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Eva ist tot.
Ich habe Eva getötet.
Sie hätte Dustin umgebracht-ich hatte keine Wahl!!!

Es ist schon ein paar Tage her.
Dustin hat sich beruhigt aber wir müssen bald weiterziehen.

Anzeichen der Verwandlung:

Kaltschweiß, Ausschlag, milchige Augen, Schnappatmung, Schwäche, Fieber, Unruhe, Blassheit, Aggressivität

“Das ist fucking deprimierend.”, murmelt Ryan, “Spring ein paar Seiten vor.”

Ob es ihn auch an Gerith erinnert?
Ich habe lange nicht mehr an ihn gedacht, oder alles andere, was länger als ein paar Wochen her ist. Es fühlt sich fast an wie aus einem anderen Leben.

Ich fliege über die nächsten Seiten und fange wieder an:

Buddys Gruppe → Silverstone River NO richtung Hampton

Wir haben endlich Buddys Gruppe gefunden. Sie gaben uns ein Zimmer, warmes Essen und wir durften unsere Waffen behalten!
Vielleicht ist das der Ort zum bleiben…zum heilen

REAPERS
BOULDER / DENVER MILITÄR

Dustin wurde angeschossen - Wir wurden angegriffen - ca.30 -, ich konnte mit ihm fliehen. Von den anderen habe ich noch kein Lebenszeichen bekommen. Ich habe ihm seinen Arm verbunden, er hat viel Blut verloren.

Immernoch kein Kontakt zu den anderen. Wir dringen tiefer in den Wald, Nahrung wird knapp.
Dustin spricht kein Wort mehr, ich will ihm ein Notizbuch besorgen, vielleicht hilft ihm schreiben auch. Die Wunde an seinem Arm verheilt langsam.

Dustin schreibt nicht, aber er zeichnet gerne. Er ist in letzter Zeit etwas blass, der Arm macht ihm zu schaffen. Wir brauchen Medikamente.

Ich bin auf Gary und Viktor gestoßen, sie haben den Überfall gut überstanden. Zu viert haben wir bessere Chancen, zu überleben. Sie haben ein gut ausgestattetes Baumhaus entdeckt und pimpen es etwas auf.

Fieber, Schwäche, Blassheit, Schwellungen, Rötungen

Meine Augen fliegen über die Seite und ich klappe das Buch zusammen.

“Er ist gestorben?”

Ich nicke und lasse das Buch auf den Boden fallen, “Sie haben ihm erst den Arm abgehackt. War zu spät, er hatte ne Blutvergiftung.”

“Fuck.”

Ungewollt fasse ich mir selber an meinen verbundenen Arm und habe zum ersten Mal Angst, zu schauen, wie es unter dem Verband aussieht.

Ein paar späte Sonnenstrahlen fallen durch das Fenster, die Kerzen lassen ihr Licht durch die Hütte flackern und ich schließe erschöpft die Augen.

[...]

Meine Blase drückt.
Müde falle ich aus der Hängematte auf meine Beine und schnappe mir sofort meine Jacke.

Die Kerzen sind erloschen und durch die Fenster zieht kalte Luft rein.

Ich stecke sicherheitshalber das Teppichmesser ein und klettere kurz darauf die Leiter runter.

Just stay aliveWo Geschichten leben. Entdecke jetzt