Ahsoka war krank.
Nicht körperlich.
Aber sie war es.
Aná sah es in ihrem Blick, in ihrer Haltung.
Sie hörte es in der Tonlage und in der Stille.
Ahsoka konnte nicht mehr.
Es machte sie krank nicht nach Hause zu kommen.
Aná tat alles was in ihrer Macht stand dem Mädchen zu helfen.
Sie hatte jeden Gefallen eingelöst. Jeden Freund und jeden Bekannten gefragt.
Sie war quer durch die Galaxis geflogen.
Aber nichts. Es gab nichts das ihnen half.
Aná gab ihr bestes um die Hoffnung zu behalten, aber Monat um Monat schwand sie mehr.
Inzwischen versuchte sie einfach nur noch Ahsoka ihr Leben ein wenig angenehmer. Ein wenig heimischer zu machen.
Sie sprachen fast nur noch Ryl. Ahsoka fühlte sich nach wie vor wohler damit.
Sie brachten soviel Zeit wie sie konnten zusammen.
Aná spielte Spiele mit ihr. Sie hatte Holospiele heruntergeladen und sogar ein wenig echtes Spielzeug besorgt.
Es lenkte Ahsoka kurz ab, aber nie lang.
Die meiste Zeit saß sie auf dem Co-Pilotensitz und starre in die leere des Alls.
Sie war über die Zeit gewachsen. Ihre Lekku hatten sich in die Länge gezogen und die Zeichen auf ihrem Gesicht wurden immer geschwungener.
Sie wurde von einem halben Kind zu einer Teenagerin.
Dabei wussten die beiden nicht einmal wie alt sie war.
Vierzehn. Vielleicht so grade eben Fünfzehn schätzte Aná.
Ahsoka schätzte gar nichts. Sie tat gar nichts.
Sie saß dort. Und starrte in die Leere.
Sie dankte Aná für ihre Versuche ihr helfen. Sogar sehr.
Aber sie fühlte sich so leer.
Sie saß auf ihren Stuhl. Wie immer. Das pinke TaunTaun auf ihrem Schoß und die Gedanken in weiter ferne.
Sie hatte die Liste noch, die sie damals geschrieben hatte.
Die Namen.
R2D2
Rex
SkyGuy
Die Liste war so kurz.
Drei Namen. Drei Namen, die ihr Leben ausgemacht hatten. Irgendwann einmal.
Und ein Gesicht.
Ein freundliches Gesicht mit funkelnden Augen, das von braunen Locken umrahmt war.
Sie hatte den Namen dazu noch lange nicht erfasst.
Die anderen Namen hatten sie nachgesehen.
R2D2 hatten sie gefunden. Ein Astromechdroide der R2 Serie. Mehr wussten sie nicht.
Dort stand nicht einmal wem er gehörte.
„Ceir vo korjin onhsalolkerie ji rahur" hatte Ahsoka damals gesagt. ‚Weil sie die Regeln ausgetrickst haben'
Sie wusste selbst nicht wieso.
Was es bedeutete.
Die Leere des Alls war unendlich. Wie ihre Fragen.
Die Sterne leuchteten so hell. Wie ihre Hoffnungen.
Und sie waren so weit entfernt. Wie die Stimmen. Wie ihr Zuhause.
Da draußen, da war es genauso leer, wie in ihr drin.
Deshalb mochte sie es hinauszusehen.
Als würde die Leere dort draußen die Leere in ihr drin Rechtfertigen.
Als würde irgendetwas unsichtbares sie beschützen.
Etwas, dass sie sah wenn sie die Augen schloss, aber nicht zu beschreiben vermochte.
Das selbe was sie verflocht um Sachen zum schweben zu bringen.
Das selbe, was ihr immer wieder sagt: „Ich zeige dir deinen Weg. Hab Geduld. Du wirst ihn finden"
Sie schloss die Augen und lauschte diesen Worten.
Wieder und wieder.
Bis sie einschlief.
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Mit dir passiert das nicht
FanficAnakin Skywalker weiß was es heißt ein Sklave zu sein. Als seiner Padawan Ahsoka Tano dieses düstere Schicksal droht, mobilisiert er all seine Kräfte um sie zu retten. Wie schwer das ist hatte er wohl nicht erwartet, denn manchmal reichen auch die K...
