„Liebling, ich habe dir auch etwas mitgebracht", erzählte meine Verlobte fröhlich, als ich kurze Zeit später auf unserem Bett saß und ihr dabei zusah, wie sie ihre Koffer auspackte. „Du hättest mir doch nichts mitbringen müssen", versuchte ich mich rauszureden. Denn immer, wenn sie mir ein Geschenk machte, erwartete sie auch eines von mir. Zum Glück hatte ich an die Blumen gedacht. Die würden sie lange genug glücklich stimmen.
„Ach, Liebling, du weißt doch, wie gerne ich dich beschenke. Außerdem waren wir letzte Woche in Portofino..." Sie ließ ihren Satz so stehen und sah mich erwartungsvoll an, als wäre es meine Pflicht, den Satz zu beenden. „Da wo wir letztes Mal Urlaub gemacht haben?", versuchte ich mein Glück.
Wenn ich ehrlich war, hatte ich keine Ahnung wie diese Stadt hieß, in der wir Urlaub gemacht hatten. Es war eben eine wahnsinnig schöne Stadt irgendwo in Italien. Doch die Erinnerungen hatten noch immer einen fahlen Beigeschmack, da ihre Agentin extra Paparazzi hinbestellt hatte, die uns die ganze Zweisamkeit geraubt hatten.
„Ja, richtig. Ich habe dir aus Portofino den Wein mitgebracht, den du dort immer getrunken hast." Sie klang dabei so begeistert, dass auch meine Mundwinkel in die Höhe zuckten. „Dann können wir mit dem ja anstoßen, sobald unser Haus komplett eingerichtet ist", schlug ich vor.
Eleanor grinste mich jetzt an und legte einen Stapel Handtücher zur Seite, bevor sie sich auf meinen Schoss setzte und ihre Lippen auf meine legte. „Ja und danach können wir ja auch endlich andere Dinge tun", sagte sie mit einem eindeutigen Unterton, der in mir schon Vorfreude auslöste.
Ich ließ mich zurückfallen und zog sie mit mir mit, nur um meine Lippen verlangend auf ihre zu legen. Viel zu schnell ließ sie aber wieder von mir ab, woraufhin sie ihren Zeigefinger auf meine Lippen legte und mich entschuldigend ansah.
„Liebling, wir hatten doch ausgemacht, erst die ganzen Kartons auszuräumen. Du weißt doch, dass wir das Haus niemals einrichten werden, wenn wir jetzt Sex haben."
Ergeben seufzte ich. „Du hast ja recht." Ich stahl mir noch einen kurzen Kuss, bevor wir beide vom Bett herunter kletterten und uns an die Arbeit machten.
Den ganzen Abend lang schufteten wir wie wild, doch wir hatten einfach viel zu viel Zeug, sodass wir auch noch den folgenden Tag komplett mit Ausräumen beschäftigt waren.
Als ich mich am späten Nachmittag völlig erschöpft auf dem Sofa niederließ hatte ich nur noch den riesengroßen Wunsch, nie wieder umziehen zu müssen.
Eleanor war ins Badezimmer verschwunden, sodass ich einen Moment ungestört Fußball schauen konnte. Ich spielte zwar selbst in der obersten Liga Englands, doch ich ließ mir noch immer keine Übertragung der Donny Rovers entgehen, der Mannschaft, bei der ich groß geworden war.
Gerade als ein Tor fiel und ich jubeln vom Sofa aufgesprungen war, klingelte mein Handy, woraufhin ich genervt den Anruf entgegen nahm.
„Ja?", blaffte ich, als ich mich wieder aufs Sofa setzte und meine Füße gemütlich auf dem Couchtisch ablegte. „Louis, gut, dass du rangehst", hörte ich die Stimme meines besten Freundes. „Mein Chauffeur ist mal wieder nicht erreichbar. Kannst du mich abholen?"
Ich verdrehte die Augen und seufzte genervt. Es war immer dasselbe mit Liam und seinem Chauffeur. Der Junge sollte endlich selbst seinen Führerschein machen.
„Ich kann dich nicht immer abholen, Liam. Nimm ein Taxi, ich habe schon andere Pläne."
Gerade als ich meinen Satz beendet hatte, kam meine Freundin ins Wohnzimmer. Mir klappte der Mund auf, als ich sie sah. Dort stand sie, nur in knappen, roten Dessous, die mehr zeigten als sie verdeckten.
Ich leckte mir über die Lippen, als ich meine heiße Freundin von oben bis unten ausgiebig musterte. Vergessen war der Mann am anderen Ende der Leitung.
„Vielleicht können wir ja endlich zum spaßigen Teil übergehen", sagte Eleanor verführerisch und setzte sich mit gespreizten Beinen auf meinen Schoss. Ihre Hände fanden schnell den Weg unter mein T-Shirt, während ich immer mehr Gefallen an ihren Plänen fand.
„Louis, hol mich ab. Du bist es mir schuldig!", rief mein bester Freund ins Telefon, das ich mir noch immer ans Ohr hielt. Ich kniff meine Augen zusammen. Er hatte wirklich noch etwas gut bei mir. Also atmete ich einmal tief durch und drückte Eleanor an der Schulter etwas zurück.
„Babe, es tut mir leid", seufzte ich, nachdem ich aufgelegt hatte. „Ich muss Liam abholen." Im selben Moment, in dem ich das sagte, piepste mein Handy wegen einer SMS von Liam, in welcher er mir seinen aktuellen Standort mitteilte.
„Ich sitze halbnackt auf deinem Schoss und du willst gehen?", fragte sie offensichtlich verletzt. Zähneknirschend nickte ich. Ich wollte jetzt doch auch nicht gehen.
„Aber wir machen an dieser Stelle weiter, Babe, sobald ich zurück bin." Sie ließ sich neben mich aufs Sofa fallen und wickelte sich in eine Decke ein. „Es tut mir echt Leid und es war auch wirklich das letzte Mal, dass ich Liam abholen werde. Wenn ich zurück bin, dann machen wir uns einen schönen Abend, versprochen, Babe."
Sie nickte widerwillig, was mir aber momentan als Einverständnis reichte. Schnell gab ich ihr noch einen Kuss auf die Lippen, dann sammelte ich mein Zeug zusammen und hüpfte ins Auto. Die Adresse, die Liam mir geschickt hatte, erreichte ich schon nach nur zwanzig Minuten Autofahrt.
„Hey Kumpel", rief Liam, als er sich ins Auto setzte. Ich brummte nur zur Begrüßung, denn ich könnte jetzt eigentlich zu Hause bei meiner Freundin sein und mit ihr zusammen das Haus einweihen.
„Warum konntest du dir nicht einfach ein Taxi nehmen wie jeder andere Mensch auch?", fragte ich pampig, während Liam mein Navigationsgerät spielte. „Weil ich noch mit dir reden muss", erwiderte er fröhlich und lotste mich schon kurze Zeit später in ein Parkhaus.
Ich kramte Basecap und Sonnenbrille aus meinem Handschuhfach und folgte dann Liam, wenn auch mehr als genervt.
Er steuerte durch ein paar Seitenstraßen und schien sich überraschenderweise wirklich auszukennen, denn kurze Zeit später standen wir vor einem Café.
Bevor wir es allerdings betraten, ließ ich meinen Blick durch die Umgebung schweifen, auf der Suche nach Paparazzi. Doch von denen war zum Glück nichts zu sehen. Stattdessen fiel mir etwas anderes ins Auge.
„Geh du schon mal vor, ich hole noch kurz einen Blumenstrauß für Eleanor. Als Entschuldigung dafür, dass ich sie sitzen lassen habe, um dich zu holen."
Liam rollte mit den Augen und schüttelte den Kopf, während ich die Straße überquerte und zu dem Blumenladen lief, welchem ich gestern schon einen Besuch abgestattet hatte.
Etwas verwundert über mich selbst betrat ich schließlich den Laden. Blumenläden gehörten nicht unbedingt zu den Orten, an denen ich mich gerne aufhielt, doch im Moment konnte ich es kaum erwarten Blumen kaufen zu gehen.
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Etwas Elounor-Action, da habt ihr euch doch sicher drauf gefreut:)
Louis geht also ausnahmsweise mal gerne Blumen kaufen? Warum das wohl so ist...
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Only The Brave || Larry AU
FanfictionLouis ist Profi-Fußballer, dessen Leben zur Zeit nicht besser laufen könnte. Wäre da nicht eine Begegnung, die ihn nicht loslassen wollte. [ziemlich lange Larry Au] ACHTUNG TRIGGERWARNUNG: Diese Geschichte thematisiert Suizid und Missbrauch. Diese K...
