Kapitel 22

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Es war mittlerweile fast ein ganzes Jahr vergangen, seit die beiden zusammengekommen waren. Alles lief bisher fantastisch; sie hatten nur kleine Auseinandersetzungen und waren unglaublich glücklich. Alec war zwar nicht mehr jede Nacht bei Magnus, weil seine Eltern anfingen ihn zu vermissen, aber dennoch sah er Magnus so oft wie möglich. Zum Bedauern der beiden, konnten sie dann auch nicht mehr so viel Sex haben, wie Anfangs, aber sie waren ganz zufrieden.
Auch Isabell war mit Simon noch überglücklich und auch bei ihnen konnte es nicht besser laufen. Alecs Leben war momentan einfach nur perfekt und er würde es niemals wieder hergeben wollen.

»Könnt ihr mal aufhören, eure Zungen in euren Hals zu stecken?«, fragte Izzy genervt. Magnus und Alec konnten, seit die nicht mehr jede Nacht miteinander verbrachten, konnten sie dafür in der Schule ihre Finger nicht mehr voneinander lassen. Mittlerweile war es ihnen sogar egal, ihr Sexleben so raushängen zu lassen und genossen sogar die teilweise neidischen Blicke ihrer Freunde.
Widerwillig löste sich Magnus vom ihm und erhob sich von seinem Schoss. Alec warf seiner Schwester einen genervten Blick zu und legte dann einen Arm um Magnus Schulter. Zufrieden lehnte sich dieser an ihn.
»Heute steigt eine Party bei Raphael, ihr seit alle eingeladen«, bemerkte Magnus dann plötzlich. Raphael war einer von seinen besten Freunden, den er jetzt aber seit längerem nicht mehr gesehen hatte. Er ging nicht auf die selbe Schule und beiden fehlte die Zeit, um etwas Gemeinsames zu unternehmen. Daher hoffte er umso mehr, dass wenigstens Alec einverstanden war und mitkommen würde.
Izzys Augen fingen augenblicklich an zu leuchten. »Natürlich kommen wir!«, antwortete Izzy dann sofort und die andern nickten zustimmend. Sie kannte Raphael ein wenig und mochten ihn auch. Ausserdem haben sie schon oft gehört, wie gut seine Party waren.
Nach kurzem Zögern nickte auch Alec. Er mochte Partys immer noch nicht sonderlich, aber Magnus zuliebe kam er mit, ausserdem hatte er auch mal wieder ein bisschen ein verlangen nach Alkohol.
»Perfekt, dann hol ich euch um sieben ab!«, grinste Magnus überglücklich.

Mittlerweile war schon Abend und Alec wartete gespannt auf Magnus, der sie abholen kommt. Sie wussten schliesslich nicht, wo Raphael wohnte. Endlich klingelte es und Alec rannte schon förmlich die Treppe herunter und öffnete die Tür. Glücklich grinste er Magnus an und zog ihn direkt in einen Kuss hinein.
»Du siehst verdammt heiss aus«, hauchte ihm Magnus ins Ohr. Er wurde leicht rot. »Du auch.« Alec strich ihm über das violette Hemd, dessen oberste Knöpfe offen waren, und blieb dann am Bund seiner schwarzen, engen Hose stehen.
Ein räuspern hinter ihnen riss die beiden aus ihrem Starren und Alec drehte sich sofort um.
»Viel Spass euch«, sagte ihre Mutter und lächelte leicht. Sie wirkte bedrückt und nicht gerade fröhlich, aber Alec und die anderen, die sich nun zu ihnen gesellt hatten, ignorierten dies. Alec schob es einfach darauf ab, dass sie Angst hatte, dass ihnen was passieren würde.
Nachdem sie sich alle begrüsst hatten, machten sie sich zu Fuss zu Raphael, der rund eine halbe Stunde von ihnen entfernt wurde. Sie führten ein aufregendes Gespräch und lachten hin und wieder, bis sie dann endlich sein Haus erreichten. Obwohl Alec erst nicht so richtig scharf war herzukommen, war seine Lust mittlerweile sichtlich gestiegen und er freute sich wirklich, mal wieder feiern zu gehen.
»Hey, Leute«, begrüsste Raphael sie freundlich. Magnus redete kurz mit ihm, während sich alle anderen verzogen und sich vermutlich Getränke holten. Nur Alec stand noch neben ihm und beteiligte sich an dem Gespräch. Sie redeten viel miteinander und in der Zwischenzeit hatten sie sich noch Drinks geholt. Man merkte, dass sich er und Magnus lange nicht mehr gesehen hatten, denn Alec fühlte sich schon fast ein bisschen vernachlässigt. Aber er nahm es Magnus nicht übel: er konnte ihn voll und ganz verstehen. Es würde ihm nicht anders gehen, wenn er Izzy oder Simon so lange nicht sehen würde. Oder wenn er endlich mal wieder seinen Adoptivbruder Jace sehen würde, der in Los Angeles lebte und damit viel zu weit weg von ihnen. Er war ein paar Jahre älter, um genau zu sein drei und war letztes Jahr in LA auf ein Collage gegangen. Es war ein harter Abschied und seitdem hatten sie sich nur einmal gesehen.
»Du solltest langsam aufhören zu trinken«, bemerkte Magnus plötzlich und nahm Alec sein Drink wieder aus der Hand. Dieser war nun schon sichtlich angetrunken und hatte nicht mal mitbekommen, dass Raphael gegangen war. Alec hatte nach und nach einfach immer mehr genommen, was Magnus gar nicht bemerkte, weil er so vertieft in sein Gespräch war.
»Ich will aber mehr«, schmollte Alec und wollte ihm seinen Drink wieder aus der Hand nehmen. Magnus lächelte amüsiert und stellte ihn neben sich auf einen Tisch. »Wir suchen mal die anderen.« Er zog Alec hinter sich her, welcher leicht anfing zu schwanken und dann aus heiterem Himmel zu lachen anfing. Magnus fühlte sich schlecht, weil er gar nicht bemerkt hatte, wie viel Alec getrunken hatte. Denn dieser war nun wirklich mehr als nur angetrunken.
»Wie viel hatte er schon?«, fragte Izzy entsetzt und sah Alec an, der leicht schwankte. Magnus, der sich neben Izzy gestellt hatte, konnte gar nicht antworten, da Alec ihm dazwischen lallte. »Auf jeden fall genügend, um diesen Hübschen Kerl da anzusprechen.« Er zeigte auf Magnus und zwinkerte ihm zu. Er und Izzy sahen sich ziemlich verwirrt an und Simon neben ihnen brach in ein Gelächter aus. Der betrunkene Alec liess sich davon nicht beirren und lief auf Magnus zu. Er drängte ihn an die Wand und stützte eine Hand neben ihm ab.
»Ich kenne mich hier nicht aus, kannst du mir den Weg zu dir nachhause zeigen?«, fragte Alec und versuchte dabei verführerisch zu klingen. Dann japste er leise auf, aber versuchte sein Grinsen aufrecht zu erhalten. Magnus musste sich ein Lachen unterdrücken und drückte Alec dann sanft von sich weg. »Alec, du weisst, wo ich wohne.« Er schüttelte belustigt, wenn auch ein bisschen beschämend, seinen Kopf. Magnus war es ein bisschen peinlich, dass Alec so betrunken war und ihn jetzt so blöd anmachte.
»Wieso sind wir dann nicht schon bei dir und ich gebe dir eine Füllung, Praline?« Alec strich ihm über die Wange und biss sich dabei selbst auf die Lippen. Magnus schlug seine Flache Hand auf seine Stirn und konnte nicht glauben, was Alec da gesagt hatte. Von hinten hörte er das laute Gelächter seiner zwei Freunden, Izzy und Simon, die scheinbar alles mithörten.
»Ich glaube, ich bringe dich lieber nachhause«, beschloss Magnus und schüttelte seinen Kopf. Er zog Alec hinter sich her und verabschiedete sich bei den anderen und Raphael. Alec hatte dabei die ganze Zeit ein verschmitztes Grinsen auf den Lippen, da er wohl dachte, dass sein dummer Spruch geklappt hätte. Wäre Magnus nicht mit ihm zusammen, hätte er ich wahrscheinlich irritiert weggedrückt und ihn für einen Idioten gehalten. Und da Alec wohl in seinem Zustand vergessen hatte, dass sie ein Paar waren, war er stolz auf sich und seinen Spruch.
Bei Magnus zuhause angekommen, drückte er Alec ins Bett hinein. Dieser wollte ihn mit sich ziehen, aber Magnus schüttelte nur seinen Kopf. Alec murmelte etwas vor sich hin, bevor er dann schon nach wenigen Sekunden eingeschlafen war. Magnus seufzte und lachte dann kurz auf. Ungläubig sah er Alec an, der innert wenigen Sekunden eingeschlafen war und jetzt genüsslich irgendwelche Worte murmelte.
Magnus zog sich selbst und Alec bis auf die Boxer aus und gesellte sich dann zu ihm. Nie wieder würde Magnus mit Alec feiern gehen und zulassen, dass dieser sich zu voll laufen liess.

Jetzt dann bald kommt ein Drama.. dann noch eins und noch eins (:

Malec AU - say yesGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt