Kronjuwelen

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Ich hatte kaum meine Augen geschlossen, als Freddies Geschrei mich schon wieder aus dem Schlaf riss. Erschöpft kniff ich meine Augen zu und atmete tief durch den Mund ein, woraufhin ich hustend meinen Kopf nach hinten riss. Nach einigem Blinzeln schaffte ich es endlich meine Augen zu öffnen und den Übeltäter für die ganzen Haare in meinem Mund auszumachen. Ich hatte mich von hinten an Harry gekuschelt und mein Gesicht praktisch komplett in seinen Locken vergraben. Ein Wunder, dass ich heute Nacht überhaupt Luft bekommen hatte.

Ich gönnte mir noch einen Moment, in dem ich mich müde an meinen Freund schmiegte, dann hüpfte ich aus dem Bett und eilte zu Freddie hinüber, der noch immer lautstark weinte. „Guten Morgen, Kiwi. Hast du gut geschlafen?", fragte ich ihn leise, während ich mit meinen Händen unter seine Arme griff und ihn aus dem Babybett hochhob. Anschließend verteilte ich sanfte Küsse über sein ganzes Gesicht, doch er schmollte einfach weiter. „Ist es denn schon Zeit für dein Frühstück?", fragte ich ihn leise und trottete zum Fenster hinüber, von wo aus die Morgendämmerung und die Lichter der Stadt den Raum mit Helligkeit versorgten. Ich zog die Gardinen zu, sodass Harry noch eine Weile würde schlafen können, ich aber noch genügend Licht hatte, um mich an seinem Koffer zu schaffen zu machen.

Leise redete ich mit meinem Sohn, während ich einhändig durch Harrys Koffer wühlte. Als ich schließlich die Tube Gleitgel in der Hand hatte, formten meine Lippen automatisch ein Grinsen. „Also, Kiwi, du hast deine Daddys in den letzten Wochen ja ziemlich auf Trab gehalten. Meinst du, wir können uns auf einen Deal einigen?", wollte ich von meinem Sohn wissen, der immer wieder seinen Mund öffnete und wieder schloss und dabei unaufhörlich sabberte. Seufzend legte ich das Gleitgel zur Seite und tupfte mit einem Tuch sein Gesicht trocken.

„Der Deal ist folgender: Ich mache dir jetzt Frühstück und schenke dir fünfzehn Minuten lang meine ungeteilte Aufmerksamkeit und danach machst du ein Nickerchen und sorgst dafür, dass Harry meine ungeteilte Aufmerksamkeit bekommt. Na, wie findest du das?", wollte ich wissen, doch Freddie schien von der Idee nicht besonders viel zu halten, denn er heulte gleich wieder los.

„Also wenn du fünfzehn Jahre älter wärst, würdest du sicherlich verstehen, dass ein Mann Bedürfnisse hat. Dann würdest du mich ein wenig mehr unterstützen. Wobei... kein Kind will irgendetwas über das Sexleben seiner Eltern erfahren... Aber ich wette, Harry ist in fünfzehn Jahren noch immer so scharf, dass ich kaum meine Finger von ihm lassen kann", redete ich leise vor mich hin, doch mein Sohn sah mich dabei so unglaublich traurig an, dass ich schnell ein paar hauchzarte Küsse auf seiner Wange verteilte.

Ich schnappte die Packung mit Milchpulver und ein steriles Fläschchen aus dem Koffer, dann verließ ich schnell das Schlafzimmer. Im Wohnzimmer, wo es glücklicherweise einen Wasserkocher gab, bereitete ich ihm sein Frühstück zu. Anschließend setzte ich mich auf das beige Sofa, das hervorragend zum Farbkonzept des protzigen Raumes passte. Ich machte es mir bequem, hielt Freddie mit meinem Arm ein wenig aufrechter und hielt ihm erwartungsvoll das Fläschchen an die Lippen. Er sah mich einen Moment lang an, als wisse er gar nicht, was ich von ihm wollte, dann zog er einmal am Fläschchen, drehte aber gleich darauf seinen Kopf zur Seite und presste seine Lippen zusammen.

„Oh nein, kleiner Mann. Das kann doch nicht dein Ernst sein. Du weckst mich, weil du nur einen einzigen Schluck trinken willst? Ich könnte jetzt noch in dem warmen Bett bei Harry liegen... Also bitte, trink noch einen Schluck, damit sich das Aufstehen wenigstens gelohnt hat", bat ich, woraufhin Freddie seinen Mund aufmachte und Milch herausfloss. Schnell tupfte ich sein Gesicht sauber, dann hob ich das Fläschchen hoch und machte Flugzeuggeräusche, während ich es langsam auf ihn zu bewegte. Glücklicherweise schien er jetzt durstiger zu sein, denn er zog hungrig an dem Fläschchen, sodass ich ihn bald hochheben und ihn ein Bäuerchen machen lassen konnte.

Only The Brave || Larry AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt