„Können Sie Ihn bitte wecken? Wir müssen Mr Tomlinson nur ein paar kurze Fragen stellen", wandte sich einer der beiden Uniformierten an mich, nachdem er meinen schlafenden Ehemann für einen Moment gemustert hatte. Skeptisch blickte ich den Polizisten an. „Worum geht es?", forderte ich eine Antwort. Ich würde bestimmt nicht Harry wecken, wenn es nicht unbedingt notwendig wäre. Er hatte genügend durchgemacht und brauchte jetzt erst einmal Erholung.
„Bevor ich das sage, muss ich wissen, in welchem Verhältnis Sie mit Mr Tomlinson stehen. Haben Sie einen Ausweis bei sich?", murmelte der Polizist genervt und lies seinen Blick herablassend über meinen Aufzug wandern. Zugegeben, der Bademantel und die Badelatschen liesen mich nicht gerade seriös wirken, aber das war noch kein Grund, mich so abschätzig anzusehen. „Ich bin Harrys Ehemann. Louis Tomlinson", erwiderte ich so ruhig und unaufgeregt wie nur möglich und zog währenddessen meine Geldbörse aus der Tasche meines Bademantels. Stumm öffnete ich diese, zog meinen Ausweis heraus und reichte diesen dem Offiziellen.
In dem Moment, als ich meinen Namen laut sagte, schien beiden gleichzeitig ein Licht aufzugehen, denn beide Polizisten machten mit einem Mal riesengroße Augen. Ich atmete einmal tief durch, gewappnet für alles, was da kommen möge, doch bis auf ein unsicheres Räuspern war von den beiden nichts zu hören. „Nun, Mr Tomlinson. Wir haben das Videomaterial aus dem Laden Ihres Mannes gesichtet und möchten Ihn dazu als Zeugen befragen." Videomaterial? Meine Verwirrung wandelte sich in Erkenntnis, als mir plötzlich wieder einfiel, dass Jack für Videoüberwachung in Harrys Blumenladen gesorgt hatte, als ich ihm den Auftrag gab, einen Personenschützer für ihn zu engagieren.
Ich blinzelte verwirrt, dann beschloss ich, dass nachher noch genügend Zeit blieb, um herauszufinden, wo Harrys Bodyguard zum Zeitpunkt des Angriffs abgeblieben war. Ich hob meine Hand und streichelte meiner besseren Hälfte vorsichtig mit der Rückseite meines Zeigefingers über die Wange. „Sonnenschein, aufwachen", sagte ich leise und bemerkte, wie meine Stimme automatisch einen anderen Ton annahm. Ich hatte das nicht bewusst gemacht, doch selbst ich bemerkte, wie mein Tonfall sanfter und liebevoller wurde, wenn ich mich an meinen Mann wandte.
Harry schien langsam aufzuwachen, denn als ich ihn erneut mit seinem Kosenamen ansprach spürte ich, wie er sein Gesicht ganz leicht gegen meine Hand lehnte und seine Mundwinkel nach oben zuckten. Eine Welle des Glücks schwappte durch meinen ganzen Körper, als mir bewusst wurde, dass ich trotz all den Ereignissen nach einer solch langen Zeit der Sehnsucht endlich wieder bei meinem Mann sein durfte. Wenngleich ich die Umstände zutiefst bedauerte. „Harry, du musst aufwachen", flüsterte ich, nahm meine Hand von seinem Gesicht und umschloss dann seine Hand.
Ich blendete die Polizisten für einen Moment komplett aus und blickte nur von unserem schlafenden Sohn im Kinderbettchen neben uns zu meinem Mann, der nun angestrengt die Augen öffnete. Sein Blick war komplett mir zugewandt und als er es endlich schaffte, die Augen offen zu halten, lächelte er mich schon beinahe glücklich an. „Du bist wirklich bei mir", murmelte er und blickte nun ebenfalls in Freddies Richtung. „Wie geht es unserem kleinen Schatz?", erkundigte er sich mit rauer Stimme. Die Polizisten schien er noch nicht wahrzunehmen, oder vielleicht blendete er diese auch ganz bewusst aus.
„Wie geht es dir, Harry?", flüsterte ich ihm zu und erwiderte dabei seinen unwahrscheinlich intensiven Blick. Dann beantwortete ich seine Frage. „Freddie geht es gut soweit. Ich habe heute Nacht auf der Kinderstation noch ein Fläschchen für ihn geholt. Nachdem er das getrunken hat und ich ihn frisch gewickelt habe, ist er gleich wieder eingeschlafen und seitdem nicht wieder aufgewacht." Harry nickte ganz langsam, dann lies er seinen Blick bedächtig weiterwandern, bis er die beiden Polizisten erblickte. Diese hatten geduldig unsere kleine Konversation abgewartet. Und auch wenn ich brennend auf Harrys Antwort in Bezug auf seine Gesundheit wartete, verstand ich, dass er erst das Offensichtliche klären wollte.
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Only The Brave || Larry AU
أدب الهواةLouis ist Profi-Fußballer, dessen Leben zur Zeit nicht besser laufen könnte. Wäre da nicht eine Begegnung, die ihn nicht loslassen wollte. [ziemlich lange Larry Au] ACHTUNG TRIGGERWARNUNG: Diese Geschichte thematisiert Suizid und Missbrauch. Diese K...
