich vor mir sah, wie George, in seiner Sorge um mich, sich überwunden und Draco seinen Patronus geschickt hatte und auch Blaise kicherte.
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When Hermione Fights
FanfictionEs heißt, man hätte immer eine Wahl und ich hatte gewählt. Ich würde kämpfen! Ich war bereit, mich dem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu stellen. Ich ging den Weg eines Kriegers. Nicht populär, aber notwendig, denn ich befand mich seit Jahren...
