Harry und das Cottage I

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Harry und das Cottage I

Draco hatte mich, nachdem er wiedergekommen war, überschwänglich, aber auch sehr neugierig in der wunderschönen, altehrwürdigen Bibliothek begrüßt. Ich wusste nicht, was er an diesem Tag noch für Termine hatte und so hatte ich ein wenig bei den Büchern geschmökert, nachdem mich Severus hier wohlbehalten abgesetzt hatte.

Er selbst war sehr schnell verschwunden, da, wie er angewidert gesagt hatte, Lucius seinen Bericht erwarten würde!

Ja, Lucius konnte schon ganz schön nerven! Er war so schrecklich vereinnahmend!

Und sein Sohn stand ihm da in nichts nach und so drang er neugierig in mich, mit einer riesen Ausdauer und mit unglaublicher, stoischer Geduld und Gleichmut. Das war für das arme „Opfer", also meine genervte Wenigkeit, echt zermürbend und so erzählte ich ihm schlussendlich dann, um meine Seelenruhe zu erhalten, wie sich für mich heute alles dargestellt hatte.

Er zeigte ein unglaublich arrogantes und überhebliches Antlitz, als ich schweren Herzens einräumen musste, dass Draco recht gehabt und Sirius in seinem Testament geschrieben hatte, dass er mich liebte.

„Siehst du! Was habe ich dir gesagt? Du unterschätzt ständig, wie du auf andere wirkst!", belehrte er mich arrogant und ich war nicht mal aufgebracht, sondern zeigte mich sehr überlegt.

Er hatte recht, ich musste lernen, es zu sehen und zu bemerken, wie ich wirkte und es mir eiskalt zunutze machen. Das wäre im Kampf mit Lucius und Severus, aber auch in der öffentlichen Welt, von unglaublichem Vorteil für mich. Es wäre zwar nicht nett von mir, so unfair zu spielen, aber war das nicht schon lange so?

Also zog ich meine Unterlippe durch meine Zähne und nickte zögerlich.

„Ja, du hattest wirklich und wahrhaftig recht in Bezug auf Sirius! Zufrieden? Und ja, du hast auch recht, dass ich lernen sollte, zu erkennen, wie ich wirke!", kam es langsam, etwas widerstrebend von mir und er nickte zufrieden.

„Es freut mich doch, wenn ich helfen konnte! Da hat er dir ganz schön was hinterlassen!", kam es nun überheblich von Draco und mir fiel noch was ein, was ich von ihm wissen wollte.

„Oh, Draco, sag, warum hast du Rangok kennenlernen wollen?", forschte ich nun interessiert nach, doch ich ließ ihn keine Sekunde aus den Augen, erlebte, wie sich eine steile Falte zwischen seinen Augen bildete.

„Na, ich will doch wissen, bei wem du deine Bankgeschäfte tätigst, du sollst nur das Beste bekommen!", zeigte er sich dann doch plötzlich offen.

„Oh, das ist nett... aber völlig unnötig, das kann ich schon selbst, aber sag mir, wie fandest du ihn?", war ich auf seine Einschätzung sehr neugierig und überging großzügig, seine unangemessene Einmischung in meine privaten Angelegenheiten, denn ich wollte keinen Streit.

„Ich mochte ihn! Dieser kleine Kerl hat sich von mir standhaft nicht einschüchtern lassen, obgleich wir Malfoys bei den Kobolden großes Ansehen genießen. Sie lieben nichts mehr als Geld und Besitz und davon haben wir reichlich! Er ist für dich, für die Verhältnisse eines Kobolds, richtig beherzt in die Bresche gesprungen, hat mir imponiert, der Kleine. Ich denke, da hast du Glück gehabt, der... sorry, ich erinnere mich nicht, dieser Ran... die heißen da alle so gleich, aber zurück... er scheint sehr kompetent!", sprach er relativ unverschämt, dabei wedelte er mit seiner Hand generös durch die Gegend.

„Gut, dass er dir gefällt, ich weigere mich nämlich, zum Direktor zu wechseln, denn ich vertraue Rangok sehr! Ach... ich habe ihm das Zeichen gezeigt, sodass er dir zukünftig sagt, was du wissen willst!", klärte nun ich ihn sehr von oben herab auf, verschwieg aber, dass ich es vorwiegend Lucius wegen getan hatte.

When Hermione FightsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt