In den folgenden Wochen begleitete ich Eleanor regelmäßig zu Geburtsvorbereitungskursen. Einmal hatte Max sie begleitet, doch meine Ex-Freundin hatte ihn kein zweites Mal gebeten, mit dabei zu sein. Stattdessen unterstütze ich sie in diesen Kursen und nahm dabei Woche für Woche wahr, wie unser Umgang immer freundschaftlicher und lockerer wurde. Wir konnten wieder gemeinsam lachen und wenn Atemübungen gemacht werden mussten, hatten wir beide kein Problem damit, wenn ich mich hinter sie setzte und vorsichtig meine Arme um sie legte. Einerseits fühlte sich diese Geste seltsam vertraut an, andererseits spürte ich eine Distanz, die ich früher nie gefühlt hatte. Doch wie sollte es auch anders sein, waren meine Gedanken doch ständig bei Harry.
Am Tag vor Harrys Geburtstag hatten wir ein wichtiges Auswärtsspiel gegen Liverpool, welches wir fast mit einem Unentschieden beendet hätten, hätte ich es nicht in der letzten Minute der Nachspielzeit noch geschafft, den Ball im gegnerischen Tor zu versenken. Trotz des Tadels, den wir anschließend von unserem Trainer über uns ergehen lassen mussten, hatten wir Grund zu feiern. Schließlich war die Mannschaft um Jürgen Klopp ein ernstzunehmender Gegner. Ich war mir sicher, dass auch die Busfahrt nach Hause daher die reinste Party würde. Doch während die anderen Spieler in den Mannschaftsbus einstiegen, machte ich mich eilig davon in Richtung Stadionparkplatz.
„Hallo Liebster", hörte ich die frohlockende Stimme meines Freundes, als ich mich erschöpft auf dem Beifahrersitz meines Autos niederließ. „Hey, mein Sonnenschein. Ich freue mich, dass du es geschafft hast", erwiderte ich und drehte meinen Kopf zur Seite, um den Mann auf dem Fahrersitz bewundern zu können. „Ich bin unglaublich stolz auf dich", sagte er lächelnd, woraufhin ich nicht anders konnte, als sein strahlendes Lächeln zu erwidern. Auch wenn die Fenster verdunkelt waren, traute ich mich nicht, ihn zu küssen, weshalb ich einfach, geschützt von der Dunkelheit, nach seiner Hand griff und liebevoll unsere Finger verschränkte. „Was hältst du davon, wenn wir nicht sofort wieder nach London zurückfahren?", wollte ich wissen, woraufhin ich ein neugieriges Funkeln in Harrys Augen sehen konnte. „Was hast du vor?", stellte er die Gegenfrage, woraufhin ich nur verschwörerisch mit den Augenbrauen wackelte. Anschließend lotste ich ihn durch Liverpool hindurch, bis wir vor einem bekannten Hotel zum Stehen kamen.
„Hier?", fragte Harry und machte große Augen, als er durch die Fensterscheibe hindurch die Fassade des Gebäudes musterte. Grinsend zwinkerte ich ihm, dann stieg ich ohne eine weitere Erklärung aus dem Auto aus. Sofort eilte ein Page herbei, der sich direkt nach unserem Gepäck erkundigte. Dieses hatte ich am Morgen noch im Kofferraum verstaut, in der Hoffnung, dass Harry nichts bemerken würde. Schließlich sollte der kleine Ausflug eine Überraschung zu seinem Geburtstag werden. „Diese Tasche gehört Mister Styles und diese kommt auf mein Zimmer", erklärte ich dem jungen Mann und deutete dabei auf die entsprechenden Taschen. Ich händigte ihm noch meinen Autoschlüssel aus, dann beobachtete ich meinen Freund dabei, wie er nur langsam einen Fuß vor den anderen setzte, da er viel zu beschäftigt damit war, den Eingangsbereich des Hotels zu mustern.
Während wir auf den Empfangstresen zu marschierten, achtete ich stets darauf, Abstand zwischen uns beiden zu bewahren und ihn nicht die ganze Zeit wie ein verliebter Volltrottel anzustarren. „Guten Abend, Mister Tomlinson", begrüßte uns die Dame an der Rezeption. „Guten Abend. Sind die Zimmer vorbereitet?", erkundigte ich mich direkt, da ich einfach nur noch in Harrys Arme fallen wollte. Ich konnte zwar seinen fragenden Blick auf mir spüren, doch ich konzentrierte mich auf die Rezeptionistin, die gerade etwas in ihren Computer eintippte. „Ein Doppelzimmer für Mister Styles und die Penthouse-Suite für Sie, Mister Tomlinson", sagte sie und legte gleichzeitig zwei Schlüsselkarten auf der Empfangstheke vor uns ab. „Es ist alles vorbereitet", fügte sie noch hinzu und zwinkerte dabei verschwörerisch.
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Only The Brave || Larry AU
FanfictionLouis ist Profi-Fußballer, dessen Leben zur Zeit nicht besser laufen könnte. Wäre da nicht eine Begegnung, die ihn nicht loslassen wollte. [ziemlich lange Larry Au] ACHTUNG TRIGGERWARNUNG: Diese Geschichte thematisiert Suizid und Missbrauch. Diese K...
