„Fuck", rief ich und sprang vom Sofa auf. „Das kannst du laut sagen. Was sollen wir jetzt tun?", wollte Jack hochkonzentriert wissen, als er sein Telefon wieder entgegen nahm. „Wir müssen nach London. Sofort", bestimmte ich. Jack stellte keine weiteren Fragen. Er drückte nur seine Zigarette aus und folgte mir schnell ins Hausinnere.
Neben dem Sofa, auf dem schon Bettzeug für mich hergerichtet war, stand Dan und wiegte Freddie in seinen Armen. „Er will heute einfach nicht schlafen. Ich glaube, er spürt die Aufregung wegen der Hochzeit", meinte Dan, als er mich bemerkte. Ich atmete tief durch und warf einen ungeduldigen Blick zu Jack, dann ging ich auf meinen Stiefvater zu und streichelte meinem Sohn vorsichtig über die Wange. „Du hast keinen Grund, aufgeregt zu sein, Kiwi. Morgen passiert etwas ganz Großartiges. Deine Daddys werden heiraten und du wirst dabei sein", flüsterte ich und drückte einen liebevollen Kuss auf seine Stirn. „Aber du musst mir versprechen, jetzt endlich deine süßen, kleinen Äuglein zu schließen, damit du und dein Grandpa beide noch eine Mütze Schlaf abbekommt und morgen fit seid", flüsterte ich, woraufhin er mich angrinste und mit seinen kleinen Armen fröhlich in der Luft herumwedelte.
„Gute Nacht, meine kleine Kiwi", flüstere ich, streichelte über seinen Bauch und gab ihm noch einen Kuss. „Kommst du klar?", erkundigte ich mich bei Dan und ging währenddessen ein paar Schritte zurück. „Natürlich. Grandpa freut sich immer, wenn er Zeit mit seinem Enkel verbringen darf", erwiderte mein Stiefvater lächelnd. „Gut. Wir müssen nochmal los, ich übernachte dann wahrscheinlich im Hotel", sagte ich noch schnell. Dann, ohne eine Antwort abzuwarten, machten Jack und ich uns auf und davon.
„Ich hätte niemals geglaubt, dass du so in deiner Vaterrolle aufgehst", sagte Jack, als wir uns in seinen Wagen setzten und er den Motor aufheulen ließ. Ich zuckte mit den Schultern und lehnte mich müde und gestresst an die Fensterscheibe. Ich wollte doch einfach nur Harry heiraten. Ohne Stress oder irgendwelche Erpressungsversuche. Warum konnte mein Leben denn nicht einfach normal sein?
„Hättest du mich nicht so spontan noch zu deiner Hochzeit eingeladen, wäre ich diese Woche wahrscheinlich noch bei dir hereingeschneit. Die Anwälte von Chelsea haben mich kontaktiert mit der dringenden Bitte, endlich die Verschwiegenheitsvereinbarung zu unterzeichnen", begann er eine Unterhaltung, obwohl die Stimmung zwischen uns so angespannt war, als würde man mit beiden Händen ein Blatt Papier halten, ständig bereit, es in der Mitte zu zerreißen.
„Unterschreibt das auf gar keinen Fall. Die nehmen euch die Freiheit, euch nach euren Wünschen zu outen. Und so wie ich das verstanden habe, wollte ihr beide ja einfach nur die Freiheit, das zu tun, was ihr wollt", meinte Jack, während sich all meine Muskeln anspannten. Dieses Gespräch war ohnehin hinfällig, denn dieser jemand, der mir die E-Mail geschickt hatte, hätte theoretisch auch die Macht, mich noch in dieser Sekunde zu outen.
Bevor sich in meinem Kopf aber meine Gedanken zu überschlagen drohten, klingelte mein Telefon. Sofort zog ich es aus der Tasche und klickte die Nachricht an.
Bist du noch wach?
Ich spürte, wie sich trotz meiner verkrampften Muskeln eine Wärme in meiner Brust ausbreitete und meine Emotionen nun völlig aus dem Konzept brachten. Noch ehe ich antworten konnte, trudelte schon die nächste Nachricht ein.
Ich kann nicht schlafen:/
Tief Luft holend formte ich mit meinen Lippen ein zaghaftes Lächeln, denn irgendwie beruhigte mich der Gedanke daran, wie Harry in dem alten Bett in meinem Zimmer lag und schlaflos auf sein Smartphone starrte, weil er auf eine Antwort von mir wartete.
Ich kann auch nicht schlafen, Sonnenschein ♥
Kaum hatte ich die Nachricht versendet, klingelte mein Telefon erneut. „Scheiße", fluchte ich, denn ich wusste, ich könnte nichts vor Harry verbergen. Er konnte schon an meiner Stimmlage heraushören, wie es mir ging. Er würde mich sicherlich sofort durchschauen. Ich nahm noch einen tiefen Atemzug und versuchte mich zu beruhigen, dann nahm ich den Anruf entgegen und hielt das Gerät an mein Ohr.
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Only The Brave || Larry AU
FanfictionLouis ist Profi-Fußballer, dessen Leben zur Zeit nicht besser laufen könnte. Wäre da nicht eine Begegnung, die ihn nicht loslassen wollte. [ziemlich lange Larry Au] ACHTUNG TRIGGERWARNUNG: Diese Geschichte thematisiert Suizid und Missbrauch. Diese K...
