Ich spürte, wie er meine Hand packte und von seinem Gesäß entfernte, doch ich ließ mich nicht beirren und legte sie gleich wieder auf seinen knackigen Po. „Entschuldigung, aber ich habe...", hörte ich die Stimme meines Freundes, weshalb ich über meine Schulter hinweg zu ihm blickte und dabei zusah, wie ihm die Worte im Mund stecken blieben. „...einen Freund?", vervollständigte ich leise seinen Satz und griff dabei, geschützt vor den Blicken der anderen, zwischen unseren Körpern nach seiner Hand.
Harry strahlte mir zu, dann verschränkte er unsere Finger und sah wieder zu Nick. Hinter unseren Rücken Händchenhaltend, tanzte er mit Nick und ich mit Bella weiter, was den Abend von jetzt auf gleich berauschend werden ließ. Mein Freund schien es sich dabei zur Aufgabe gemacht zu haben, mich besonders zu reizen. Denn immer wenn die Musik es zuließ, wackelte er obszön mit seinem Po hin und her, wobei er seine Kehrseite ständig an meiner entlang gleiten ließ.
Immer wieder musste ich mir über die trockenen Lippen lecken, denn je mehr Zeit wir auf der Tanzfläche verbrachten, desto häufiger ließ Harry seine Hand über mein Hinterteil gleiten. Jedes Mal versuchte ich ihn zu stoppen, indem ich wieder nach seiner Hand griff und unsere Finger verschränkte, doch das schien ihm irgendwann nicht mehr zu genügen. „Toilette", raunte er mir von hinten zu, woraufhin ich Mühe hatte, mich nicht zu ihm umzudrehen und ihm hinterher zu blicken.
„Hat dein Freund die Schnauze voll von Nick?", lachte Bella, die noch immer ihre Arme in meinem Nacken verschränkt hatte und mir ziemlich nahe war. „Nein, aber ich", antwortete ich trotzig. Bella entfernte sich etwas von mir, damit sie mir in die Augen sehen konnte. Es war deutlich, dass sie noch etwas sagen wollte, sich die Worte aber verkniff. Ich kannte ihre Meinung zu dem Radiomoderator. Aber um Kontakte zu pflegen, hatte sie ihn zwangsweise auch eingeladen.
Gemeinsam verließen wir daraufhin die Tanzfläche. Das Geburtstagskind ging zielsicher auf den Turm aus Champagnergläsern zu, während ich mich zu den Männertoiletten aufmachte. Vorsichtig öffnete ich die Tür und spickte hinein. Enttäuscht musste ich feststellen, dass noch ein anderer Mann anwesend war, der sich gerade die Hände wusch. Ich ließ die Tür hinter mir ins Schloss fallen und stellte mich neben meinen Freund an eines der Pissoirs.
Lautstark zog ich den Reißverschluss meiner Hose auf, um meine Tarnung aufrechtzuerhalten, solange der fremde Mann noch im Raum war. Mein Blick wanderte zu meinem Freund, der mich lüstern ansah und mit seinen Augen meinen gesamten Körper abscannten. Angestachelt von seinen feurigen Blicken tat ich es ihm gleich und ließ meinen Blick seinen Körper hinab wandern, bis ich bei seinem Penis ankam. Sofort schossen mir die wildesten Phantasien in den Kopf, sodass ich Harry wieder in die Augen blickte.
Mit hochgezogenen Augenbrauen und an meiner Unterlippe knabbernd sah ich ihn an, während das klickende Geräusch des Türschlosses verriet, dass der andere Mann den Raum verlassen hatte. „Bevor ich den kleinen Harry wieder wegpacke, was hältst du von einem Quickie auf dem Klo?", fragte Harry und ließ anzüglich seine Augenbrauen wackeln. Augenblicklich wanderten meine Gedanken wieder in eine nicht jugendfreie Zone. Dennoch schüttelte ich langsam meinen Kopf. „Ich würde gerne, Harry. Aber es gibt immer jemanden, der das filmt und ins Netz stellt", erklärte ich ihm, woraufhin er mit großen Augen zu schmollen begann.
Ich zog den Reißverschluss meiner Hose wieder zu und ging zu den Waschbecken hinüber, was Harry mir gleichtat. „Übrigens hast du Glück, dass ich gerade so scharf auf dich bin. Sonst wäre ich jetzt verdammt eifersüchtig", erklärte er mir langsam und bestimmt, was noch einmal hervorhob, wie betrunken er bereits war. „Warum das?", fragte ich schmunzelnd und lehnte mich dabei gegen die Waschbeckenkommode. Harry trocknete sich noch die Hände ab und schmiss daraufhin das Handtuch in den dafür vorgesehenen Korb.
Mein Freund lehnte sich ebenfalls mit Blick zu mir an die Kommode und verschränkte dabei seine Hände vor seiner Brust. „Weil du die ganze Zeit in den Armen von diesem Supermodel liegst. Ich bin zwar schwul, aber auch ich sehe, dass sie verdammt hübsch ist", erklärte er mir und legte dabei seinen Kopf schief. „Oh Harry, du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich dich liebe", seufzte ich. Mit Eleanor kannte ich solche Eifersuchtsattacken eigentlich nicht, doch es war eine Genugtuung zu wissen, dass Harry mich nur für sich haben wollte. „Ich liebe dich auch, Lou", erwiderte Harry, dann drückte er mir einen traurigen Kuss auf die Lippen und verließ schließlich den Raum.
Ich wartete noch einen Augenblick, dann folgte ich ihm zurück in die Bar. Doch gerade als ich die Tür zum Flur hinter mir schloss, bemerkte ich meinen Freund am Rande der Tanzfläche. Es hätte mich nicht gestört, würde er sich nicht freudestrahlend mit einer Blondine unterhalten. Irritiert blieb ich stehen und beobachtete die beiden eine Weile, bis Harry mir aufgeregt zuwinkte und dann mit der Blondine auf mich zu kam. „Stell dir vor, Lou, ich habe Taylor Swift kennengelernt. Kannst du das glauben?", plauderte Harry mit leuchtenden Augen drauf los, als die beiden sich zu mir gesellten. „Hey Louis", meinte die Blondine, die ich schon von früheren Geburtstagsfeiern von Gigi kannte. „Hallo Taylor", erwiderte ich die Begrüßung.
„Dein Freund und ich wollten gerade zur Fotobox, kommst du mit?", erkundigte sie sich leise, woraufhin ich Harry mit einem strafenden Blick bedachte. „Keine Sorge, euer Geheimnis ist bei mir sicher", lachte die Sängerin, die wohl meinen Blick richtig gedeutet hatte. Dann hakte sie sich bei meinem Freund ein und lotste ihn in einen separaten Raum, in welchem die Fotobox aufgestellt war. „Hallo Leute", hörte ich die schwangere Gigi kreischen, während die ganze Rasselbande durcheinander quasselte. Liam, Cheryl, Zayn und die Hadid-Schwestern waren anwesend und tummelten sich gerade vor einem großen Tisch, auf welchem allerlei Schildchen und verrückte Accessoires für Fotos auslagen.
In der Mitte des Raumes stand eine gemütliche schwarze Couch vor einer weißen Leinwand, die wohl als Zentrum für die Fotos dienen sollte. Ohne auch nur einen Gedanken an alberne Verkleidungen zu verschwenden, ließ ich mich auf die Couch fallen und stütze mich mit einem Arm aus meiner liegenden Position ab. Amüsiert sah ich den anderen dabei zu, wie sie Schilder mit ach so lustigen Aufschriften durch die Luft warfen oder verrückte Hüte anprobierten.
Harry warf sich eine pinke Federboa um den Hals, dann ließ er sich neben meinen Füßen auf der Armlehne des Sofas nieder. Spitzbübisch sah er mich an, was mich sofort wieder an die vorherige Szene auf der Toilette erinnerte. Ich leckte mir über die Lippen, dann klopfte ich mir ein paar Mal auf meinen Oberschenkel, wodurch ich Harrys ungeteilte Aufmerksamkeit bekam. Grinsend ließ ich meinen Blick durch den Raum schweifen, um zu prüfen, ob jemand anwesend war, der nichts von uns wissen durfte.
Anschließend verhakte ich meinen Blick wieder mit dem meines Freundes und deutete in einer kurzen Bewegung mit meinen Augen zu meiner Mitte. Ich konnte Harry dabei zusehen, wie seine Gedanken sich überschlugen, bevor er mir wieder in die Augen sah. Für einen kurzen Moment ließ ich eine Hand frech grinsend zu meinem Hinterkopf wandern, bevor ich sie wieder neben mich aufs Sofa fallen ließ. Auch ohne vorher diese Geste abgesprochen zu haben, war ich mir sicher, dass Harry genau wusste, was ich ihm damit sagen wollte.
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[1206 Wörter, 28.09.2020]
Na, sie schlagen sich gut, oder? Bis auf die Tatsache, dass der betrunkene Harry ein wenig lüstern ist:)
An was hat euch die letzte Szene erinnert? (Ich hoffe, dass sie euch an etwas erinnert hat, sonst muss ich meine Schreibkünste nochmal überdenken)
Happy Larryversary, heute ist ja DER Larry-Tag!:) Ich finde es faszinierend, wie viel Kreativität durch die Beziehung der beiden (ob nun freundschaftlich oder romantisch) inspiriert wurde. Es gibt so viele tolle Fan-Arts oder Geschichten, die Larry zeigen oder von Larry handeln, die wahre Kunst sind. Ich frage mich, wie zwei Personen es schaffen können, einen so sehr zu beeinflussen, dass man so viel seiner Freizeit dafür opfert. Doch Larry ist einfach etwas Besonderes.
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Only The Brave || Larry AU
Fiksi PenggemarLouis ist Profi-Fußballer, dessen Leben zur Zeit nicht besser laufen könnte. Wäre da nicht eine Begegnung, die ihn nicht loslassen wollte. [ziemlich lange Larry Au] ACHTUNG TRIGGERWARNUNG: Diese Geschichte thematisiert Suizid und Missbrauch. Diese K...
