Zweifel und Eifersucht
An Schlaf war in dieser Nacht nicht für mich zu denken. Ich war über mich schockiert. Vor meinem inneren Auge liefen immer wieder die Bilder ab, als Snape mir so unerwartet nahe war. Was war da passiert?
Dies hatte ich nicht wirklich getan, oder? Ich meine, ich hatte wirklich und wahrhaftig Geld angenommen, von einem Mann, mit dem ich an einer frei zugänglichen Stelle Sex gehabt hatte und das Brutalste an der Geschichte war, er war mein Professor und hatte keine Ahnung, wen er da so hemmungslos gevögelt hatte! Ich hatte wohl ein Talent mich in blöde Situationen zu bringen, oder was? Ich beantworte das mal mit, ja! Natürlich hatte ich nun die Sorge, hätte Snape mich nicht erkennen müssen, da meine Gesichtszüge nicht verändert waren? Aber ich rief mir in Erinnerung, dass ich auch noch stark geschminkt gewesen war. Das beruhigte mich, denn das ging, wenn ich Minna wurde, immer mit einher, die Augen stark betont und getuscht, auch wagte ich da einen tiefdunkelroten Lippenstift aufzulegen. Kein Wunder, dass er gedacht hatte, ich würde dem Gewerbe nachgehen.
Auch kam mir der Gedanke, dass bis jetzt fast keiner die Dumbledore-Brüder als das erkannt hatte was sie waren, enge Verwandte. Außer man ging wie ich mit diesem Wissen gezielt auf sie zu und ich war mir sicher, dass der Professor viel denken wollte wer oder was ich war, Minna aber nicht mit Hermione in Verbindung brachte. Nun rollte wieder die Erkenntnis über mich, dass ich seiner Forderung nach einer schnellen Nummer nachgegeben hatte, aber wie hätte ich aus dieser Sache sonst raus kommen sollen, ohne dass er wie ein tollwütiger Hund die Fährte aufgenommen und mich verfolgt hätte! Denn Snape war ein misstrauischer Scheißkerl, der wenn er Lunte roch nicht so schnell aufgab. Also hatte ich ihm gegeben was er wollte.
Wie er mich an die Mauer gedrückt hatte,... Himmel... ich rotierte in meinem Bett. Was machte mich gerade fertig? Was war die Ursache? Das versuchte ich zu analysieren, aber ich glaubte, ich kam dem Kern des Übels gerade nahe und ich bestand mir selbst gegenüber auf absolute Ehrlichkeit. Ich würde mir nicht in die Tasche lügen.
Der Sex erschütterte mich deswegen, da es nur um seine Befriedigung gegangen war, so hatte er mich auch genommen, ohne Rücksicht auf Verluste. Das auch ich einen Orgasmus bekommen hatte lag nicht an seinem Bemühen mir einen zu verschaffen, oh nein, er hätte, wenn er vor mir gekommen wäre, das Ganze eiskalt beendet. Seine Gesten und Taten in der Gasse waren nur dafür da gewesen ihn zu befriedigen, das war wohl das Leben und der Sex einer Prostituierten, aber ich war das nicht gewöhnt, denn ich war schließlich kein leichtes Mädchen, verdammt! Schließlich hatten Cedric, Victor und Sirius alles dafür getan, dass ich das gleiche Vergnügen an der Sache hatte wie sie, aber Snape hatte, wenn ich das Revue passieren ließ, meine Brüste nur für sich stimuliert und als er mich mit seinem Finger gefickt hatte, hatte er dies nur getan, um für genügend Feuchtigkeit zu sorgen, ob ich dabei große Lust empfunden hatte oder nicht, war zweitrangig gewesen, schließlich hatte er dafür bezahlt.
Dass mir dank meiner verdorbenen Erregtheit und meiner verderbten Fantasie doch ein Orgasmus von ihm beschert worden war, hatte vielleicht sogar ihn verwundert, weswegen ich mir jetzt ziemlich sicher war, dass ich die meiste Schuld an seiner Anfrage mit der Eule hatte. Auf der anderen Seite konnte ich froh sein, dass nur das passiert war. In den Kreisen, in denen ich mich derzeit bewegte, war das ich Geld für den Sex bekommen hatte, wahrlich nicht das Schlimmste. Ich hätte auch jederzeit vergewaltigt werden können, da hätte auch kein Hahn danach gekräht. Ich gab mich in meinem Selbstmitleid einem großen Luxus hin, denn an sich war nichts Schlimmes passiert. Warum also jammern? Er hatte ja schließlich dafür bezahlt. Ahrrr, das schien mich irgendwie am meisten zu stören. Komisch oder?
Oh, ich musste schnell mit mir ins Reine kommen, denn gleich würde ich Sirius gegenübertreten müssen und er würde mit Sicherheit wissen wollen, was die Twins und ich in der Nacht getrieben hatten und meine Göttin, getrieben hatten wir es alle, aber wie, das war mein verdammter Zynismus, der mit mir durchging. Ich vergrub aufstöhnend mein Gesicht in meinem Kissen, denn ich konnte und wollte es immer noch nicht glauben. Es pochte leicht hinter meinen Schläfen. Geistige Notiz an mich, für mein Sortiment an Tränken musste auch noch ein Katertrank her, man sollte schließlich für jede Situation gerüstet sein, denn die von Snape bezahlten Schnäpse verursachten mir einen bösen Kater. Schön, dass ich über meiner inneren Zerrissenheit schon wieder planen konnte und wenn es nur das war, was ich noch in meiner Giftküche brauen würde. Wenn ich so darüber nachsann, sollte ich eigentlich unheimlich stolz auf mich sein, dass ich in der Lage gewesen war dem mentalen Angriff standzuhalten.
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When Hermione Fights
FanfictionEs heißt, man hätte immer eine Wahl und ich hatte gewählt. Ich würde kämpfen! Ich war bereit, mich dem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu stellen. Ich ging den Weg eines Kriegers. Nicht populär, aber notwendig, denn ich befand mich seit Jahren...
