Erschöpft
Von der Kälte
Von den schweren Schritten durch den Schnee
Von dem pfeifenden Wind, den langen dunklen Stunden
Der Winter ist hart
Sie hatten recht
Ich will nicht mehr
Nicht mehr durch etliche Schichten frieren
Nicht mehr Hungern
Nicht me-
"Ash.", bringt Ryan mit kratziger Stimme hervor und reißt mich aus meinen kreisenden Gedanken.
Es ist schon Stunden dunkel. Wir sind den ganzen Tag bergab gelaufen und haben keine einzige Bleibe für die Nacht gefunden.
Ich presse meine trockenen Lippen aufeinander.
"Lass uns Feuer machen.", seuftzt Ryan, "Ich kann nicht me-"
"Wir erfrieren.", ich schlucke und schaue weiter geradeaus duch die schwarzen Bäume, "Wenn wir nicht voher gebissen werden.", das Reden tut weh, die Kälte lässt jede Bewegung brennen.
"Das tun wir schon! Bitte, wir müssen uns aufwärmen.", versucht er es nach einem Moment erneut.
Ich bleibe stehen und hebe langsam meine Hand. Ich zittere nicht. Ich spüre meine Fingerspitzen auch nicht mehr.
Ryans Hand schließt sich um meine während er mir mit der anderen langsam den Rucksack abstreift.
"Ich sammel ein paar Zweige.", ich schaue ihn nicht an, als ich mich von seinem Griff löse und mein Messer ziehe.
Es ist zwar alles eingeschneit, aber die Luft ist trocken. Ich schneide ein paar Äste und Zweige von kleineren Bäumen ab und gehe mit vollen Händen zurück zu Ryan, der den Schaumstoff, den wir mitgenommen haben, in Benzin tunkt.
Wir haben nur eine Literflasche vollbekommen, wenn das Zeug leer ist, ist das Feuermachen bei den Bedingungen schon fast unmöglich.
Ich helfe ihm, einen kleinen Haufen zu bauen, den Schaumstoff in der Mitte, und einen Moment später kämpft sich eine kleine Flamme durch die Zweige.
Erleichtert setzt sich Ryan halb auf seine Decke, lehnt sich gegen den Baumstamm und öffnet einladend seinen Arm.
Nur durch zwei eng stehende Bäume von hinten geschützt. Mag das Desaster kommen.
Ich lasse mich neben ihn auf die Decke fallen und lehne mich gegen seine Schulter.
Die Flamme wird langsam größer und strahlt ihre Wärme aus.
Er drückt sich eng an mich und legt seine Schläfe auf meinen Kopf ab.
"Fuck tut das gut.", murmelt er.
Ich nicke unbemerkbar.
"Wir dürfen nicht einschlafen."
"Wir dürfen nur nicht gleichzeitig einschlafen.", bemerkt er und wirft dünne Zweige ins Feuer.
Wir können hier die Nacht nicht verbringen. Ich weiß nichtmal, ob ich überhaupt jemals eine Nacht ohne irgendeinen Schutz draußen verbringen musste.
Von irgendwo hört man das Röcheln eines Beißers.
Wir sind nicht alleine.
In der Dunkelheit und vorallem durch die Müdigkeit erkennen wir sie erst viel zu spät.
Ich habe nichteinmal mein Messer in der Hand. Ich spüre meine Zehen nicht, wahrscheinlich bräuchte ich ne weile, um überhaupt auf die Beine zu kommen.
Ich strecke meine Füße richtung Feuer aus. Als ich sie wieder spüre, stehe ich wiederwillig auf.
Ryan schaut mich mit gerunzelter Stirn an, als ich den nächstbesten stabilen Ast abschneide und ihm zuwerfe.
"Fang an zu schnitzen.", meine ich nur, als ich mir auch einen besorge und mich dann wieder unter Ryans Decke setze.
Während uns das Feuer einigermaßen aufwärmt schnitzen wir die Äste zu spitzen Speeren.
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Just stay alive
AksiSeit vor etwa einem Jahr die Zombieapokalypse ausgebrochen ist und somit nun der Großteil der Menschheit tot durch die Straßen läuft, versuche ich jeden Tag zu überleben. Es soll jedoch einen Ort im Osten Amerikas geben, der noch von Menschen bewohn...
