Kopfhörer

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„Guten Morgen, Eleanor. Was gibt's?", fragte ich mit verschlafener Stimme, als ich am nächsten Morgen den Anruf entgegen nahm und mich vorsichtig aus Harrys Umarmung wand. So leise wie nur möglich schnappte ich mir eine kurze Sporthose und schlich mich aus dem Zimmer. „Freddie hat letzte Nacht wie verrückt getreten. Wenn er kein Fußballspieler wird, dann weiß ich auch nicht", sagte sie und lachte etwas auf. Auch mir zauberte die Vorstellung ein Lächeln auf den Lippen. „Vielleicht wird er uns alle auch noch gehörig überraschen", antwortete ich, während ich im Wohnzimmer meine Kopfhörer von dem kleinen Holztisch schnappte und sie einhändig aus der Box holte. 

Ich drückte mir die Knöpfe ins Ohr und verband sie per Bluetooth mit meinem Smartphone, dann lief ich weiter zum Fitnessraum. „Wie geht es dir dabei, Eleanor?", fragte ich, als ich aufs Laufband stieg und langsam zu rennen begann. „Ich bin erschöpft. Durchgängig. Ich kann es kaum erwarten, dass unsere Kiwi endlich das Licht der Welt erblickt", meinte sie nun in ernsterem Tonfall, woraufhin ich verstehend mit dem Kopf nickte, bevor ich zu einer Antwort ausholen konnte. „Ich freue mich auch schon riesig darauf. Freddie kann sich glücklich schätzen, eine so tolle Frau wie dich als Mutter zu haben. Wirst du eigentlich bei Max bleiben?", erkundigte ich mich zögernd, als ich mich an unser Gespräch vor drei Tagen erinnerte.

„Max will nichts mit der Kindererziehung zu tun haben", sagte sie monoton, als wäre es ein Satz, den sie im Vorfeld schon oft gehört und auswendig gelernt hatte. Ich atmete tief durch, dann stoppte ich das Laufband und kam nicht umhin, mich erneut für Eleanors Situation schuldig zu fühlen. „Aber ich werde bei ihm wohnen blieben. Er ist seit Jahren mein bester Freund, Lou. Er trägt mich auf Händen. Ich konnte ihn auch endlich dazu überreden, eines der Gästezimmer in ein Kinderzimmer umzuwandeln", erklärte sie mir mit seltsamem Unterton in der Stimme. „Wenn du Hilfe brauchst, ich bin jederzeit für dich da", erwiderte ich schnell. „Danke, Lou. Wirklich." Ich setzte mein Training fort, während Eleanor mir davon berichtete, wie Freddie sie letzte Nacht am Einschlafen gehindert hatte.

„Was, wenn ich eine grauenhafte Mutter werde? Ich musste mich noch nie um ein Neugeborenes kümmern. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich es schaffe, eine Windel zu wechseln", sagte Eleanor und wurde dabei immer lauter, als würde sie sich erst jetzt bewusst werden, was es bedeutete, ein Kind zu haben. Wenn man bedachte, dass sie dieses Thema Max gegenüber noch immer totschweigen musste, war das womöglich gar nicht so abwegig. 

„Ganz ruhig, Eleanor. Du schaffst das schon. Wir schaffen das schon", redete ich behutsam auf sie ein, wobei ich daran erinnert wurde, wie ich unter Annes Aufsicht drei Versuche gebraucht hatte, der Puppe eine Windel anzuziehen. „Weißt du, wie das geht? Was, wenn wir völlig unvorbereitet sind?", wollte sie aufgebracht wissen. „Wir kriegen das schon hin, Eleanor. Ich hatte neulich ein wenig Nachhilfe. Mittlerweile fühle ich mich gewappnet", erklärte ich ihr, dann beendete ich meinen Lauf und ging zu der Klimmzugstange hinüber.

„Nachhilfe? Von wem?", erkundigte sie sich. „Von Anne. Harrys Mutter", gestand ich nach einem kleinen Räuspern. Eleanor schwieg eine ganze Weile, wobei ich nervös meine Übung unterbrach und gebannt auf eine Antwort wartete. „Louis", seufzte sie schließlich. „Bitte versteh, dass es für mich nicht einfach ist." Ich schloss meine Augen und nickte, dann atmete ich tief durch. „Es tut mir noch immer weh, dich mit ihm zu sehen", flüsterte sie so leise, dass ich mir sicher war, dass diese Worte eigentlich nicht für mich bestimmt waren. „Es tut mir leid, Eleanor. Es tut mir unendlich leid. Alles, was ich dir angetan habe. Wenn es irgendetwas gibt, das ich für dich tun kann, dann gib mir bitte Bescheid", sagte ich leise.

„Ich will dich hassen, Lou. Ich will dich wirklich abgrundtief hassen", hauchte sie stimmlos. „Aber ich kann nicht. Ich vermisse dich. Als einen Freund. Und ich fände es schön, wenn wir wieder Freunde werden könnten. Wenigstens Freddie zuliebe." Kaum hatte sie ihren Satz beendet, legte sich ein Grinsen auf meine Lippen. „Natürlich, Eleanor. Nichts lieber als das", antwortete ich und machte mit meinen Klimmzügen weiter. Dieses Gespräch verschaffte mir ein erleichtertes Gefühl, sodass ich mich kurze Zeit später sogar mit einem Lächeln im Gesicht von ihr verabschieden konnte.

„So glücklich, obwohl du einen Tag deines wohlverdienten Urlaubs im Krankenhaus verbringen musstest?", hörte ich da die verschlafene Stimme meines Freundes. Schnell löste ich eine Hand von der Klimmzugstange, um mit einer Berührung auf meinen Kopfhörer die Musik zu stoppen, dann machte ich mit dem Training weiter. „Ich bin einfach nur glücklich, dass es dir gut geht. Und der Tag im Krankenhaus war es wert, so weiß ich wenigstens, dass der Unfall keine bösen Überraschungen hinterlassen hat", erwiderte ich und dachte daran, wie ich Harry nach unserer Fahrradtour direkt ins Krankenhaus geschleppt hatte, da mich seine Erschöpfung mehr als nur beunruhigt hatte. 

„Ich hatte den heißesten Rettungsschwimmer, den es gibt. Wie sollte es mir da schlecht gehen?", raunte Harry mir zu, dann knabberte er an seiner Unterlippe und ließ andächtig seine Fingerspitzen über meinen Oberkörper gleiten. Grinsend klammerte ich meine Beine um seinen Oberkörper, dann ließ ich die Klimmzugstange los und verschränkte stattdessen meine Arme in seinem Nacken. Sehnsuchtsvoll legte ich meine Lippen auf seine und schloss dabei meine Augen, um die Berührung voll und ganz genießen zu können. „Ich liebe dich, Harry", wisperte ich gegen seine Lippen, bevor ich meine erneut sanft über die seinen streifen ließ. „Ich liebe dich auch, Louis. Ich kann dir gar nicht sagen, wie dankbar ich dir bin, dass du mich gerettet hast. Du bist mein Held", flüsterte er mit rauer Stimme zurück. 

Harry kniete sich daraufhin auf eine der Bodenmatten und legte mich vorsichtig ab. Anschließend drückte er noch einen kurzen Kuss auf meine Lippen, bevor er sich mit ausgestreckten Armen links und rechts von meinem Kopf abstützte. „Harry, warte", sagte ich, bewegte dabei meine Hände über meine Schultern hinweg und umklammerte vorsichtig seine Handgelenke. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sagen würde, aber wir müssen jetzt nicht miteinander schlafen. Ich habe dich vor zwei Tagen fast verloren. Mir reicht es, wenn ich dich in meinen Armen halten kann. Ehrlich", redete ich leise auf ihn ein und ließ dabei meine Pupillen immer wieder hin und her wandern, um den Ausdruck in seinen Augen einzufangen.

Harrys Blick strahlte pure Liebe aus, während seine Lippen ein Lächeln formten und er sich mir entgegen lehnte. „Ich liebe dich, Louis. Lass mich dir zeigen, wie sehr ich dich liebe", hauchte er gegen meine Lippen, bevor er mich in einen leidenschaftlichen Kuss verwickelte. Doch ehe ich mich intensiver in den Kuss lehnen konnte, hatte Harry wieder von mir abgelassen und damit begonnen, federleichte Küsse von meinem Schlüsselbein abwärts zu hinterlassen.

Genießerisch schloss ich meine Augen und konzentrierte mich auf das erregende Gefühl, das sein warmer Atem und seine weichen Lippen auf meinem Körper hinterließen. Seine Hände lagen fest an meinen Seiten, direkt über dem Bund meiner Shorts, während er eine feuchte Spur hinterließ und zärtliche Küsse unterhalb meines Bauchnabels verteilte. Keuchend drückte ich meinen Rücken durch, als Harry schließlich quälend langsam meine Shorts und Boxershorts von meinen Beinen zog und jedes Stück freigelegter Haut mit seinen Lippen verwöhnte. Als die Shorts anschließend in hohem Bogen durch den Fitnessraum flogen und mein Freund seine Fingerspitzen über mein bestes Stück gleiten ließ, konnte ich mir ein lustvolles Stöhnen nicht mehr verkneifen.

„Harry", bettelte ich lautstark und vergrub meine Hände in seinen Haaren. Meiner Bitte folgend legte er seine Lippen um meine Erektion und brachte mich mit seiner Zunge schier um den Verstand. Schwer atmend nahm ich dabei intensiv wahr, wie Harry meine Erregung immer höher trieb und auch selbst immer wieder lustvolle Töne von sich gab. „Harry", stöhnte ich erneut, als ich spürte, wie sich die berauschenden Gefühle in mir immer weiter steigerten und mich schließlich vollkommen überrannten. Laut keuchend kostete ich das Hochgefühl aus, bevor Harry von mir abließ, sich erschöpft neben mich legte und mich liebevoll in seine Arme zog.

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[1334 Wörter, 03.12.2020]

Auftritt Eleanor:) Was haltet ihr von ihr? Denkt ihr, das wird noch, mit ihr und Harry? Und was haltet ihr von Harry? ;)


Only The Brave || Larry AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt