Ich stellte den Strauß Sonnenblumen auf den Wohnzimmertisch, weil ich fand, dass er von dort aus dem ganzen Raum eine sonnige Atmosphäre verlieh. Die Blumen für Eleanor stellte ich in eine Vase in den Flur, damit ich sie morgen früh gleich griffbereit haben würde. Anschließend räumte ich alles, was sich seit dem letzten Besuch unserer Putzfrau angestaut hatte, wieder auf und gab mir Mühe, das Haus sauber und ordentlich erscheinen zu lassen.
Gerade als ich Weingläser auf dem Couchtisch abstellte, klingelte es auch schon an der Tür. Liam und ich hatten ausgemacht, heute zusammen Fußball zu schauen. Und vorhin, im Blumenladen, hatte ich Harry auch dazu eingeladen. Schließlich waren wir ja jetzt Freunde, da konnten wir gemeinsam einen richtigen Männerabend verbringen und zusammen Fußball schauen.
Ich öffnete die Tür und sah Liam dabei zu, wie er mit einer Babyschale in der Hand das Haus betrat. „Hey Louis, tut mir leid, aber Cheryl brauchte eine kleine Auszeit", sagte mein bester Freund mit Blick auf seinen ein Monate alten Sohn. „Ach, das ist doch kein Problem. Ich freue mich, den kleinen Mann endlich kennenzulernen", sagte ich und kitzelte Bear etwas den Bauch, woraufhin er freudig kicherte und immer wieder mit seinen kleinen Händchen in die Luft griff. Bear hatte einen Tag nach Eleanors Geburtstag das Licht der Welt erblickt. Doch bisher kannte ich Liams Sohn nur von Fotos und aus Videochats.
Ich begleitete Liam gerade in das Wohnzimmer, als es erneut an der Tür klingelte. Aufgeregt sprintete ich zurück und zog schnell den Mann in schwarzem Kapuzenpullover ins Haus, damit niemand ihn sehen konnte. Als ich Harry zu mir eingeladen hatte, hatte ich ihm praktisch befohlen, sich möglichst unauffällig zu kleiden, man konnte schließlich nie wissen, wo gerade jemand mit einer Kamera in der Hand lauerte.
„Hey", begrüßte ich ihn, nachdem er sich seines Pullovers entledigt hatte. „Hey", hauchte Harry zurück. Ich haderte einen Augenblick mit mir selbst, da schluckte ich meine Bedenken hinunter und legte schnell meine Arme um seinen Hals. Harry erwiderte die Umarmung und verschränkte seine Hände hinter meinem Rücken. „Ich muss dich vorwarnen", flüsterte er nahe an meinem Ohr. Alleine das Gefühl von seinem warmen Atem an meiner Haut ließ schon überall an meinem ganzen Körper die Härchen aufstellen. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass diese Umarmung schon länger dauerte, als unter normalen Freunden. „Vor was?", erkundigte ich mich, was mit einem rauen Lachen seitens des Floristen quittiert wurde. „Ich habe absolut keine Ahnung von Fußball."
Ich stieg in sein Lachen ein und löste mich von ihm. „Keine Sorge, ich kann dir das erklären." Harry sah zwar skeptisch aus, doch er folgte mir sogleich ins Wohnzimmer, wo Liam auf dem Sofa saß und gerade sein Baby bespaßte. „Liam?", forderte ich die Aufmerksamkeit meines besten Freundes. „Das ist Harry, ein Kumpel. Harry, das ist Liam, mein bester Freund."
Harry ging schnell zu Liam hinüber und reichte ihm die Hand. „Freut mich, Harry." - „Mich ebenso. Sag mal, bist du nicht dieser Sänger?" Liam lachte und nickte. „Ja, der bin ich." Harry stieg in sein Lachen ein und setzte sich mit mir zusammen aufs Sofa. „Wow, ich hätte nicht gedacht, heute auf eine Berühmtheit zu treffen", sagte Harry lachend, woraufhin ich empört auf meinen Bekanntheitsgrad hinwies. Die beiden Männer lachten nur und von Harry kam ein amüsiertes Zwinkern.
Kopfschüttelnd schenkte ich uns dreien etwas von Eleanors italienischem Wein ein, den wir sogleich verkosteten. Als ich mein Glas aber wieder auf dem Couchtisch abstellte, wandte ich meine ganze Aufmerksamkeit dem kleinen Mann in Liams Schoss zu.
„Hallo Bear", sagte ich so heiter wie nur möglich und griff nach seinen kleinen Händchen. Das Baby umschloss sofort meinen Zeigefinger mit seiner Hand, was augenblicklich mein Herz zum Schmelzen brachte. „Darf ich ihn mal halten?", fragte ich meinen besten Freund, der mir gleich seinen Sohn übergab und mir ausführlich erklärte, wie ich ihn zu halten hatte.
„Ich wusste gar nicht, dass du so gut mit Kindern kannst", hörte ich Harrys nachdenkliche Stimme. Reflexartig drehte ich meinen Kopf zu ihm um und sah dabei zu, wie er einen Schluck von seinem Wein nahm. „Ach, Louis übt doch nur für sein eigenes Kind", schmunzelte Liam, doch Harry schien das gar nicht so witzig zu finden. „Dein eigenes Kind?", erkundigte sich der gutaussehende Lockenkopf. „Oh, weiß er es noch gar nicht?", hörte ich nun meinen besten Freund fragen. Der schuldbewusste Unterton in seiner Stimme zeigte deutlich, dass er sich bewusst war, wie tief er ins Fettnäpfchen getreten war.
„Was meint er damit, Louis?", fragte Harry und stellte sein Weinglas jetzt ebenfalls ab. „Eleanor ist schwanger", gab ich seufzend zu, woraufhin Harry so aussah, als hätte ich ihm ins Gesicht geschlagen. Ich beobachtete, wie er an seiner Unterlippe knabberte und ein kleines Stück von mir wegrutschte. Augenblicklich vermisste ich seine Nähe, also drehte ich mich etwas weiter zu ihm um, Bear noch immer fest in meinen Armen.
„Glückwunsch", presste Harry hervor, doch man sah ihm an, wie widerwillig er dieses Wort über die Lippen brachte. Dann atmete er tief durch, bevor er wieder auf seinen vorherigen Platz rutschte. „Du wirst sicher ein großartiger Vater, Louis", sagte er nun mit einem leichten Lächeln im Gesicht. Froh darüber, dass er nicht mehr sauer schien, erwiderte ich sein Lächeln. Seine grünen Augen begannen sofort wieder zu strahlen und auch seine Mundwinkel zuckten immer weiter in die Höhe.
„Ich finde auch, dass Louis ein super Dad wird. Aber können wir jetzt endlich das Spiel ansehen?", unterbrach Liam unseren kurzen Moment. Schnell räusperte ich mich und griff dann nach der Fernbedienung, um das aufgezeichnete Spiel zu starten. Mit Bear an meiner Brust liegend, lehnte ich mich zurück und sah meiner alten Mannschaft dabei zu, wie sie über den Platz jagte.
„Ist das deine Lieblingsmannschaft?", erkundigte sich Harry, der mittlerweile so nahe bei mir saß, dass sein Oberarm meinen berührte. Ich versuchte mir ein Grinsen zu verkneifen, während ich meinen Blick dem Floristen zuwandte. „Ich habe selbst immer für die Donny Rovers gespielt. Bei dieser Mannschaft bin ich großgeworden", erklärte ich ihm, woraufhin er überrascht seine Augenbrauen in die Höhe zog. „Und warum schauen wir jetzt kein Spiel, bei dem du mitspielst? Das wäre sicherlich viel interessanter", sagte er leise und mit rauer Stimme.
Ich schluckte und befeuchtete meine Lippen, während ich meinen Blick von seinen Augen zu seinem Mund wandern ließ. „Wenn du möchtest, dann kannst du mich am Sonntag begleiten. Chelsea spielt da gegen Leicester. Das ist ein Heimspiel, da könntest du Louis einmal in Action erleben", schlug Liam vor, woraufhin Harry mir vergnügt zuzwinkerte. „Das würde ich sehr gerne."
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Das mit der Freundschaft schein ja wunderbar zu funktionieren:)
Ohje, Harry geht zu einem Spiel von Louis. Ob das gut ausgehen wird?
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Only The Brave || Larry AU
FanficLouis ist Profi-Fußballer, dessen Leben zur Zeit nicht besser laufen könnte. Wäre da nicht eine Begegnung, die ihn nicht loslassen wollte. [ziemlich lange Larry Au] ACHTUNG TRIGGERWARNUNG: Diese Geschichte thematisiert Suizid und Missbrauch. Diese K...
