Albtraum
Dracos Sicht
Es herrschte Totenstille im Raum und nach einem kurzen Durchatmen wandte ich meine Aufmerksamkeit Hermione zu, deren Miene nichts Gutes verhieß. Sie funkelte mich wütend an und zischte kalt:
„Ich wäre mit Severus auch alleine fertig geworden, dafür brauche ich deine Hilfe nicht! Vor allem nicht soooo!" Ich nickte nur leicht zustimmend, darüber wollte ich nicht diskutieren, auch wenn ich wusste, dass sie Recht hatte, oder gerade deswegen vielleicht, denn ich musste zugeben, als ich herein gekommen war und sie an seine Brust geschmiegt gesehen hatte, ihm tief in die Augen sehend, war auch bei mir ein bisschen die Sicherung durchgebrannt.
Ich senkte ganz kurz und kaum wahrnehmbar mein Haupt, sah sie leicht von unten herauf an und erkannte, sie verstand die Entschuldigung und ihre Gesichtszüge entspannten sich, aber ob sie mir auch vergab?
Hoffte ich einfach und freute mich, wie schön es war, dass wir uns immer besser so wortlos verstanden und so ging ich schnell zum nächsten, dringenden Thema, das sie uns beschert hatte.
Auf das Wiesel deutend trat ich auf sie zu und fragte, jetzt schon leicht genervt von dem was nun unweigerlich auf mich zukam, denn Potter konnte ich noch irgendwie ertragen, aber nicht den langsamen, cholerischen, aufbrausenden und in meinen Augen dummen Wiesel.
„Was hat er hier zu suchen...?", fragte ich wenig nett, aber noch während ich dies fragte, kam mir etwas in den Sinn.
Ich hob abwägend eine Hand, als ich vor ihr zum stehen kam und sie mich ansah, gerade antworten wollte, dann legte ich sanft den Zeigefinger auf ihre Lippen, ihr mal wieder mein Vertrauen beweisend.
„Sag nichts... wenn du es für nötig und richtig hältst, dann ist es ok, aber...", erklärte ich und nun wandte ich meinen Blick von ihr ab, fasste Potter ins Auge.
„Sorg dafür, dass er mich nicht nervt!", wies ich ihn von oben herab an, Potter nickte ruhig, was mir als Antwort genügte.
Ich richtete meine Aufmerksamkeit wieder auf Hermione und löste den Finger von ihren Lippen, legte meine Hände stattdessen beide an ihr Gesicht und hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn, in den ich wisperte: „Ich hab dich vermisst!"
Zufrieden nahm ich ihr leises Seufzen wahr und löste mich von ihr, wusste, sie hatte mich auch vermisst, auch wenn sie es nicht sagte.
Das Wiesel saß in ihrem Sessel, auch gut, dann würde ich halt gleich mal noch deutlich machen, dass sie zu mir gehörte. Ohne weitere Worte ergriff ich ihre Hand, die anderen im Raum schienen zum Teil immer noch in Schockstarre aufgrund der Auseinandersetzung und auch wenn ich jetzt zu gerne erfragt hätte was beim Orden vorgefallen war, so ging leider gerade das Wiesel vor.
Er saß stocksteif und stumm in dem Sessel, verzog nur immer wieder verzweifelt und leidend das Gesicht, jemand hatte ihn verflucht, ganz sicher und ich tippte mal auf die Red Devils. Während ich mich in meinen Sessel sinken ließ, Hermione besitzergreifend auf meinen Schoß zog und den Arm um sie legte, was sie stirnrunzelnd wahrnahm.
„Weasley, du wirst dich an die Regeln hier halten, die dir Hermione sicher schon eingebläut hat, also, Red Devils, ich nehme an, dass es eure Leistung ist, dass eure Bruder gerade so angenehme Gesellschaft ist, also... bringt ja nichts wenn wir es aufschieben!", wies ich an.
Fred hob seinen Zauberstab und sprach einen „Enervate", woraufhin der Trottel sogleich in sich zusammen sackte und das Gesicht in seine Hände legte und verzweifelt stöhnte.
Ich wandte mich fordernd währenddessen an Potter: „Dann mach mal dein Versprechen wahr und sorge dafür, dass er mich nicht nervt!" Potter erhob sich überraschend gehorsam, er schien wirklich schnell zu lernen und ich war froh, dass er sich hier mir unterordnete, denn Alleingänge oder cholerische Temperamentsausbrüche konnten wir nicht brauchen, das würde gefährlich für uns alle sein, wenn es mal drauf ankam.
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When Hermione Fights
FanficEs heißt, man hätte immer eine Wahl und ich hatte gewählt. Ich würde kämpfen! Ich war bereit, mich dem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu stellen. Ich ging den Weg eines Kriegers. Nicht populär, aber notwendig, denn ich befand mich seit Jahren...
