Am nächsten Morgen wurde ich viel zu früh aus meinem Traum aufgeschreckt, als Harrys Wecker lautstark auf sich aufmerksam machte. Brummend drehte ich mich auf den Bauch und vergrub mein Gesicht im Kissen, denn ich wusste, dass ich noch nicht aufstehen musste. Mein Mann stellte den Wecker schnell ab und schien auch sofort wieder einzuschlafen. Im selben Moment jedoch, in dem Harry zu schnarchen begann, wurde Freddies Quengeln so laut, dass ich es nicht mehr ignorieren konnte. Ich verfluchte innerlich meinen Mann, während ich für eine Sekunde mein Kopfkissen über meinen Kopf presste, um jegliche Geräuschkulisse auszublenden. Schließlich hielt ich es nicht mehr aus, unseren Sohn weinen zu hören, weshalb ich nachgab und aus dem Bett hüpfte.
„Guten Morgen, mein Schatz", flüsterte ich liebevoll Freddie zu und hob ihn aus seinem Bettchen. „Ich weiß nicht warum, aber dein Daddy hat wohl versehentlich einen Wecker gestellt. Eigentlich können wir noch für mindestens eine Stunde schlafen. Was sagst du dazu? Legen wir uns nochmal hin?", redete ich leise mit ihm und ging währenddessen durch den dunklen Raum, der nur von einem kleinen Nachtlicht in der Nähe des Kinderbettes beleuchtet wurde. Freddie schien mein Vorschlag nicht zu gefallen, denn er meckerte lautstark. Also veränderte ich seine Position etwas, damit er an meiner Brust lag und ich ihn mit beiden Armen umschließen konnte und ging weiter wippend durch den Raum.
„Dann kann ich dir ja von meinem Traum erzählen, vielleicht möchtest du dann nochmal schlafen gehen", seufzte ich und fühlte noch einmal, ob ich seine Windel wechseln musste. Ich hoffte, dass er noch kein Fläschchen verlangte, dafür war ich im Augenblick noch viel zu müde. Freddie sah mich daraufhin zuckersüß an, was mein Herz zum Schmelzen brachte. Ich wünschte, ich könnte diesen Anblick unveränderbar in meinem Kopf abspeichern. Denn das Bild von unserem Sohn in meinen Armen, der mit seinen winzigen Händchen nach meinem Gesicht und meinem Oberkörper zu greifen versuchte, breitete eine innere Glückseligkeit in mir aus, die ich vor seiner Geburt noch nie gespürt hatte.
„Ich wette, du findest meinen Traum genauso schön wie ich. Ich habe davon geträumt, dass dein Daddy, du und ich in ein paar Jahren im Stadion auf der Tribüne sitzen werden und die Donny Rovers anfeuern. Dein Daddy und ich halten Händchen und niemand interessiert sich dafür. Wir sind einfach glücklich. Und du, kleine Kiwi, du wirst der größte Donny Rovers Fan aller Zeiten, denn du kommst - was das angeht - ganz nach deinem Papa. Ich würde es dir allerdings verzeihen, wenn du ManCity-Fan wirst oder auch gar keinen Fußball magst. Vielleicht liegen deine Interessen ja eher in der Musik oder du wirst Florist wie Daddy. Ist das nicht schön? Dir steht noch die ganze Welt offen. Du kannst alles werden, was du werden möchtest. Papa und Daddy werden dich immer unterstützen", murmelte ich friedlich und versuchte ihn ihn sein Bettchen zurückzulegen.
Kaum lag unser Sohn in seinem Bett, schlug er auch schon wieder seine Augen auf und brüllte los. So laut, dass binnen einer Sekunde mein Ehemann aufwachte und vor Schreck kerzengerade im Bett saß. „Guten Morgen, Sonnenschein meines Herzens", lachte ich, während er sich überfordert die Haare raufte und gleichzeitig mit der anderen Hand über seine Augen strich. Wieder einmal wurde mir bewusst, wie unglaublich schön und sexy der Mann war, der von so vielen Menschen auf diesem Planeten genau mich geheiratet hatte. „Was ist passiert? Müssen wir schon raus? Haben wir noch Zeit?", murmelte mein Ehemann und blinzelte etwas, bevor er zu dem Lichtschalter über seinem Nachttisch tastete und das Deckenlicht einschaltete. Kurz hielt ich mir die Hand vor die Augen, bis ich mich an das helle Licht gewöhnt hatte. Schließlich hob ich Freddie aus seinem Bett hoch, um ihm einen Kuss zu geben, bevor ich ihn wieder in meinen Armen wiegte.
„Freddie ist von deinem Wecker aufgewacht und hat beschlossen, dass auch ich genügend geschlafen habe", schmunzelte ich, obwohl ich den Schlafmangel bis in die Knochen spüren konnte. „Mist", brummte Harry frustriert. „Das war mein Sex-Wecker", murmelte er und ließ sich wieder nach hinten fallen. „Dein Sex-Wecker?", lachte ich und lief mit Freddie in meinen Armen wippend vor unserem Bett auf und ab. „Ja, schließlich habe ich den schärfsten Ehemann der Welt. Und... ich vermisse dich. Ich vermisse es, deinen heißen, muskulösen, perfekten Körper an meinem zu spüren und dir auf jede erdenkliche Weise zu zeigen, wie sehr du mich anmachst", sagte er mir seiner rauen Morgenstimme, die geradewegs einen wohligen Schauer durch meinen Körper hindurch sandte und perfekt zu den Bildern passte, die Harrys Worte durch meinen Kopf tanzen ließen.
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Only The Brave || Larry AU
FanfictionLouis ist Profi-Fußballer, dessen Leben zur Zeit nicht besser laufen könnte. Wäre da nicht eine Begegnung, die ihn nicht loslassen wollte. [ziemlich lange Larry Au] ACHTUNG TRIGGERWARNUNG: Diese Geschichte thematisiert Suizid und Missbrauch. Diese K...
