Harrys erstes Training
Ich wachte am nächsten Morgen mit dem wohligen Gefühl auf, dass alles wunderbar war. Wir hatten gestern noch viel Spaß im Raum der Wünsche gehabt und so einige neue, spannende Sachen gefunden, die für uns von Interesse waren. Die Twins heckten seitdem nur noch neue Streiche, Pläne und Produkte aus. Den Rest des Tages brachte ich routiniert hinter mich und verschwand, nachdem ich Harry einen ausgearbeiteten Vorschlag vorlegt hatte, wie er die erste Übungsstunde beginnen könnte. Er versprach sich vorzubereiten und ich entschuldigte mich damit, dass es gestern Abend zu spät geworden war und erschuf meinen Geminio und verschwand nach London, um mich nun auch dem körperlichen Training hinzugeben. Der Sensei informierte mich, dass er mir heute den brasilianischen Kampfstil Luta Livre nahe bringen würde, was gut war, da ich bei der Aussage total auf dem Schlauch stand. Luta Livre... was?
Er führte aus, dass dies ein portugiesisches Free Fight Kampfsystem war. Aha, dachte ich mir, alles klar! Er erklärte, dass Luta Livre einen Kämpfer befähigte, die Distanz zum Gegner sicher zu überbrücken, ihn auf den Boden zu bringen, ihn dort zu kontrollieren und schließlich zur Aufgabe zu zwingen oder kampfunfähig zu machen. Toll, das hörte sich doch gut an. Ich war für unfähig machen, da kannte ich keine Gnade. Jetzt stellte er mir noch die Frage, ob ich ALL oder MMA erlernen wollte. Äh, ich... bitte was? So erklärte er, dass es ALL, den ringerischen Luta Livre Esportiva oder aber den regellosen Stil des Vale Tudo/MMA gibt und dass bei diesem auch Schläge und Tritte mit erlernt werden würden. Ok, die Entscheidung fiel leicht, regellos hörte sich in meinen Ohren immer gut an und Schläge und Tritte auch. In dem Moment verdrängte ich, dass ich, um es zu lernen, es selbst erleben würde, aber wie sagte ich immer, Augen zu und durch! Aber was wollte ich mit einem reinen Ringerstil, nein, das brauchte ich nicht so wirklich, ich entschied mich für die Variante MMA.
Auf dem Gesicht des Sensei zeigte sich Wohlwollen, als ich ihm meine Entscheidung mitteilte und so sagte er, dass somit zu den freien ringerischen Elementen des Luta Livre auch Schläge, Tritte, Knie und Ellenbogenstöße kamen, die im Stand oder im Bodenkampf Verwendung fanden. Klar, toll und weiter? Er freute sich, da er meinte, dass diese gezielten Techniken es mir ermöglichten, sogar als schwächerer Kämpfer, den körperlich überlegenen Gegner zu besiegen, da man im Bodenkampf Größe und Gewichtsnachteile durch Technik ausgleichen konnte. Na, dann mal los. Nach unseren Stunden wusste ich mal wieder, dass ich nicht immer so blauäugig in eine neue Kampfsportart springen sollte, da es nachher einfach zu schmerzvoll war.
Wow, die Brasilianer hatten echt eine kranke Fantasie, aber bitte, ich würde es lernen, denn als ich am Boden war, hatte ich nicht mal bis drei zählen können, da war ich schon ausgezählt. Aber genug, so schwang ich meinen geschundenen Körper nach Hogwarts! Ich war lange genug unterwegs gewesen, nur dass ich diesmal gleich im Raum der Wünsche verschwinden würde, da mein Geminio brav schlummernd in meinem Bett lag und so würde ich den Raum voll und ganz für mich auskosten können.
Und so schnell konnte man gar nicht schauen, war es schon Samstagmittags und wir alle im Raum der Wünsche, um von Harry in offensiven Verteidigungszaubern unterrichtet zu werden.
„So meine lieben, heute beginnen wir mit dem Entwaffnungszauber, dem Expelliarmus!", verkündete er großspurig.
„Warum? Den hatten wir doch schon damals in der Zweiten, der ist viel zu einfach!", rief Smith dazwischen.
„Als erstes, wir müssen klein anfangen, da wir alle geschlossen als Gruppe gleich gut werden sollen. Ich will keinen auf weiter Strecke verlieren und zweitens der Expelliarmus hat mir in der Vierten auf dem Friedhof gegen Lord Voldemort gute Dienste erwiesen!", ein kollektives Aufstöhnen ging durch unsere Schulkameraden. „Ich bitte euch, er hat mir soviel Zeit verschafft, dass ich entkommen konnte, da bin ich halt sentimental und jetzt zeigt wie gut ihr seid, desto schneller können wir weiter gehen. Stellt euch zu zweit auf!", forderte Harry unnachgiebig, hart und schaute streng in die Runde. Ich tat mir grad minimal schwer seiner Forderung nachzukommen, da dies wirklich ein einfacher Zauber war. Wen sollte ich nehmen? Vielleicht am besten gar keinen? In die Schatten abtauchen und Harry beim Verbessern der anderen helfen, überlegte ich, das wäre eine kluge Alternative. Als auch schon ein wildes Rufen und Schreien einsetzte, die Leute flogen getroffen von dem Zauber wild durch die Gegend und landeten schmerzhaft auf den Matten oder auch am Boden. Es herrschte Chaos pur, aber wie, die Zauber zischten wie wild und vollkommen unkontrolliert zuckend und blitzend durch die Gegend.
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When Hermione Fights
FanfictionEs heißt, man hätte immer eine Wahl und ich hatte gewählt. Ich würde kämpfen! Ich war bereit, mich dem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu stellen. Ich ging den Weg eines Kriegers. Nicht populär, aber notwendig, denn ich befand mich seit Jahren...
